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Die fünf Renner in der Schul-Kantine

Und: Wie läuft’s eigentlich in der FG-Mensa? 
Ein Gespräch mit dem Betreiber, Caterer Wolfgang Zimmermann



Von Steffen Maier
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Donaueschingen. Das Thema Schul-Mensa war zuletzt in aller Munde. Einer kam dabei wenig zu Wort: Wolfgang Zimmermann, als Caterer verantwortlich für den Speiseplan der Schüler. Im Gespräch mit  unserer Zeitung stellt er die beliebtesten Essen vor
– und beschreibt, was sich seit den Osterferien geändert hat.
Zunächst einmal die berühmte Liste: Was essen die Schüler in der FG-Mensa am liebsten? Es sind, wie sich zeigt, Gerichte sowohl mit als auch ohne Fleisch: Auf Platz eins liegen die in Deutschland allgemein so beliebten Spaghetti Bolognese, Platz zwei belegen Kartoffelpuffer mit Apfelmus, Kässpätzle kommen auf Platz drei, das beliebteste Kantinengericht überhaupt – die Currywurst – schafft es auf Platz vier
und immerhin noch Platz fünf erreicht das panierte Schnitzel. Diese Liste zu erstellen war für Wolfgang Zimmermann, Betreiber des Caterings-Services Tellerrand aus Villingen, ganz einfach. Ganz schwer dagegen fällt es ihm zu erklären, warum es in der FG-Mensa zuletzt nicht so lief, wie sich das er selbst und die Schule vorgestellt
haben. Immer weniger Gymnasiasten kamen zum Essen, einige klagten darüber,
dass das, was auf die Teller kommt, nicht schmecke. Auffallend sei, so Zimmermann,
dass es diese Klage über das Essen vor allem an Gymnasien gebe. An anderen Schulen
oder auch Unternehmen – im Städtedreieck beliefert er außerdem noch die Eichendorff- und die Realschule, den Kindergarten Pfiffikus und den Städtischen Kindergarten Bräunlingen sowie die Sparkasse – habe er solche Beschwerden über die jeden Tag  frisch zubereiteten Essen in einer  derart massiven Form nie  gehört.  Vielleicht, vermutet er,  ist es für Gymnasiasten – oftmals  also für junge Erwachsene  – einfach »uncool«, in der  Schule zu essen.

Vielleicht, überlegt Zimmermann  weiter, liegt die gefühlte  Unbeliebtheit der Mensa  bei den FG'lern auch daran, dass  die Kantine noch nicht als Teil  der Schule, als »unsere Mensa «, aufgefasst wird, und dass der Raum mit seiner recht eintönigen
Gestaltung ganz einfach wenig einladend sei: Die pure Essenslust jedenfalls werde
hier nicht gerade vermittelt. Von der Essenslust kommt Zimmermann dann auf die
Esskultur: Die könnte seiner Ansicht nach in Deutschland generell noch weiteren Feinschliff vertragen. Und das fange eben in der Schule, in der Mensa, mit den einfachsten Dingen an: Dass man Messer und Gabel benutzt, dass man
mit dem Aufstehen wartet, bis der Nebenmann fertig ist, dass man keinen Müll liegen lässt. In dieser Hinsicht könne sich das FG noch einiges abschauen – zum Beispiel von der Eichendorffschule,  wo der Mensagang laut Zimmermann vorbildlich verlaufe.
Immerhin: Seitdem nach den Osterferien einige Änderungen  Einzug gehalten haben,  kommen zum Schul-Mittagstisch  auch wieder mehr Gymnasiasten.  Sie können jetzt neben  den beiden Hauptgerichten  – eines mit Fleisch, das  andere vegetarisch – auch vergleichsweise kleine Gerichte zum Preis von zwei Euro zu sich nehmen: Nudeln mit Sauce, Flädlesuppe, Chicken-Nuggets.  Für das Essen muss man sich jetzt auch nicht mehr eine   Woche im voraus anmelden: Wer Hunger und Lust hat, kann einfach kommen. Schauten vor den Osterferien an manchen Tagen nur zehn FG-Esser herein, so kommen jetzt wieder täglich rund 70, sagt Zimmermann. Das ist ein kleiner Aufschwung. Hört man Wolfgang Zimmermann zu, ist aber noch viel mehr nötig als kleine Änderungen auf dem Essensplan, damit die Schüler die Mensa wirklich als »ihr Ding« ansehen.

Dokumentation aus dem Schwarzwälder Boten / Lokalredaktion Donaueschingen  
 Datum:  23-4-2008

Hinweis:
An dieser Stelle veröffentlichen wir Presseberichte die sich mit unserer Schule befassen.
 Für die jeweiligen Inhalte sind wir nicht verantwortlich, auch geben diese nicht unbedingt unsere Meinung wieder.
Die Veröffentlichung des Artikels geschieht mit freundlicher Genehmigung des Schwarzwälder Boten.

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