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Lesermeinungen

zur neuen Regelung für Radfahrer im Fürstenberg-Park

Die Redaktion des SK behielt sich das Recht zum Kürzen der Leserbriefe vor.

SCHLOSSPARK        (SK 4-5-07)

Zur Frage, ob die Öffentlichkeit einen 
juristisch begründeten Nutzungsanspruch an dem Schlosspark hat, meldet sich der
Donaueschinger Grünen-Gemeinderat Siegfried Seilnacht zu Wort. 
Im Zusammenhang mit der Diskussion
um die Radwege-Ordnung im Park
schreibt er:

Grün-Land?

In der Wochenend-Kolumne „SamsTagebuch“ 
beschreibt der Autor Wolfgang Losert die Haltung der Parkverwaltung, wonach eine Lektion an den Schulen hilfreich wäre, um ins Bewusstsein zu rufen, dass der Schlosspark nun einmal rechtlich nicht anders zu betrachten ist als ein privates Gartengrundstück in einer Einfamilienhaus-Siedlung. Privat –
das ist der Park zweifelsfrei, aber
rechtlich hat der Park einen anderen
Status als ein normales Gartengrundstück.
Das nämlich liegt in der Regel
planungsrechtlich im so genannten
Innenbereich, der Park ist aber Außenbereich.
Und da gelten nun einmal andere Regeln.
Außenbereiche sind grundsätzlich
frei zugänglich, wobei der Eigentümer
selbstverständlich bestimmte
Regelungen treffen darf, zum Beispiel,
dass Radfahrer nicht alle Wege
und Pfade befahren dürfen. Kritisch
wird es jedoch, wenn wenige – aber
wichtige – hundert Meter für Radfahrer
gesperrt werden und damit
der sicherste Radweg für Kinder und
Jugendliche zu ihrer Schule.
Jeder Bürger kann sich davon überzeugen, dass der Park Außenbereich ist, denn im Obergeschoss des Rathauses
ist der Flächennutzungsplan
ausgehängt. Mit der Begründung
Außenbereich mussten vom Bauausschuss
- dessen Mitglied ich bin
- Bauanträge abgelehnt werden.

Siegfried Seilnacht

Anmerkung der Redaktion: Auf
Anfrage stellte gestern zu diesem
Thema der Leiter des Stadtbauamtes,
Heinz Bunse, fest: Der
Schlosspark ist im Flächennutzungsplan
als „Grün- und Erholungsbereich“
ausgewiesen. Ob die
Fläche damit nach den Kriterien
eines Innen- oder Außenbereichs
beurteilt werden muss, ist derzeit
strittig. Die Stadtverwaltung lässt
diese Frage gerade von Experten
klären.

„Konstruiert“

Von der Sperrung des Parks durch
das Fürstenhaus sind vor allem
Hüfinger Schüler betroffen. Darauf
habe ich schon in der letzten Gemeinderatssitzung hingewiesen und
die Schülerzahlen bei den Schulen
abgefragt. So besuchen die Realschule
135, das Fürstenberg-Gymnasium
(welch ein Name für eine zur Demokratie erziehende Einrichtung) 125, die Heinrich-Feurstein-Schule zwölf und die Karl-Wacker-Schule drei
Schüler aus der Stadt Hüfingen.
Die Begründung des Fürstenhauses
mit Nutzerkonflikten zwischen Fußgängern und Radfahrern und Belangen des Naturschutzes sind konstruiert.
Naturschutz war dem Fürstenhaus
immer egal. Meine Kinder sind Sommer wie Winter mit dem Rad ins Gymnasium gefahren, von Konflikten haben sie nie berichtete.
Zudem kann gegenseitige Rücksichtnahme im Unterricht behandelt werden. Der bisherige direkte und gefahrlose Fahrradweg zu den Schulen macht gerade mal fünf Prozent der gesamten Parkwege aus. Es ist auch der Weg, wo selten spazieren gegangen wird.
Der jetzt diktierte Umweg um das
Stadion ist über einen Kilometer
länger und gefährlicher. Die Querung
Stadionstraße/Fürstenbergstraße ist
wesentlich gefährlicher als die bisherige Querung bei der Karl-Wacker-
Schule. Im Sommer, der Hauptfahrradzeit, parken wegen Schwimmbad, Tennishalle und Fußballplätzen viele Autos quer in Reihen zur Stadionstraße.
Fahrradfahrer sind beim unübersichtlichen Rückwärts-Rausfahren der Autos gefährdet.
Wenn schon im Randbereich einer
Stadt Schulen und Sportanlagen
gebaut werden, muss auch die Möglichkeit bestehen, auf einigermaßen direktem und vor allem gefahrlosem Weg mit dem Fahrrad dorthin zu kommen.
Nicht nachvollziehen kann ich, dass
OB Frei als Erster das von der Bürgerinitiative in Auftrag gegebene Rechtsgutachten infrage stellt. Ist das der vorauseilende untertänigste Gehorsam der Stadt und des Gemeinderats gegenüber dem Fürstenhaus?
Hätte das Landratsamt dem Fürsten
wegen dessen Kokain en Kokaingeschichten wie
jedem anderen Normalbürger den
Führerschein entzogen, hätte der
Fürst mit dem Fahrrad fahren müssen.
Vielleicht hätte er dann mehr
Verständnis für Fahrradfahrer.
Aber Jahrhunderte vor dem Gesetz
gleicher zu sein als andere, macht
frech (siehe auch Verkauf von Kulturgütern)
und gebärt immer neue
Ungerechtigkeiten.

