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Stefan von Weber
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Dieses Papier ist eine Kurzfassung der Kosmischen Membrantheorie
der Gravitation, die der Autor in den Jahren 1969 bis 2008 entwickelt hat.
Am Anfang war die Spezielle Relativität eines ruhenden Mediums, etwa des
Quantenvakuums. Im Jahre 1994 gelang dann die Berechnung der Raumkrümmung einer
dreidimensionalen Membran in einem vierdimensionalen Hyperraum auf einfache
geometrische Weise, die jeder Schüler der zwölften Klasse nachvollziehen kann.
Dazu gibt es ebenfalls ein leicht verständliches Papier auf Deutsch (Kosmische
Membran – ein einfaches didaktisches Modell
zur Allgemeinen Relativitätstheorie). In den weiteren Jahren bis 2006
wurden die klassischen und neueren Beweise für eine Gravitationstheorie
hinsichtlich der Kosmischen Membrantheorie aufgearbeitet.
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Die Gravitation wird seit jeher
als die geheimnisvollste Naturkraft angesehen. Das liegt daran, dass sie zwei
Eigenschaften hat, die sie von der elektrischen und der magnetischen Kraft
unterscheiden. Die erste Eigenschaft ist ihre gewaltige Reichweite. Sie wirkt
nicht nur auf eine Entfernung von einigen Kilometern, wie die elektrische Kraft
bei einer Blitzentladung. Auch die Reichweite des Erdmagnetfeldes von einigen
Zehntausend Kilometern in den erdnahen Weltraum hinaus ist nichts im Vergleich
zu den gewaltigen Entfernungen, die von der Gravitation überbrückt werden. Ihre
Wirkung hält die Planeten unseres Sonnensystems auf ihren Bahnen, auch die
Sterne unserer Galaxie, die im Abstand vieler Tausend Lichtjahre das Zentrum
umkreisen. Selbst die Zusammenballung vieler Galaxien zu Galaxiehaufen mit
Durchmessern von Millionen Lichtjahren ist eine Folge der Gravitation. Die zweite seltsame Eigenschaft ist, dass
die Gravitation immer anziehender Natur ist. Es gibt keine Antigravitation.
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Isaac Newton (1643 bis 1727) ist der
Entdecker des nach ihm benannten berühmten Gravitationsgesetzes. Es besagt,
dass sich alle Massen paarweise gegenseitig anziehen, dass diese Kraft dem
Produkt der Massen proportional und dem Quadrat der Entfernung zwischen den
Massen umgekehrt proportional ist. Die Konstante, die aus dieser Beziehung eine
Gleichung macht, ist die Gravitationskonstante
G oder g (Gamma), die zu den
universellen Naturkonstanten zählt.
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(Newtons
Gravitationsgesetz)
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Wie
fast immer in der Wissenschaft, musste Newton jedoch nicht bei Null beginnen,
sondern konnte sich auf die Planetengesetze Johannes Keplers (1571
bis 1630) berufen. Erst Newtons Gesetz zeigte jedoch den tieferen Zusammenhang
zwischen Keplers drei Planetengesetzen.
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Newtons Gesetz sieht simpel aus, ist es aber
nicht. Bis heute kann nämlich trotz einiger Ansätze niemand genau sagen, was
eine Masse ist. Newton kannte auch den Wert der Gravitationskonstanten G bzw. g nicht, und diese Konstante
lässt sich auch nicht theoretisch aus anderen, bereits bekannten Konstanten,
ableiten. Erst Henry
Cavendish (1731 bis 1810) konnte 1798 mit einem aufwendigen Versuch, einer
Drehwaage, den ersten Zahlenwert liefern. Der ist inzwischen durch weitere
Versuche auf einige Stellen nach dem
Dezimalpunkt bekannt ( 6.674 28 ´ 10 -11 [m3 kg-1 s-2] ). Auch das Einsetzen der Entfernung der Massen in Newtons Gesetz ist nicht so einfach.
Newton hat immerhin zwanzig Jahre seines Lebens geopfert um nachzuweisen, dass
man bei kugelförmigen Massen einfach den Abstand der Kugelzentren verwenden
darf. Dass er damit so ganz nebenbei die Infinitesimalrechnung erfunden hat,
ist bezeichnend für sein Genie. Wenn wir auf der Erdoberfläche stehen, dann
zieht uns zwar jedes Kilogramm Erdmasse gemäß seiner Entfernung von uns
unterschiedlich stark an. Wir müssen das aber nicht beachten, da wir nach
Newtons Vorarbeit uns die gesamte Erdmasse im Erdmittelpunkt versammelt denken
können, und sich auf diese Weise die Rechnung stark vereinfacht. (Wir sehen
dabei ab von der Erdabplattung, dem inhomogenen Aufbau der Erdkruste und
weiteren nebensächlichen Details.) Man hatte jetzt Dank Newton ein genaues
Gesetz, und bei fast allen Berechnungen von Planetenbahnen, Bahnen künstlicher
Himmelskörper oder irdischen Problemen, die mit der Schwerkraft zusammenhängen,
bewährte es sich immer wieder.
Aber auch Newtons Genie
konnte nicht erklären, wieso sich zwei Massen, z. B. zwei Himmelskörper,
anziehen. Ganz sicher hat er darüber nachgedacht, aber die Zeit für eine
Antwort war noch nicht reif.
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Zweihundert Jahre später
trat Albert Einstein
(1879 bis 1955) auf den Plan. Auch er war ein universelles Genie, das auf
mehreren Gebieten der Physik Bahnbrechendes geleistet hat. Er machte den
Begriff Raumzeit populär, einen vierdimensionalen Raum mit
drei räumlichen und einer zeitlichen Dimension. Auch er musste nicht bei Null
beginnen. Namen, wie Carl Friedrich
Gauß (1777 bis 1855), Nikolai
Lobachevsky (1792-1856), Janos Bolyai (1802
bis 1860), Bernhard
Riemann (1826 bis 1866), Hermann Minkowski
(1864 bis 1909)und Hendrik
Lorentz (1853 bis 1928) stehen für eine ganze Reihe berühmter und genialer
Mathematiker und Physiker. Sie alle haben den Weg in die unbekannte vierte
Dimension vorbereitet.
