Diesmal steckt weit mehr als Abenteuerlust dahinter
Verónica Schmidt-Cotta (Abi '07 am
Fürstenberg-Gymnasium) zieht es nach Auslandsjahr in Thailand als Entwicklungshelferin nach Nicaragua
Von Hannah Landen
Nach ihrer Zeit in Thailand zieht
es
Verónica Schmidt-Cotta
nun nach Nicaragua als Entwicklungshelferin.
Foto: Landen
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Am Montagmorgen brach Verónica
Schmidt-Cotta nach Mexiko auf, um von dort einen Monat lang mit dem Bus bis nach
Nicaragua zu reisen, wo sie für ein Jahr als Entwicklungshelferin
tätig sein wird.
Bereits im Schuljahr 2004/2005 verließ sie Deutschland für ein Auslandsschuljahr in
der elften Klasse. In Thailand lernte sie ein neues Leben, eine
neue Sprache und eine neue Kultur kennen und lieben. Im Laufe des Jahres machte sie
dann Bekanntschaft mit dem Gründer ihres Projektes namens
»Isla de Ometepe«, einem Projekt, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Jugendlichen
in Nicaragua den Weg aus der Armut zu weisen und für eine gute Ausbildung zu
sorgen.
Wo sie damals noch die Abenteuerlust packte, reist sie nun als Entwicklungshelferin
zu einer Insel im Nicaraguasee, in das zweitärmste Land Mittelamerikas. »Ich möchte
mich dort engagieren, weil ich glaube, dass es wichtig ist,
selbst Verantwortung für die Welt zu übernehmen«, begründet
die Abiturientin des Fürstenberg- Gymnasiums ihren Entschluss.
Zu ihren Aufgaben wird die Verwaltung vor Ort sowie die Dokumentation des Projekts
gehören, um eine Verbindung zu Deutschland herzustellen.
Zudem wird sie beim Aufbau weiterer Schulen helfen und die Familienplanung der Jugendlichen
betreuen. Für sie selbst ist es wie »in ein Stückchen Heimat wiederzukehren
«, ihre Mutter ist Mexikanerin und so ist sie auch mit der
spanischen Sprache bestens vertraut.
Bevor sie in den Bus Richtung Mittelamerika steigt, wird sie ihrer Familie in Mexiko
einen Besuch abstatten und nach einem Monat dann in das neue Abenteuer aufbrechen.
»Besonders interessiert mich die politische Situation Mittelamerikas
«, die sie durch ihre Arbeit hofft besser verstehen zu können. Doch dies ist nicht
der einzige Grund, nach ihrem Jahr in Nicaragua hofft sie auf
ein Studium der Politikwissenschaft.
Kürzlich verabschiedete sie sich mit einem Fest von ihren Freunden, doch sie geht
vor allem mit einem lachenden Auge: Sie ist gespannt auf die
Begegnungen mit neuen Menschen, das Gefühl anderen zu helfen wiege schließlich alles
auf:
»Ich freue mich ein weiteres Stückchen von der Welt zu
sehen.«
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