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Mehr Doppelstunden am Fürstenberg-Gymnasium 

Neue Tagesstruktur als Reaktion auf höhere Stundenzahlen im „G 8“


Zum nächsten Schuljahr wird sich am Fürstenberg-Gymnasium die Gestaltung des Schultages ändern: es wird in drei Blöcken zu je 95 Minuten unterrichtet; diese werden von zwei größeren Pausen unterbrochen; innerhalb der Blöcke können entweder zwei Einzelstunden oder eine Doppelstunde liegen. Auch der Nachmittagsunterricht findet in Blöcken von zwei Doppelstunden statt, dazwischen liegt eine kleine Pause.

Eine Arbeitsgruppe aus Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften hat unter Leitung von OStR’in Beate Moser eine neue Tagesstruktur erarbeitet. Diese soll die Belastungen, die durch die längeren Schultage entstanden sind, kompensieren und die methodische Weiterentwicklung des Unterrichtes fortführen. Dabei wurden die Ergebnisse der schulinternen Umfrage über die Veränderungen berücksichtigt, die das „G 8“ für Schülerinnen und Schüler mit sich brachte. Wie diese Studie zeigt, sind die Noten in „G 8“ nicht schlechter, nicht mehr Gymnasiasten verlassen ihre Schule und nicht weniger Kinder als im neunjährigen Bildungsgang sind in einem Verein aktiv. Die Untersuchung stellt das Bild der Belastungen im „G 8“ sehr differenziert dar und lieferte Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten, die im Rahmen der Schulentwicklung mit allen am Schulleben Beteiligten angegangen werden. Ein erster Schritt ist nun die Einführung eines neuen Stundenrasters und von vermehrten Doppelstunden zum kommenden Schuljahr. 
Die Doppelstunden bieten weitere Möglichkeiten eines methodisch variablen und schülerzentrierten Unterrichts. Ein längerer Unterrichtsblock lässt kreative und handlungsorientierte Methoden zu, die mehr Zeit in Anspruch nehmen, und gewährt mehr Raum für experimentelles Arbeiten in den Naturwissenschaften. Die in der Grundschule erarbeiteten Kenntnisse und Fähigkeiten besonders im Bereich des Methodenlernens und des selbstorganisierten Arbeitens können fortgeführt werden. Daneben steht genügend Zeit für längere Klassenarbeiten zur Verfügung. Seltenere Raumwechsel können mehr Ruhe ins Schulgebäude bringen. Weiterhin werden einige Fächer (auch) in Einzelstunden unterrichtet, um nicht zu größere zeitliche Abstände zwischen den Fachstunden entstehen zu lassen. Denn die Wochenstundenzahl jedes Faches gleich bleibt. Vor allem in Fächern, in denen es auf regelmäßiges konstantes Üben in kleineren Portionen ankommt, und in Fächern, die zweistündig pro Woche unterrichtet werden, sind Einzelstunden sinnvoll. Deshalb wäre eine komplette Umstellung des Stundenplans auf Doppelstunden keine optimale Lösung.
Insgesamt gesehen haben die Schülerinnen und Schüler aber weniger Fächer an einem Schultag, auf die sie sich besser konzentrieren können. Folglich tragen sie dann auch weniger Material im Ranzen. 
In einem intensiven Austausch wurde mithin eine Stundenaufteilung gefunden, die dem Ziel eines inhaltlich qualitativ hochwertigen Unterrichtes bei gleichzeitiger Entlastung der Kinder und Jugendlichen möglichst nahe kommt. Auf diese Weise wurde eine intelligente Lösung entwickelt, die auf das Fürstenberg-Gymnasium und seine Anforderungen zugeschnitten ist. Die Vorteile des jetzigen Systems werden mit der Einrichtung vermehrter Doppelstunden kombiniert. Dadurch wird ein Unterricht auf hohem Niveau garantiert und die Schülerinnen und Schüler werden optimal auf ihre weitere Ausbildung vorbereitet. Mit diesen eingeleiteten Maßnahmen liegt das Fürstenberg-Gymnasium auf der Linie der „Qualitätsoffensive Gymnasium“, die von Kultusminister Helmut Rau vorgestellt wurde.
 
Sr

 
 Datum:  1.7.2008

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