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Schaut man sich die vier
Dimensionen Minkowskis an – x, y, z, -ct –,
dann fällt auf, dass die vierte Dimension nicht wirklich die Zeit ist,
sondern die Strecke, die das Licht mit seiner Geschwindigkeit c in
der Zeit t zurücklegt. Das Minuszeichen hat neben einer rein formalen
Begründung aber auch eine durchaus plausible Erklärung: Ein Punkt mit den
räumlichen Koordinaten x, y, z verschwindet mit Lichtgeschwindigkeit in
einer Vergangenheit, die hier ein Zwitterding aus Raum und Zeit ist. Einsteins
Verdienst ist, dass er sich mit seiner Allgemeinen
Relativitätstheorie über kleinliche Vorbehalte hinweggesetzt und trotz
aller Betonung der Zeit im Kunstwort Raumzeit diese Dimension über weite
Strecken hinweg wie eine vierte räumliche Dimension behandelt hat. Wer von uns
kann sich schon eine Raumzeit vorstellen? Niemand, aber jeder kann sich eine
gekrümmte Fläche vorstellen, etwa einen Ball oder ein Trampolin, auf dem eine
schwere Kugel einsinkt. Und genau das war auch der Durchbruch, den wir Einstein
verdanken, mit dem er die vierte Raumdimension zuerst bildlich, dann
theoretisch in den Köpfen etabliert hat.

Dass inzwischen von
Science Fiction Autoren Zeitreisen in die Vergangenheit oder in die Zukunft
fast als Selbstverständlichkeit behandelt werden, liegt weitgehend an der nicht
aufgearbeiteten Bedeutung dieser vierten Koordinate. Natürlich ist es ein Unfug
zu glauben, man könne in der Zeit herumreisen, wie auf einer Landstrasse. Über
die Zeit wurde schon viel geschrieben und wird auch noch viel geschrieben
werden. Der Autor verweist auf Immanuel Kant (1724 bis
1804) oder auf Stephen
Hawking (*1942). Eines ist die Zeit jedenfalls nicht – eine Dimension.
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Die Zeit ist ein reines Geistesprodukt des
Menschen, eine wichtige Rechengröße zwar, aber eigentlich ein nicht fassbarer
Begriff. Die Zeit eines Vaterunsers, ein Augenblick, der Ausschlag eines
Pendel, ein Tag, ein Jahr – alles das sind Abläufe, die sich wiederholen oder
sich wiederholen lassen und die wir zählen können oder mit anderen Abläufen
vergleichen können. Tatsächlich gibt es nur Prozesse, chemische oder
physikalische Prozesse. Dass es keine universelle absolute Zeit gibt, auch
nicht irgendwo da draußen im Weltall, das hat die Physik inzwischen bewiesen,
denn Uhren verändern ihre Gang mit der Gravitation und mit ihrer
Geschwindigkeit. Die Betreiber von GPS, dem Global
Positioning System, wissen das am Besten. Wenn es keine physikalische Größe
Zeit gibt, hat das, was wir als Zeit bezeichnen, auch nur eine formale
Bedeutung im Begriff Raumzeit. Gut, wir können mit der Zeit, meist t
genannt, rechnen. Ein Auto alle zwei Minuten, macht in einer Stunde
dreißig, die vom Band laufen. Wir können die Zeit messen, auf eine Nanosekunde
genau anzeigen. Aber das ist nicht eine physikalische Größe Zeit, sondern es
sind Schwingungen in einem elektrischen Schwingkreis einer Atomuhr, dessen Frequenz von
Cäsiumatomen stabilisiert wird und die mit einem Hochgeschwindigkeitszähler
gezählt werden.
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Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie
umfasst Newtons Gravitationsgesetz als Grenzfall. Darüber hinaus hat Einstein
überhaupt den ersten brauchbaren Ansatz zum Verständnis des Phänomens
Schwerkraft geliefert. Seine Theorie sagt: Durch die Krümmung der Raumzeit
entstehen bei jeder Bewegung Zwangskräfte,
so wie ein Zug seitlichen Druck auf die Schienen ausübt, wenn er eine Kurve
durchfährt. Diese Zwangskräfte bilden die Schwerkraft. Dass im Kontext der
Allgemeinen Relativitätstheorie immer Bewegung vorhanden ist, dafür sorgt
allein schon die Raumzeitdimension „-ct“, denn die Zeit schreitet stetig fort.
Es wurden in der Folge viele Experimente
durchgeführt und astronomische Beobachtungen ausgewertet. Die von Einstein
vorhergesagten Effekte sind sehr klein, so dass hohe Experimentierkunst und
aufwändige Beobachtungsgeräte nötig waren, um sie zu messen. Alle Messungen und
Beobachtungen haben jedoch Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie entweder
bestätigt oder zumindest nicht widerlegt. Demnach gibt diese Theorie die
Wirklichkeit mit großer Genauigkeit wieder, in bestimmten Situationen genauer
als das einfachere Gesetz von Isaac Newton.