2.4.07
Sigmund Vögtle (Stadtrat)
Hüfingen, Schellenbergstr. 21


„Rücksichtsvoll“

Soviel Ver- und Gebote wie in
Deutschland gibt es sicher nicht in
vielen demokratischen Ländern
dieser Erde. Der „mündige Staatsbürger“
– ein gedankenloses Geschwätz
unserer Politiker. Wie sollen
Kinder und Jugendliche Selbstverantwortung
lernen, wenn ihnen die
meisten Entscheidungen von Staats
wegen bereits abgenommen werden.
Warum sollte ich mir Gedanken über
mein Handeln machen? Ich brauche
doch nur zu schauen, ob etwas verboten
oder erlaubt ist! So erziehen
wir unsere Jugend zu gehorsamen
Staatsbürgern – eigenes Denken
unerwünscht. (Hatten wir das nicht
schon einmal?) Übrigens habe ich
noch nicht einen einzigen Jugendlichen
gesehen, der verantwortungslos
durch den Park gerast ist. Im
Gegenteil, die meisten verhalten sich
sehr rücksichtsvoll den Fußgängern
gegenüber. Sicher wird es auch einige
rücksichtslose Raser geben. Aber
wegen dieser Minderheit gleich den
Park für alle Fahrradfahrer sperren –
wo bleibt da die Verhältnismäßigkeit
der Mittel? Der § 1Abs. 2 der Straßenverkehrsordnung,
nach dem sich
jeder Verkehrsteilnehmer so zu verhalten
hat, dass er andere nicht
schädigt oder gefährdet, würde zur
Sanktionierung der wenigen rücksichtslosen
Fahrer völlig ausreichen!
Im Übrigen hätte ich noch einen
Alternativvorschlag zum derzeitigen
Radfahrverbot. Vielleicht könnte man
diesen erwägen, wenn der erste
Schüler auf der Josefstraße von einem
Auto angefahren oder gar getötet
wurde: Da unsere Gesellschaft
offensichtlich so auf Verbote steht,
könnte man doch die Senioren bis 8
Uhr in ihrem Heim einsperren.
Nachdem die Schüler den Park passiert
haben, könnten die alten Leute
in aller Ruhe dort spazieren gehen.
Gegen 11 Uhr müssten sie allerdings
wieder eingefangen werden, weil
dann bald die ersten Schüler wieder
nach Hause fahren müssten. Auf
diese Weise könnten Konflikte zwischen
Senioren und Schülern weitgehend
vermieden werden! Was
allerdings unsere Familienministerin
mit ihren „Mehrgenerationenhäusern“
möchte, ist mir schleierhaft.
Offensichtlich sind Begegnungen der
Generationen - die naturgemäß auch
manchmal Konflikte mit sich bringen
- zumindest in Donaueschingen gar
nicht gewünscht!

