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Schüler als Komponisten
Donaueschinger Fürstenberg-Gymnasiasten arbeiten für das Konzertprojekt
"Klangvisionen"

Die Jungkomponisten des Fürstenberg-Gymnasiums in Donaueschingen trafen sich mit ihrem Musiklehrer Christian Feierabend (Dritter von links) und dem Komponisten Helmut Lachenmann (rechts) im Freiburger Konzerthaus.
Foto: Horst Fischer
DONAUESCHINGEN (hofi). Ungewöhnliche Erfahrungen machen derzeit Schüler aus Musikkursen des Fürstenberg-Gymnasiums. Sie betätigen sich als Komponisten und arbeiten damit für das Konzertprojekt "Klangvisionen" des SWR-Sinfonieorchesters.
Großes kommt auf zehn Schülerinnen und Schüler aus Musikkursen des Fürstenberg-Gymnasiums zu. Unter der Anleitung ihres Musiklehrers Christian Feierabend erarbeiten sie für das Konzertprojekt "Klangvisionen" des SWR-Sinfonieorchesters eine eigene Komposition. Diese wird eine Auseinandersetzung mit dem Orchesterwerk "Double (Grido II)" des Komponisten Helmut Lachenmann sein.
Ein erstes Treffen mit Sylvain Cambreling, Chefdirigent des SWR-Sinfonieorchesters, hat während der Donaueschinger Musiktage bereits stattgefunden. Und jüngst gab es das erste Arbeitstreffen in Freiburg. Die Donaueschinger Jungkomponisten verbrachten mit ihrem Musiklehrer Christian Feierabend zwei spannende Seminar- und Workshoptage im Konzerthaus.
Für ihre Komposition steht den Schülern der gesamte Streicherapparat des Sinfonieorchesters zur Verfügung. In den Workshops erläuterten die Musiker den Schülern die Möglichkeiten sowie die Grenzen ihrer Instrumente.
Im Arbeitstreffen mit Chefdirigent Cambreling stellten vier Schülergruppen aus Donaueschingen, Friedrichshafen, Kaiserslautern und Freiburg ihre Konzepte für das Konzertprojekt "Klangvisionen" vor. Dabei ging es recht lebhaft zu, denn Cambreling stellte sich allen Fragen, die mit der Aufführung Neuer Musik, auch mit durchaus kritischen und problematischen Aspekten, zusammenhängen.
Es wurde nach der Machbarkeit, den Grenzen der Zumutbarkeit für Dirigent und die Musiker gefragt. Für Cambreling steht außer Frage, dass das wichtigste Kriterium die Frage nach der Sinnhaftigkeit auch noch so ungewöhnlicher Einfälle der Komponisten ist. Es kommt ihm darauf an, dass alle beteiligten Gruppen – Komponist, Musiker und Zuhörer – Spaß haben. Bloße Diskussionen und Streit sind für ihn Zeichen gestörter Kommunikation zwischen den Beteiligten.
Manuel Martin übernahm die schwierige Aufgabe, das Donaueschinger Projekt vorzustellen, das unter dem Titel "Entwicklung – Zerfall" erarbeitet wird. Dabei geht es um die Entstehung von Harmonie und deren mögliche Zerstörung. Cambreling konnte den Donaueschinger Schülern wertvolle konstruktive Kritik für ihr weiteres Vorgehen mit nach Hause geben. "Viel Mut, viel Arbeit" waren seine aufmunternden Worte zum Abschied.
Helmut Lachenmann gewährte anschaulich Einblicke in sein Werk, sein Schaffen und seine Vorgehensweise beim Komponieren. Für die jungen Kollegen waren es wichtige Impulse für ihre Arbeit am Projekt "Klangvisionen".
Aufführung: Die Schülerkomposition der Fürstenberg-Gymnasiasten wird am 26. Mai 2011 im Strawinsky-Saal der Donauhallen aufgeführt. Den Rahmen bildet das Konzert "Klangvisionen" des SWR-Sinfonieorchesters unter der Leitung von Sylvain Cambreling mit Werken von Beethoven, Debussy und Lachenmann.
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