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Trotz aller Erfolge ist die Allgemeine
Relativitätstheorie von Einstein in einigen Punkten immer noch unbefriedigend
und hat das Potenzial weiterer Verbesserungen. Ein Kritikpunkt ist die
Raumzeit. Der Zeit steht keine eigene Dimension zu, da sie, wie oben erörtert,
nur eine abgeleitete, gedankliche, nicht wirklich vorhandene Größe ist. Das
sieht schon anders für die Konstruktion „ct“ aus. Die verweist auf eine reale
Strecke in einer vierten Dimension, die aber nur noch bedingt etwas mit der
Zeit zu tun hat. Theodor
Kaluza (1885 bis 1954) ging diesen Schritt und postulierte die vierte echte
Raumdimension. Damit gelang ihm eine einheitliche Darstellung des
Elektromagnetismus und der Gravitation. Einstein selbst war fasziniert von
dieser Idee, und veranlasste den Nachdruck des Originalartikels von Kaluza in
den Annalen der
Physik. Später wurde von Oskar
Klein (1894 bis 1977) die vierte Raumdimension leider kompaktifiziert, d.h.
in winzige Zylinder von Plancklänge
aufgerollt. Da man sich damals eine vierte Raumdimension nicht vorstellen
mochte, wurde sie einfach versteckt.
Ein zweiter Kritikpunkt ist, dass Einsteins
Feldgleichungen nicht unmittelbar auf eine Lösung führen. Sie sind dafür zu
allgemein angelegt und können x-beliebige mögliche Raumkrümmungen darstellen –
die einfachen Schwerkrafttrichter eines Sterns oder eines Schwarzen Lochs, aber
auch die berühmten Wurmlöcher.
Deshalb wird Newtons Gravitationsgesetz als Grenzfall in die Theorie
eingearbeitet und wählt damit als eine Art Randbedingung aus einer Vielzahl
möglicher Lösungen die richtige aus.
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Die
Kosmische Membrantheorie der Gravitation benutzt das Modell der
3-dimensionalen Membran, die sich wie ein Luftballon im 4-dimensionalen Hyperraum ausdehnt, d.h.
expandiert. Diese Theorie ist eine unmittelbare Weiterentwicklung der Ideen von
Einstein und Kaluza durch den Autor. Etwa zeitgleich hatten sich eine ganze
Reihe von Physikern ebenfalls dem Gebiet der nichtkompaktifizierten vierten
Raumdimension gewidmet. Der Autor möchte hier einige nennen, z.B. Lisa Randall (*1962), Raman Sundrum , Tuomo Suntola (*1943), Farhad Darabi, William N. Sajko, Paul S. Wesson, Matej Pavsic.
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Die
Membran, in der Graphik als blauer Kreis dargestellt, ist unser Kosmos. Seit
dem Urknall dehnt sich unser Kosmos aus und wird sich
weiter ausdehnen. Unsere Galaxie ist ein winziges Pünktchen auf der
3-dimensionalen Oberfläche dieser 4-dimensionalen Kugel. Ja selbst der gesamte
sichtbare Bereich um uns her bis zur Entfernung von etwa 14 Milliarden
Lichtjahren könnte nur ein kleiner Bezirk dieser Oberfläche sein. Wie klein,
das hängt von der unbekannten Expansionsgeschwindigkeit VE ab. Die
Idee mit dem Ballon ist nicht neu und wurde schon in vielen Artikeln zur Kosmologie von verschiedenen
Autoren verwendet. Sie erklärt auf einfache Weise, wieso sich der Raum dehnt
und sich die Galaxien voneinander entfernen, ohne dass diese selbst
nennenswerte Geschwindigkeiten entwickeln.
Aus welchem Material die Membran besteht,
ist weitgehend offen, obwohl auch der Autor hier bestimmte Vorstellungen hat.
Es ist ungeheuer zäh, porös, elastisch, gestattet die Ausbreitung aller
möglichen Arten von Wellen und ist das Medium, in dem sich Elementarteilchen
bilden, fortbestehen und bewegen, ähnlich einem Gelatineblock. Die Physiker
haben dafür den Begriff Quantenvakuum
gewählt. Wir nennen das Material einfach Membranstoff.
Eine weitere Annahme ist, dass der Hyperraum
ebenfalls von einem Stoff erfüllt ist. Dieser Stoff hat Eigenschaften wie ein Gas und soll hier Äther genannt
werden. Der Äther ist so fein, dass er die poröse Membran mühelos durchdringt,
d.h. ihre Expansion nicht wesentlich behindert. Den während der Expansion durch
die Membran dringenden Äther nennen wir Ätherwind.
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Jetzt kommt die Gravitation wieder ins
Spiel. Jede Form von Materie stellt eine Störung in der Membran dar, an der
sich der Ätherwind staut. Das Bild zeigt eine Galaxie, an der sich der
Ätherwind staut. Die Membran wird an dieser Stelle belastet und es entsteht ein
Trichter, ein gekrümmter Raum in Richtung der vierten Dimension.
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Unsere
drei gewöhnlichen Raumdimensionen x, y, z liegen alle innerhalb der Membran.
Natürlich sind die Verhältnisse in der kleinen Graphik total übertrieben
gezeichnet. Die Sonne sinkt etwa 1000 Km ein, die gesamte Galaxie nicht viel mehr.
Bei einem Durchmesser von 100.000 Lichtjahren unserer Galaxie ist das unnennbar
wenig.
Es wäre natürlich auch denkbar, dass der
Ätherwind aus dem Inneren des Ballons austritt, dass ein Ätherüberdruck im
Inneren die Ursache der Expansion ist. Dann würden sich zwar die Verhältnisse
umkehren, d.h. der Trichter würde sich nach außen stülpen, aber die Ergebnisse
der Berechnungen blieben dieselben.
Bewegt sich in diesem Membrantrichter, z.B.
dem Trichter um die Sonne, eine andere Masse, z.B. ein Planet, dann wird diese
andere Masse vom Ätherwind ebenfalls belastet und hat entsprechend der Hangabtriebskraft,
der Schwerkraft aus der Kräftezerlegung, das Bestreben, sich zur Mitte des
Trichters zu bewegen. Gehalten wird der Planet nur von der Zentrifugalkraft
seiner Bahnbewegung.

