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Fürstenberg-Gymnasiasten nehmen genetischen Fingerabdruck
Experimente im Bio-Labor
Der „genetische Fingerabdruck“ ist für Schüler des Fürstenberg-Gymnasiums
nicht mehr nur ein Schlagwort aus der Tatort-Serie: Sie machten
gestern ein Praktikum im „Bio Lab“ und wissen nun, wie man mit
Hilfe der DNA-Analyse Täter überführen kann.

Speichelproben
und Zellen der Mundschleimhaut sind das Material für den
„genetischen Fingerabdruck“, mit dem gestern Schülerinnen
und Schüler am
Fürstenberg-Gymnasium praktisch experimentierten.
Projektleiter Andreas
Horschinek (rechts) zeigte, wie es geht.
Die Arbeit im Labor
ist offensichtlich spannender als viele Stunden theoretischer Vorträge
im Unterricht. So waren gestern Nachmittag rund 20 Schüler der Klassen
zwölf und 13, angeleitet vom wissenschaftlichen Projektleiter Andreas
Horschinek und der Diplom-Biologin Stephanie Würfl, mit Begeisterung bei
der Sache. Das „Rollende Labor“, das im Auftrag des Landes Baden-Württemberg
seit 2003 unterwegs ist und
rund 500 Schulen besucht hat, machte die Donaueschinger Schüler mit
biotechnischen Methoden und Arbeitsweisen vertraut.
Weiße Kittel, grüne Handschuhe, eine Schutzbrille vor dem Gesicht, mit
Pipette und Reagenzgläsern ausgerüstet, gehen die angehenden Biotechniker
mit Tupfern ans Werk, um im „Mordfall Anna K.“ den mutmaßlichen
Täter zu ermitteln. Aus dem
Mund ihrer Klassenkameraden nehmen sie Mundschleimhaut ab und lösen
in einem speziellen Verfahren die Zellmembran auf, um an die
DNA-Proben
heranzukommen. Am Ende bleibt nur noch ein Wassertropfen übrig,
in dem die gesamte genetische Information ihres Klassenkameraden in
unsichtbarer Form enthalten ist.
Durch die aufwändige Technik des Labors ist es möglich, den genetischen
Fingerabdruck sichtbar zu machen und ihn wie einen Strichcode Supermarkt
zu entschlüsseln.
am Ende aus drei Verdächtigen Täter ermittelt und der Tathergang rekonstruiert.
Dörthe Bechmann, Biologie-Lehrerin am Gymnasium, freut den Besuch des großen
„Die Arbeit in der Praxis Schüler“. Seit einem halben die Lehrerin die Abiturienten
Molekulargenetik unterrichtet, allem in den theoretischen „Hier ist entscheidend,
Wissen ausprobieren und umsetzen können.“

Sie wissen bereits, dass sie Biotechnologie studieren wollen: Die Schülerinnen
Simone Scheier und Claudia Schwarz (hinten von links). Stephanie Würfl und
Biologie-Lehrerin Dörthe Bechmann (rechts) geben Hilfestellung beim Experimentieren.
B I L D E R : B E AT H A LT E R
Experimente im Bio-Labor
Der „genetische Fingerabdruck“ ist für Schüler des Fürstenberg-Gymnasiums
nicht mehr nur ein Schlagwort aus der Tatort-Serie: Sie machten
gestern ein Praktikum im „Bio Lab“ und wissen nun, wie man mit
Hilfe der DNA-Analyse Täter überführen kann.
VON
MANFRED BEATHALTER
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