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Mit 1, 2 oder 3 zum Turbo-Abitur
VON VANESSA HÜBNER
Die Zeiten, als bei den Abi-Streichen durch mehr oder weniger gelungene Streiche der Schulbetrieb lahmgelegt wurde, sind längst vorbei. Kreativität ist seit den 1990-er Jahren gefragt. Und zu den kreativen Nummern zählt auch der jüngste Streich am Fürstenberg-Gymnasium, gestern in der Baarsporthalle, als die Abiturienten Michael Schanzes Kindersendung "1, 2 oder 3" aufleben ließen.

Viel Spaß hatten über 1000 Schüler und 80 Lehrer gestern beim Abi-Streich. Die Schüler ließen dabei die alte Kinderquizsendung "1, 2 oder 3" in der Baarsporthalle
aufleben.
Bilder: Kern
Donaueschingen - Mit viel Organisationsaufwand und einer Top-Geheimhaltung ist der diesjährige Abi-Streich beim Schülern und Lehrern gleichermaßen gut angekommen. Zur großen Überraschung aller lotsten die 87 Abitursanwärter, die nun kurz vor ihren mündlichen Prüfungen stehen, Lehrer und Mitschüler in die Sporthalle. Zum Abschluss ihrer schulischen Laufbahn brachte das Abi-Streich-Team für die rund 1120 Schüler und 80 Lehrer die Kindersendung "1, 2 oder-3" mit Live-Acts und Fragen rund um das Gymnasium auf die Bühne.
Drei Teams, bestehend aus jeweils drei Lehrern, drei Abiturienten und drei jahrgangsübergreifenden Schülern, hüpften und sprangen bei Dance-Musik zu jeder Frage fröhlich auf den drei Feldern umher, um bei richtiger Antwort Tennisbälle für ihre Mannschaften zu sammeln. Was bei einer TV-Sendung auch nicht fehlen darf, ist die Werbung: im Voraus wurden Szenen gedreht, in denen verschiedene Schüler Werbung improvisierten und im Zuschauerblock für schmunzelnde Gesichter sorgten.

Führten durchs Programm: Oliver Weißhaupt und Anne Hartl.
Von der Schülerseite aus, gab es nur gute Noten für den Streich, denn die Show bot Spaß und Spannung. Ein Spaßfaktor war auch Direktor Berthold Böhm. Seit nunmehr fast einem Jahr im Amt, wurde Böhm ins Programm einbezogen: Der Basketball-Fan musste sein Talent beim Fußball beweisen und auf eine Torwand schießen. Er erledigte die Aufgabe mit Bravour.
Ebenfalls mussten sich Lehrer gegen Schüler in Liegestützen und Mathematikaufgaben schlagen. Staunen und Applaus erhielten die Schüler bei der Schätzfrage: Wie viele Schüler passen in einen VW Käfer. Die Kfz-Papiere sagen maximal fünf, den Ratenden gab man aber 13, 14 oder gar 15 Personen vor. Mit viel Verbiegungstalent verschwanden tatsächlich 15 Leute in Fahrgast- und Kofferraum.

Wie viele Schüler passen in einen alten VW Käfer? Wer auf 15 tippte, lag richtig. Einer passte allerdings nur noch in den Kofferraum unter die Fronthaube.
Durch spontan lockere Sprüche der beiden Abiturienten Oliver Weißhaupt und Anne Hartl wurde das Programm witzig aufgelockert. Kurzweilig war es allemal und natürlich lässt es jedes Schüler- und vielleicht auch Lehrerherz höher
schlagen, wenn der Unterricht durch ein solches Programm auch mal ausfällt.
Und für die Abiturienten stellte der Streich gestern eine gelungene Abwechslung zum Lernstress dar, stehen doch schon am 18. und 19. Juni die mündlichen Prüfungen fürs Abitur an.
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