Was stützt diese Modellvorstellung? Das
schlagendste Argument ist, dass eine kugelförmige Masse, wie z.B. ein Stern,
exakt die (1/r2)-Krümmung der Membran erzeugt, die von Newtons
Gravitationsgesetz verlangt wird, d.h. Newtons Gravitationsgesetz wird nicht in
die Theorie eingearbeitet, sondern es kommt heraus. Diese ganz bestimmte
Krümmung entsteht jedoch nur an einer 3-dimensionalen Membran im
4-dimensionalen Hyperraum. Es gibt eine geometrische Ableitung aus dem Jahre
1994 und eine analytische Ableitung aus dem Jahre 1997, die beide zur selben
Krümmungsgleichung führen, ohne dass der Autor Newtons Gravitationsgesetz als
Hilfe herangezogen hat. Auch eine numerische Berechnung ist möglich und wurde
vom Autor 1997 durchgeführt, indem man im Computer eine Art elastisches
3-dimensionales Gitter in einem 4-dimensionalen Raum simuliert, es in der Mitte
fiktiv belastet, und dann die Durchbiegung des Gitters berechnet. Auch hier
kommt exakt die geforderte (1/r2)-Krümmung heraus bzw. das
(1/r)-Potenzial.
Ein zweites Argument ist, dass die von
Einstein vorhergesagten Effekte von der Kosmischen Membrantheorie ebenfalls
erklärt werden können. Ein letztes Argument ist an dieser Stelle die
Einfachheit und Plausibilität des Modells. Es arbeitet mit Elementen, die uns
vertraut sind: Kraft erzeugt Kraft, und es ist schon an Hand der Zeichnung klar,
dass die Schwerkraft immer anziehender Natur ist. Genau das war eines der
großen Rätsel der Gravitation.
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Die
Annahme eines Membranstoffs wirft natürlich alte Fragen wieder auf, die viele
Physiker schon für geklärt halten. Der Membranstoff an sich, das Quantenvakuum,
wird schon lange in der Theorie verwendet. Ebenso, wie in der vorliegenden
Kosmischen Membrantheorie, wird es mit hohen Energieinhalten ausgestattet. Die
Konsequenzen für die spezielle
Relativitätstheorie werden jedoch selten diskutiert. Auch wenn alle
Ergebnisse Einsteins auf diesem Gebiet ihre Richtigkeit behalten, so gibt es
doch Fragen, die die Interpretation betreffen. Bestes Beispiel ist die Konstanz der
Lichtgeschwindigkeit. Sie ist einer der Felsen, auf die Einstein sein
Gebäude der Speziellen Relativitätstheorie gebaut hat. Mit der Annahme eines
zumindest in unseren drei Raumdimensionen x, y, z ruhenden Mediums für die
Ausbreitung elektromagnetischer Wellen wird die durch zahlreiche Messungen
erhärtete Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zu einer Kardinalfrage. Die
Kosmische Membrantheorie liefert aber auch hier eine mit Einstein
übereinstimmende Lösung – die Lichtgeschwindigkeit wird unter allen Umständen
konstant gemessen. Auch die Transformationsformeln beim Übergang von einem
Inertialsystem in ein anderes stimmen weitgehend mit der Lorentztransformation
überein. Die Zeittransformation ist sogar identisch. Bei der
Koordinatentransformation gibt es unbedeutende Unterschiede durch die
Einführung einer zusätzlichen Querkontraktion, die auch Vladimir Onoochin
unabhängig vom Autor vorgeschlagen hat. Das Verhältnis von Längskontraktion zu
Querkontraktion ist jedoch exakt dasselbe, wie in der Speziellen
Relativitätstheorie von Albert Einstein. In mehreren Paragraphen hat der Autor
in seiner Kosmischen
Membrantheorie der Gravitation die Gültigkeit der Maxwellschen Gleichungen
nachgewiesen (James
Clerk Maxwell, 1831 bis 1879), weiterhin die weitgehende Übereinstimmung
der speziellen Relativität der Membrantheorie mit der von Einstein
nachgewiesen, und dies an den bekannten Experimenten festgemacht. Die diskutierten
Experimente sind:
·
Der
Interferometerversuch von Albert Michelson
(1852 bis 1931) und Edward Morley
(1838 bis 1923)
·
Der
Versuch des drehbar aufgehängten Kondensators von Frederick Trouton
(1863 bis 1922) und seines Forschungsstudenten Henry R. Noble
·
Der
Interferometerversuch mit zwei gegenläufigen Lichtbahnen auf einer sich
drehenden Plattform von Georges
Sagnac (1869 bis 1926) (Siehe Graphik unten)
·
Die
Erklärung des Fresnelschen
Mitführungskoeffizienten aus Fizeaus und Airys Experimenen (Augustin Jean Fresnel
( 1788 bis 1827), Hippolyte
Fizeau (1819 bis 1896), Sir George Biddell Airy
(1801 bis 1892)
·
Das
Uhrenexperiment
aus dem Jahre 1971 von J. C. Hafele und Richard E. Keating zur Zeitdilatation
bei Bewegung als auch im Schwerefeld der Erde
·
Die
Erklärung des Thomasfaktors „½“ der Präzession des Elektrons.
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Das
drehbare Interferometer von Sagnac
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Mehrere Paragraphen der Kosmischen
Membrantheorie der Gravitation befassen sich mit den klassischen und den neueren Beweisen, die
eine Gravitationstheorie liefern sollte. Es geht dabei um die Erklärung bereits
gemessener Effekte und um Vorhersagen bei noch ausstehenden Experimenten. Zu
den klassischen Effekten, die hinreichend genau vermessen wurden, gehört der
Shapiro-Effekt der Signalverzögerung bei sonnennahem Signalweg, die
Lichtablenkung an der Sonne oder an anderen Massen, und die Erklärung der
Periheldrehung der Planeten, insbesondere des Merkur.
