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SK 14.11.08
Lesermeinung

SCHULEN
„Bürger wird allein gelassen“ 

Zur Müllproblematik rund um das Fürstenberg-Gymnasium hat uns folgender Leserbrief erreicht:
Wer in der unmittelbaren Nähe eines Schulgeländes wohnt, wird mit der
nachfolgenden Problematik mit Sicherheit vertraut sein. Ich spreche zwar nur aus meiner Erfahrung mit  dem Fürstenberg-Gymnasium Donaueschingen, aber aus Gesprächen mit Mitbürgern konnte ich erfahren, dass es an anderen Schulen genauso,
beziehungsweise noch schlimmer aussieht. Im Umkreis von 200 Metern
um das besagte Schulgelände kämpft man das ganze Jahr gegen Müll und Kippen. Wer durch die angrenzenden Straßen läuft, hegt schnell den Verdacht, dass hier nicht ganz so ordentliche Bürger wohnen, doch weit gefehlt. Es ist die vermeintliche Elite von Morgen, die diesen Missstand Tag für Tag produziert. Als ob es nicht schon schlimm genug wäre, dass 15-bis 18-Jährige fleißig in jeder Pause an der Erhöhung ihres Krebsrisikos arbeiten, tun sie dies durch das Rauchverbot an ihrer
Schule ausweichenderweise auch noch in den angrenzenden Straßen. Wenn dann das eigene Grundstück weder durch Zaun und Hund geschützt ist, sieht es innerhalb von zwei Wochen aus, als hätte man den eigenen Hausmüll freimütig im Gelände verteilt, anstatt ihn in der Tonne zu entsorgen. Leserbriefe geben die Meinung der Einsender
wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zum Kürzen von Leserbriefen vor. Leider hat man durch die eigene Berufstätigkeit nicht die Chance, die Übeltäter inflagranti zu erwischen und muss sich mit der Schulleitung und dem Ordnungsamt zufrieden
geben. Doch auch diese Bemühungen bleiben erfolglos, da sich die Schulleitung nicht dafür zuständig fühlt (Obwohl es den Schülern allein schon aus Versicherungsgründen eindeutig untersagt ist, dass Schulgelände zu verlassen) und das Ordnungsamt sich anscheinend nur sporadisch dazu verpflichtet fühlt, für Ordnung zu sorgen. So sieht man sich als Bürger schnell allein gelassen und räumt jeden Samstag brav den Müll der Schüler weg, nur um am Montagnachmittag schon wieder über die ersten Hinterlassenschaften der Schüler zu stolpern. Trifft man diese netten jungen Menschen dann doch einmal auf seinem Grundstück an, sucht man als verantwortungsbewusster Mitbürger zwar
den Dialog, bekommt seine Bemühungen aber lediglich mit Ingnoranz quittiert. Was will man da noch machen? Da lob ich mir doch das Wochenende und die Ferienzeit, denn da verwüsten die Schüler bei ihren abendlichen Trinkgelagen nämlich das eigene Schulgelände. Das nenne ich dann ausgleichende Gerechtigkeit.

Tino Kluge
Donaueschingen,
Schillerstraße 15


SK 18-11-00


Raucherecke verlegt

Fürstenberg-Gymnasium reagiert auf Müllproblematik

Donaueschingen – Diesen Ärger können alle Hausbesitzer nachvollziehen:
Da bemüht man sich nach Kräften,  sein eigenes Grundstück sauber zu halten, und dann vermüllen es Jugendliche mit Kippen, Zigarettenschachteln und sonstigem Unrat. Tino Kluge aus der Schillerstraße 15 hat seiner Empörung über die Zustände rund
um das Fürstenberg-Gymnasium in der vergangenen Freitagausgabe des SÜDKURIER Luft gemacht.
Darauf hat jetzt Bertold Böhm reagiert:
Der Rektor des Fürstenberg-Gymnasiums weißt darauf hin, dass die Schule in der Vergangenheit eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt habe, um die Müllproblematik in den Griff zu bekommen. So sei die Raucherecke während der großen Pause weg von den Anwohnern gelegt worden, Lehrerkollegen und Mitarbeiter des Ordnungsamts unternähmen Kontrollgänge, und Schüler seien auch direkt angesprochen worden.
Wichtig ist es dem Schulleiter zu betonen dass Schüler, zum Beispiel wenn sie 18 Jahre alt sind oder eine ausdrückliche Erlaubnis der Eltern dafür haben, während der Mittagspause das Schulgelände verlassen dürfen.
Außerdem könne die Schule nicht einschreiten, wenn die Schüler auf dem
Schulweg ihre Zigarette rauchen. 

Zudem dürfe man die Schüler des Fürstenberg- Gymnasiums nicht als Hauptverantwortliche für die nächtlichen Trinkgelage auf dem Schulhof bezeichnen. Nach der Erfahrung von Böhm seien es Personen aus den verschiedensten Bevölkerungsschichten und Altersstufen, die den Schulhof am Wochenende mit Müll und Glasscheiben übersäen. 


Dokumentation aus dem Südkurier  >November 2008<      Lokalausgabe Donaueschingen

Hinweis:
An dieser Stelle veröffentlichen wir Presseberichte die sich mit unserer Schule befassen. Für die jeweiligen Inhalte sind wir nicht verantwortlich, auch geben diese nicht unbedingt unsere Meinung wieder.
Die Veröffentlichung des Artikels geschieht mit freundlicher Genehmigung des Südkurier.

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