|
Bürgerstiftung fördert Forscher
von Jürgen Müller
Seit Jahren heimsen sie einen Preis nach dem anderen ein und sind jetzt sogar bis zur Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgedrungen - die Nachwuchsforscher vom Fürstenberg-Gymnasium. Ob der jüngsten Erfolge auf Bundesebene ist auch die Bürgerstiftung Donaueschingen aufmerksam geworden und unterstützt das NW-Team jetzt mit 1000 Euro. "Wir brauchen solche Leute für die Zukunft", so die Vorsitzende Alexandra Laufer.

Die Vorsitzende der Bürgerstiftung Alexandra Laufer (Mitte) überreichte Lehrer
Mario Mosbacher die Förderurkunde.
Foto: Jürgen Müller
"Die Bürgerstiftung will damit auch ein Zeichen setzten, die Elite zu fördern", betont Laufer. "Wir sehen bei den Kindern und Jugendlichen, die sich an solchen Projekten beteiligen und dies auch noch freiwillig tun, ein großes Potential." Im SÜDKURIER haben die Stiftungsmitglieder vom jüngsten Erfolg der Schüler beim Bundesfinale von "Jugend forscht" gelesen - überzeugt von der Sache hat sie letztlich ein begeisternder Vortrag von Mario Mosbacher, der "voll hinter seinen Nachwuchswissenschaftlern stehe". In einem ersten Schritt überreichte die Vorsitzende eine Förderurkunde mit 1000 Euro. In den beiden nächsten Jahren sollen jeweils noch einmal 500 Euro an das NW-Team fließen.
"Mit dem Geld können wir gut planen", so Mosbacher. "Einige Experimente sind vom Aufwand her doch sehr teuer." Neben den festen und projektgebundenen Sponsoren sprudelt für die Schüler jetzt noch eine weitere Förderquelle. So soll konkret demnächst ein Gerät in Angriff genommen werden, mit dem Blitze erzeugt werden können. "Dazu brauchen wir ein zwei Meter langes Kunststoffrohr, das mit hochwertigem Draht umwickelt wird", erklärt Mosbacher. Mit dem so genannten "Tessler-Generator" können dann Untersuchungen über die Physik der Blitze gemacht werden. "Natürlich bringen die Schüler dabei auch ganz neue Ideen ein." Stolz auf seine Nachwuchswissenschaftler ist natürlich auch Schulleiter Bertold Böhm: "Es ist ganz toll wie die Schüler und Lehrer sich hier engagieren."
"Freiwilliges" Forschen hat am Fürstenberg-Gymnasium schon Tradition. Immer mehr Schüler und auch immer mehr Mädchen begeistern sich in ihrer Freizeit für naturwissenschaftliche Untersuchungen mit fast schon professionellem Hintergrund. Sie lassen "Kekse knacken" und "Wassertropfen auf dem Nanotrampolin hüpfen" - und alles ohne Zwang, "weil forschen halt Spaß macht", versichert der federführende Lehrer Mario Mosbacher. Zusammen mit den Kollegen Andrea Bleile, Ulrich Wachter, Egon Jehle und Dominik Laufer betreut er momentan rund 50 Schüler.
"Wir stellen damit ein Drittel der Teilnehmer aus den Gymnasien in ganz Südbaden", so Mosbacher stolz. Und nicht nur das - die größte Forscherschule Baden-Württembergs glänzt regelmäßig durch Qualität und große Erfolge auf Landes- und Bundesebene. Schon jetzt zeichnet sich ein weiterer Aufwärtstrend ab. Für das Ganztagesangebot im neuen Schuljahr haben sich für das "NW-Team" der Begabten-Arbeitsgemeinschaft bereits 88 Mädchen und Jungen freiwillig gemeldet - angespornt von den Erfolgen ihrer Mitschüler. "Es werden immer mehr", freut sich Böhm.
|