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Irwin I. Shapiro (*
1929) maß zusammen mit seinen Mitarbeitern die Zeitverzögerung
von Radarsignalen, die bei sonnennaher Signalbahn der Radarwellen
auftreten. Diese Zeitverzögerung wird in der kosmischen Membrantheorie als
Absinken der Signalgeschwindigkeit im Gravitationstrichter der Sonne
interpretiert und liefert den von Shapiro gemessenen Wert, den auch die
Allgemeine Relativitätstheorie berechnet.
Die Messung
der Lichtablenkung
an der Sonne gehört zu den spektakulären Experimenten. Früher konnte sie
nur bei Sonnenfinsternissen gemessen werden, heute übernehmen Satelliten diese
Arbeit. Sir Arthur
Eddington (1882 bis 1944) war der erste, der eine solche Messung unternahm.
Die Ablenkung hat den doppelten Wert, der nach der Korpuskulartheorie des
Lichts auftreten sollte (Johann Georg von
Soldner , 1776 bis 1833). Dieser doppelte Wert wurde von Einstein
vorhergesagt und von Eddington und seinen Nachfolgern bestätigt. Die kosmische
Membrantheorie liefert ebenfalls diesen Wert, wobei die eine Hälfte des Wertes
tatsächlich wie bei Soldner auf die Gravitation zurückgeht, die andere Hälfte
des Effekts auf das schon oben erwähnte Absinken der Lichtgeschwindigkeit im
Gravitationstrichter. Dieses Absinken ist gleichbedeutend mit einer Änderung
des Brechungsindex des
Vakuums und damit eine der Ursachen der Ablenkung des Lichts.
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Die Periheldrehung der
Bahnellipse des sonnennächsten Planeten, des Merkur, war schon recht
früh aufgefallen, so z.B. den beiden Astronomen Urbain Jean
Joseph Leverrier (1811 bis 1877) und Simon Newcomb (1835 bis
1909). Nachdem man vergeblich einen unbekannten Planeten gesucht hatte, der für
diese Störung verantwortlich sein könnte, veröffentlichte Paul Gerber (1854 bis 1912)
etwa zwanzig Jahre vor Einstein die richtige Formel zur Berechnung der
Periheldrehung sonnennaher Planeten. Er ging dabei von der Annahme aus, dass
sich die Gravitation mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitet. Diese Annahme führt jedoch
zu altbekannten Schwierigkeiten beim
Verständnis stabiler Planetenbahnen, und muss deshalb modifiziert werden.
Einstein kommt mit den Methoden der Allgemeinen Relativitätstheorie auf
denselben Wert wie Gerber, wobei aber bei ihm die sonnennahe Abweichung des
Gravitationspotenzials vom Newtonschen 1/r-Potenzial die Hauptrolle spielt.
Damit bleibt die Planetenbahn stabil. Die kosmische Membrantheorie postuliert
ebenfalls ein relativistisches Zusatzpotenzial, das mit 1/r2
absinkt. Dieses Zusatzpotenzial lässt sich aus dem Energiequadrat ableiten
unter der Annahme, dass es einen Einfluss der Gravitation sowohl auf die
Lichtgeschwindigkeit als auch auf die Masse gibt. Die relativistische Massenzunahme
bewegter Partikel ist seit mehr als hundert Jahren bekannt und experimentell
gesichert. Im Gravitationstrichter fällt jedoch der dreifache Betrag an, wobei
nur ein Drittel auf die spezielle Relativität entfällt. Das 1/r2-Zusatzpotenzial
erklärt nicht nur die Periheldrehung der Ellipsenbahnen der Planeten, sondern
kann auch die ungewöhnliche
Abbremsung der Flugkörper Pioneer 10 und 11 beim Verlassen des
Planetenrings erklären. Diese Abbremsung wurde von der NASA entdeckt und wird
bis jetzt von den Physikern und Astronomen kontrovers diskutiert. Die Antwort
des Autors zu diesem Problem ist, dass das kleine 1/r2-Zusatzpotenzial
von der NASA bei ihren Berechnungen nicht berücksichtigt wird. Innerhalb des
Planetengürtels der Sonne verdeckt jedoch die Fehlerausgleichsrechnung die
kleine Abweichung. Außerhalb des Planetengürtels greift die Ausgleichsrechnung
nicht mehr, und die Wirkung des Potenzials tritt zu Tage. Dass das postulierte
Potenzial tatsächlich die Periheldrehung des Merkur erklären kann, wurde durch
eine Ableitung des Zusatzpotenzials aus der Einstein-Gerber Formel und
zusätzlich durch eine genaue numerische Integration der Merkurbahn unter
Berücksichtigung des Zusatzpotenzials bewiesen.
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Die Zahl der neueren Beweise einer
Gravitationstheorie liegt nicht fest. Immer wieder werden astronomische
Beobachtungen bekannt, die einer Erklärung bedürfen, oder Physiker
schlussfolgern aus einer Theorie Effekte, die auftreten müssten, und versuchen
dann diese nachzuweisen. Zu den neueren Beweisen zählen jedoch
Gravitationswellen und zwei verschiedene Kreiseleffekte, nämlich die Geodätische
Präzession (de Sitter-Präzession)
und der Lense-Thirring Effekt. Der Autor zählt das Phänomen der Dunklen
Materie, die abnormale Abbremsung der Flugkörper Pioneer 10 und 11 sowie die
beschleunigte Ausdehnung des Raumes ebenfalls hinzu.
