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"Turbo-Abi" besser als erwartet

VON CLAUDIA CHRIST

Vor der Einführung des acht- statt neunjährigen Gymnasiums (G8) waren die Befürchtungen von Eltern und Kindern groß. Das Fürstenberg-Gymnasium war Pionier ab 2002/2003. Heute sind die damaligen "Versuchskaninchen" in Klasse 8 - und die Erfahrungen nach vier Jahren überraschen: Schüler, Lehrer und Schule scheinen besser als erwartet klar zu kommen, die Durchfaller-Rate sei nicht gestiegen, so Schulleiter Rudolf Strasser
Auch "G8-Büffeln" kann Spaß machen: Die Sorgen vor der Einführung der verkürzten Abi-Laufbahn haben sich in Donaueschingen nicht bestätigt, die bisherigen Erfahrungen sind überraschend gut.

Donaueschingen - "Die Befürchtungen haben sich bei uns nicht bestätigt", sagt Strasser zufrieden. Im Gegenteil. Überraschenderweise sei die Quote der Schulabbrecher im Vergleich zum neunjährigen Gymnasium unverändert geblieben. Die Anmeldungen nähmen zu, es herrsche eine gute Atmosphäre. In einer Umfrage bei Schülern und Lehrern im Schuljahr 2005/2006 - Initiative der Eltern - schnitt G8 besser ab als erwartet.

Ein Jahr vor Einführung des G8 (2001/2002) wechselten 28,6 Prozent der Grundschüler zum Fürstenberg-Gymnasium, im Jahr darauf nur noch 26,8 Prozent - ein G8-Angstknick? Danach stiegen die Anmeldungen bis auf 32 Prozent im aktuellen Schuljahr; Vorbehalte scheinen überwunden.

Das Fürstenberg-Gymnasium suche den ständigen Kontakt zu den Eltern, "die Ängste der Eltern können durch den dauernden Dialog mit uns aufgehoben werden", so Strasser über den Meinungsaustausch zwischen Eltern und Schule. Es fänden Infoabende statt, und die Schule biete Abende an, um mit den Eltern zu diskutieren.

Da die Belastung für die Schüler des "Turbo-Abi" größer ist und damit der Leistungsdruck drastischer wird, muss die Schule die Kinder unterstützen. In so genannten Poolstunden mit den Klassenlehrern erhalten die Schüler methodisches Training. In Problemfächern habe die Schule mit Fördermaßnahmen reagiert.

Hinzu komme ab Juli das Pilotprojekt Nachmittagsbetreuung (wir berichteten) als stützende Säule für die Schüler. Das zweite Projekt zur strukturierten Unterstützung der Kinder wäre dann die echte Ganztagsschule, wo aber laut Strasser die Genehmigung noch ausstehe.

Geändert hat sich durch G8 das Unterrichtsklima. Der Unterricht beruht auf Standards, die nach einer bestimmten Klasse erreicht sein müssen. Bei so genannten Vergleichsarbeiten werden diese überprüft. "Unsere Schüler haben sehr gut abgeschnitten und übertrafen unsere Erwartungen", berichtet Strasser zufrieden.

Besonderen Druck im Nacken haben die Schüler des letzten G9-Jahrgangs. Bleiben sie sitzen, müssen sie meist an eine "Nicht-Turbo-Schule" wechseln. Von G9 zu G8 bestehe ein zu großer Unterschied, so Strasser. Trotzdem versuchen in diesem Schuljahr einige Achtklässler das Wiederholen in der "Turbo-Klasse" trotz Warnung.


Dokumentation aus dem Südkurier  > 23-1-2007 <      Lokalausgabe Donaueschingen

Hinweis:
An dieser Stelle veröffentlichen wir Presseberichte die sich mit unserer Schule befassen. Für die jeweiligen Inhalte sind wir nicht verantwortlich, auch geben diese nicht unbedingt unsere Meinung wieder.
Die Veröffentlichung des Artikels geschieht mit freundlicher Genehmigung des Südkurier.

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