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Gravitationswellen
wurden bisher noch nicht gemessen. Es sind jedoch große Anlagen im Bau und noch
größere, weltraumgestützte Anlagen in Planung. In der Kosmischen Membrantheorie
sind zwei Arten von Gravitationswellen denkbar. Die Longitudinalwellen
oder Kompressionswellen entsprechen etwa den Schallwellen, die sich in einer
Flüssigkeit, einem Festkörper oder einem Gas ausbreiten. Die Transversalwellen
entsprechen mehr den Oberflächenwellen auf einer Flüssigkeit, z.B. den
Meereswellen, oder den Schwingungen einer Lautsprechermembran. Die
Fortpflanzungsgeschwindigkeit beider Wellenarten kann durchaus unterschiedlich
sein. So breiten sich Schallwellen im Wasser sehr viel schneller aus, als
Schwerewellen an der Oberfläche. Bei der Bahnbewegung der Erde um die Sonne
werden beide Arten von Wellen erzeugt. Einmal wird die Kosmische Membran
gedehnt, wenn der Planet Erde eine Bahnposition passiert, danach zieht sie sich
wieder zusammen. Das erzeugt Longitudinalwellen. Andererseits drückt die sich
bewegende Erde die Membran nach unten (in der vierten Dimension) und erzeugt so
Transversalwellen. Da der Autor bisher nur den Elastizitätskoeffizienten der
Membran abschätzen konnte und damit auch nur eine ungefähre Dichte der Membran
angeben kann, hat er sich auf die Longitudinalwellen beschränkt. Unter der
Annahme, dass sich die longitudinalen Gravitationswellen mit
Lichtgeschwindigkeit ausbreiten und die Dichte sich aus dem Energieinhalt der
gespannten Membran ergibt, ist der Energieverlust des Sonne-Erde Systems 195
Watt. Das ist derselbe Wert, den auch die Allgemeine Relativitätstheorie berechnet.
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Die anomale Abbremsung der Raumsonden Pioneer 10 und 11 wurde im
Abschnitt Periheldrehung des Merkur schon abgehandelt. Die Erklärung aus einem
kleinen Zusatzpotenzial, das mit 1/r2 absinkt, liefert den Wert Da = (8 ± 1) ´10-10 [m/s2], um den
es bei der NASA geht.
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Die Geodätische
Präzession und der Lense-Thirring Effekt
bestehen aus einer bestimmten Winkelauslenkung der Kreiselachse eines Kreisels,
der sich auf einer Orbitalbahn im kugelsymmetrischen Gravitationsfeld einer
Zentralmasse bewegt. Der Lense-Thirring Effekt tritt in der Theorie nur auf,
wenn sich die Zentralmasse zusätzlich auch noch selbst dreht. Die NASA hatte
zusammen mit der Stanford University im Jahre 2007 ein Weltraumexperiment
abgeschlossen, Gravity
Probe B genannt, das beide Effekte messen sollte. Aus mehreren Gründen war
die Messgenauigkeit jedoch nur ±0,1 Bogensekunden. Die NASA
und das Forscherteam der Stanford University arbeiten jedoch intensiv an einer
Reduktion des Fehlers. Die Geodätische Präzession beträgt laut Theorie etwa 6,6
Bogensekunden im Jahr, so dass bei ihrer Messung der Fehler keine große Rolle
spielte. Der Wert 6,6 wurde somit bestens bestätigt. Der Lense-Thirring Effekt
beträgt laut Theorie jedoch nur etwa 0,04 Bogensekunden und konnte bisher auf
Grund der gegenwärtigen Messfehler in diesem Experiment nicht wirklich
bestätigt werden.
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Der
Autor hatte vor dem Gravity-Probe-B-Experiment im Jahre 2006 nur mit den
Mitteln der Speziellen Relativität ebenfalls einen Wert der Geodätischen
Präzession berechnet, der fast Null war und sich inzwischen als falsch erwiesen hat. In einem zweiten
Anlauf im Jahre 2008 hat der Autor den Nulleffekt der speziellen Relativität
akzeptiert und sich auf die veränderten Membraneigenschaften im Gravitationstrichter
gestützt. So gelang es, den Wert des Gravity-Probe-B-Experiments zu berechnen,
und damit auch in diesem Falle die Übereinstimmung der Kosmischen
Membrantheorie mit der Allgemeinen Relativitätstheorie zu zeigen.

Die
Abbildung zeigt einen kugelförmigen Kreisel in zwei Bahnpositionen bei seinem
Umlauf um die Erde. In der Newtonschen Theorie behält ein frei fallender
Kreisel seine Spinachse bei, wenn kein Drehmoment auf ihn wirkt. Durch die
nahezu perfekte Kugelform der vier
Quarzkreisel im Gravity-Probe-B-Experiment ist ein gewöhnliches
Drehmoment ausgeschlossen. Trotzdem
dreht sich die Spinachse in der durch den kleinen roten Pfeil angegebenen
Richtung um 6,6 Bogensekunden pro Jahr. Als Ursache nennt die Membrantheorie
zwei Effekte. Der erste Effekt ist eine Verlangsamung jeder Bewegung im
Gravitationstrichter und wird in der Kosmischen Membrantheorie für die
Lichtwellen diskutiert. Die Anwendung auf Materiewellen, wie hier, benutzt
einen Analogieschluss. Man muss sich das so vorstellen, dass der der Erde
zugewandte Teil des Kreisels eine minimal geringere Umlaufgeschwindigkeit um
die Erde hat, als der der Erde abgewandte Teil. Dadurch kommt eine minimale
Drehung zustande. Die Berechnung des Effekts liefert jedoch einen etwas zu
großen Wert für die Präzession.
Dieses Zuviel wird durch den zweiten Effekt
aufgehoben. Die Ursache für den zweiten Effekt ist die Massenänderung im
Gravitationstrichter. Diese lässt sich aus dem Energiequadrat ableiten. Durch
die Kreiseldrehung, z.B. in Bahnposition 1, wird auf der dem Betrachter
zugewandten Seite Kreiselmasse von der Erde entfernt (kleiner weißer Pfeil).
Dabei verringert sich die Masse minimal. Der überschüssige Impuls wird an die
Membran abgegeben. Deren Reaktion ist eine Kraftwirkung auf die uns zugewandte
Kugelhälfte, und zwar in dieser Position entgegengesetzt zur Bahnbewegung
(pinkfarbener Pfeil). Da auf der Rückseite des Kreisel der umgekehrte Vorgang
stattfindet, entsteht ein Kräftepaar, das den oberen Teil des Kreisel zum
Betrachter hin kippen möchte. Die Richtung dieses Drehmoments stimmt mit dem
kleinen weißen Pfeil überein. Kreisel weichen einem Drehmoment jedoch seitlich
aus, so dass letztlich nach der Kreiseltheorie eine kleine Drehung
entgegengesetzt dem kleinen roten Pfeil ausgeführt wird. Diese kleine Drehung
korrigiert den zu großen Wert des ersten Effekts auf genau den Wert, den auch
de Sitter und nach ihm weitere Forscher aus der Allgemeinen Relativitätstheorie
abgeleitet haben, und der durch das Gravity-Probe-B-Experiment bestens
bestätigt wurde.
In Bahnposition 2 wird auf der sichtbaren
Seite Masse zur Erde hin bewegt (kleiner weißerPfeil) und damit mehr. Der
fehlende Impuls kommt aus der Membran und wirkt in Richtung der Bahnbewegung.
Das Drehmoment behält demnach seine Richtung auch in dieser Position bei.
Der Lense-Thirring Effekt
tritt in der Membrantheorie nicht in derselben Gestalt auf, wie in Einsteins
Theorie, da die Übertragung der Schwerkraft von Massenpunkt zu Massenpunkt
durch Gravitonen nicht angenommen wird.
Wohl aber ist ein ähnlicher Effekt der Raumverdrillung denkbar, d.h. dass die
sich drehende Erde die umgebende Membran etwas mitdreht, ähnlich wie ein Quirl
die Suppe mitdreht. Es gibt aber keinerlei Vorstellung des Autors zum Wert des
Effekts. Er nimmt an, dass der Raumdrillungseffekt, wenn überhaupt vorhanden,
weniger als die 0,04 Bogensekunden des Lense-Thirring Effekts beträgt.
Eine Stütze
für die Kosmische Membrantheorie ist die Dunkle Materie. Vera Rubin (*1928) und
andere Forscher entdeckten, dass sich die Sterne der meisten Galaxien viel zu
schnell um das Zentrum bewegen. Trägt man die Geschwindigkeit der Sterne über
dem Abstand r vom Zentrum auf, dann zeigen die meisten Galaxien eine fast ebene
Rotationskurve, d.h.
die Geschwindigkeit der Sterne, egal ob innen oder außen, beträgt ziemlich
genau 200 km/s. Im Sonnensystem dagegen bewegen sich die äußeren Planeten mit
viel geringerer Geschwindigkeit als die weit entfernten, und das ist gut so,
denn sonst würden sie wegfliegen. In den Galaxien ist das nicht so. Die
sichtbare Materie der Galaxien reicht jedoch bei weitem nicht aus, um mit ihrer
Gravitation den Zusammenhalt zu sichern. Sogenannte Dunkle Materie füllt
seitdem diese Lücke. In Galaxien werden 80 bis 90% dunkle Materie vermutet, in
Galaxiehaufen noch höhere Prozentzahlen. Physiker und Astronomen haben eine
ganze Reihe von Vermutungen geäußert, was die Dunkle Materie sein könnte, z.B.
braune Zwergsterne, schwere Neutrinos oder exotische Teilchen, sogenannte WIMPs.
Aus astronomischen Beobachtungen weiß man, dass die Dunkle Materie immer nur
gemeinsam mit gewöhnlicher Materie, d.h. mit Sternen oder Gaswolken, auftritt.
Dieses Phänomen hat den Autor bewogen, einen Membranmechanismus zu suchen, der
von der gewöhnlichen Materie ausgelöst wird und zu einer zusätzlichen
Vertiefung des Gravitationstrichters führt. Ausgangspunkt ist die angenommene
körnige Struktur des Membranstoffs. Er könnte aus winzigen torusförmigen Wirbeln bestehen. Sie stellen nebenbei auch
eine mögliche Grundlage einer Quantisierung des Raumes dar und könnten so zum
Bindeglied zwischen Quantentheorie und Gravitationstheorie werden. Steht die Membran senkrecht zum Ätherwind,
werden die Wirbel nicht beeinflusst. Der Ätherwind geht glatt hindurch.
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Ist die Membran geneigt wie in einem Gravitationstrichter,
können Kräfte auftreten, die die Membran verändern, z.B. verdichten. Solche
Veränderungen können einen zusätzlichen Widerstand erzeugen, d.h. den
Gravitationstrichter noch tiefer werden lassen. Sie können unter bestimmten
Bedingungen aber auch einen Auftrieb erzeugen, d.h. genau das Gegenteil
bewirken. Der Autor hat für radialsymmetrische Modelle (z.B. elliptische oder
sphärische Galaxien) eine gewöhnliche
Differentialgleichung der Raumkrümmung aufgestellt, die zur typischen
ebenen Rotationskurve führt. Die abfallende Kurve in der Graphik unten ist die
ohne Dunkle Materie zulässige Sterngeschwindigkeit in Abhängigkeit vom Abstand
r vom Zentrum.

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Spiralgalaxien
und ihre Babyform, die Balkengalaxien,
lassen sich nicht so einfach behandeln. Der Autor hat jedoch mit einem Raumgitter
die partielle
Differentialgleichung um eine Balkengalaxie numerisch gelöst und wieder
eine fast ebene Rotationskurve erhalten. Damit liefert die Kosmische
Membrantheorie ein diskussionswertes Modell zur Natur der Dunklen Materie: Dunkle Materie ist keine Materie im eigentlichen
Sinne, sondern ein Membraneffekt, der durch gewöhnliche baryonische Materie induziert
wird. Die Effekte der Dunklen Materie sind übrigens so
klein, dass sie sich bei der Planetenbewegung in unserem Sonnensystem nicht
bemerkbar machen.
Die beschleunigte
Expansion des Universums: Adam Riess and Mario Livio vom Space Telescope
Science Institute präsentierten im Jahre 2001 eine 11 Milliarden Lichtjahre
entfernte Supernova, die
im Hubble-Diagramm
nur halb so hell ist, wie sie gemäß ihrer Rotverschiebung sein sollte,
und damit viel weiter weg ist, als angenommen. Astronomen und Astrophysiker
diskutieren seitdem die These, dass sich die Expansion des Universums
beschleunigt. Der Autor ist hier anderer Meinung. Unser Kosmos expandiert seit
dem Urknall mit fast
gleichbleibender Geschwindigkeit. Die Eigenschaften der Membran und damit
physikalische Konstanten können sich jedoch im Laufe der Zeit ändern, so, wie
die Haut eines Luftballons beim
Aufblasen dünner wird. Die wichtigste Änderung ist die Erhöhung der
Lichtgeschwindigkeit mit steigender Membranspannung. So lässt sich tatsächlich
ein Szenario finden, bei dem entfernte Supernovas nur halb so hell sind, wie
man nach der Rotverschiebung des Lichts erwartet. In der Graphik Expansion des Universums sehen wir, dass
ein Objekt mit Rotverschiebung z=10 etwa zur Zeit T=0.1 nach dem Urknall sein
Licht ausgesandt hat. Das entspricht bei einem angenommenen Weltalter von 14
Milliarden Jahren etwa 1.4 Milliarden Jahre.

Expansion
des Universums
×
Der heutige Radius des Universums wurde hier R=1
gesetzt. Die Zeit T auf der Abszisse ist die Eigenzeit einer sich mit der
Membran bewegenden Uhr. Die Zeit t ist die eines ruhenden äußeren Beobachters
mit unserer heutigen Zeiteinteilung. Die blaue Kurve R(t) zeigt den Radius des
Universums über der Eigenzeit.
Da sich die ersten Sekunden Eigenzeit auf Grund der dicken und wenig gespannten
Membran kurz nach dem Urknall endlos dehnten, wuchs das Universum damals mit
fast unendlicher Geschwindigkeit. Das aber nur rechnerisch. Die grüne Kurve
zeigt die tatsächliche Expansion, wie sie ein äußerer Beobachter mit einer
heutigen Uhr gesehen hätte. Die Graphik erklärt aber auch die Inflation des
Kosmos, die Alan Guth
(*1947) vorgeschlagen hat, um die Einförmigkeit der kosmischen
Hintergrundstrahlung erklären zu können. Es war keine Inflation des Radius,
sondern ein Effekt der damaligen sehr kleinen Lichtgeschwindigkeit und des
damals sehr langsamen Verlaufs aller physikalischen Prozesse in der dicken
Suppe der noch jungen Membran.
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Das
wichtigste Ergebnis der Kosmischen Membrantheorie der Gravitation ist die
Ableitung des Gravitationsgesetzes, das sich automatisch bei einer
dreidimensionalen Membran im vierdimensionalen Hyperraum ergibt. Das
Membranmodell liefert darüber hinaus Ansätze für das Verständnis der Dunklen
Materie. Die angenommene körnige
Struktur des Membranstoffs stellt nebenbei auch eine mögliche Grundlage
einer Quantisierung des Raumes dar und könnten so zum Bindeglied zwischen
Quantentheorie und Gravitationstheorie werden.
Albert Einsteins Ergebnisse bleiben nahezu vollständig erhalten. Was
sich ändert, sind lediglich manche Sichtweisen.
Das Membranmodell kann aber auch anderen
Disziplinen der Physik und Technik neue Impulse verleihen. Bisher wurde
angenommen, dass sich z.B. die Elektronen seit Urzeiten um die Atomkerne
drehen, ohne Energie zu verlieren. Jetzt können wir beruhigt sein. Sie könnten
auch ihren Antrieb vom Ätherwind der Expansion bekommen, so, wie Fahnen im Wind
flattern. Es könnte auch ständig Materie neu entstehen, denn das Abbremsen der
Membran im Ätherwind muss große Energiemengen freisetzen. Die Membran selbst
hat verglichen mit der vorhandenen Materie eine so ungeheuere Masse, dass diese
Abbremsung sie fast nicht beeinflusst.
Äthermühlen sind denkbar, die irgendwann die
unerschöpfliche Bewegungsenergie der Membran zur Erzeugung elektrischer Energie
nutzen, oder Äthersegel, die Raumschiffe der Menschheit auf
Lichtgeschwindigkeit beschleunigen.
Eine Gefahr sollte man nicht verschweigen.
Der ständig größer werdende Ballon, unser Kosmos, könnte eines Tages reißen und
damit nicht nur die Menschheit, sondern unser gesamtes Universum beenden. Kann Bruce Willis das Debakel
nicht verhindern, dann bleibt uns immerhin die Hoffnung, dass es noch viele Paralleluniversen
gibt.
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Ich
danke Burkhardt Seifert, Zürich, für seine Ratschläge und sein Interesse an
dieser Materie, und ich danke Jeffrey O’Callaghan
für sein unbeirrbares Festhalten an der vierten Raumdimension.