2.4.07

Michael Noack
78166 Donaueschingen-Pfohren, 
Auf der Wacht 20


SCHLOSSPARK-ORDNUNG
Kompromiss: Freie Querstraße


Der Schlosspark ist seit Donnerstag
für Radfahrer unter zehn Jahren
zwischen Brigach und
Prinz-Fritzi-Allee gesperrt. Schüler
müssen nun die Prinz-Fritzi-Allee
und entlang der Stadionstraße auf
weitgehend für Radfahrer markierten
Wegen ins Schulzentrum radeln.
Nachdem Radfahrern aus den
Wohngebieten westlich der Bahnlinie
( Siedlung, Störling, Talstraße )
die direkte Durchfahrt durch den
Park zum Schulzentrum verwehrt
ist, sollten die Verantwortlichen im
Interesse der Sicherheit der vielen
Schüler einen Radweg in der Josefstraße einrichten.
Leserbriefe geben die Meinung der Einsender wieder. 

Alternativ könnte der breite Weg, der
vom Bahnhofskreisel in den Park
führt, zuerst die Prinz-Fritzi-Allee
und dann die Brigach überquert und
an der Fürstenbergstraße endet, für
Radfahrer wieder frei gegeben werden.
Dadurch würden die berechtigten
Interessen der Fußgänger an einem
ruhigen Park nicht beeinträchtigt
werden.


Eberhard Schmid
Geschwister-Scholl-Str.20
Donaueschingen



Park morgens freigeben

Zur weitgehenden Sperrung des
Schlossparks für Radfahrer durch
das Fürstenhaus.


Wer eine so radikale, ganztägige
Sperrung der Radwege im Schlosspark
befürwortet, zeigt, dass er die
Radverkehrsverhältnise dort an
Schultagen nicht kennt. In der
wärmeren Jahreszeit zwischen 7 und
7.45 Uhr bevölkern da Pulks von
radelnden Schülern die Wege Richtung
Fürstenberg-Gymnasium;
weniger massiert dann mittags
zurück, da sich hier die Entwicklung
zur Ganztagesschule bereits auswirkt.
Wenn ich mir vorstelle, dass Kolonnen
von Schülern über die Prinz-
Fritzi-Allee (die über keinen Radweg
verfügt) um das Stadion herum in
die Stadionstraße - Engpass: Brücke
- und dann über die äußerst gefährliche
Überquerung der Fürstenbergstraße
(Berufsverkehr) geschleust
werden sollen, ist mir ziemlich
mulmig zumute und der Stadtverwaltung
sollte es auch so gehen.
Warum kann man nicht für eine
begrenzte Zeit (z.B. 7 bis 8.30 Uhr)
an Schultagen die von der Prinz-
Fritzi-Allee abzweigende Schlossbrücke
mit anschließendem Parkweg
für die Nutzung der Radfahrer
freigeben? Mir ist um diese frühe
Zeit dort noch nie ein älterer Spaziergänger
begegnet.


Helmut Stark
Oberstudienrat am
Fürstenberg- Gymnasium



Längst fällig
Zur neuen Parkverordnung


Wie im Bericht des SÜDKURIER
vom 12. März beschrieben, begrüßen
die Bewohner des Altenheimes
St. Michael einstimmig das
längst überfällige Fahrradverbot auf
den Seitenwegen des fürstlichen
Parks. Es erhöht die Sicherheit
nicht nur der Bewohnerschaft des
Hauses, sondern aller Spaziergänger
im Park wesentlich. In der
Vergangenheit kam es nicht selten
zu gefährlichen Begegnungen von
Menschen des Alters, die mit ihren
Rollatoren oder in Begleitung im
Rollstuhl oder auch noch selbstständig
gehend nicht in der notwendigen
Schnelligkeit den durchaus
zum Teil rücksichtslos und
schnell fahrenden Radfahrern
ausweichen konnten. Auch Familien
mit spielenden Kindern oder
Kinderwagen hatten ihre liebe Müh
und Not. Zumindest ein Schreck in
den Gliedern und eine gewisse
Unsicherheit blieben immer zurück.
Die jetzt gefundene Regelung
ermöglicht sowohl den Radfahrern
die Querung des Parks von der
Josefstraße bis zum Stadion (Radwanderweg Donau, Schulzentrum
etc.), als auch die sichere Naherholung
aller. Das Altenheim St.
Michael ist sehr dankbar für die
jetzt gefundene Regelung.

Dieter Münzer
Leiter Altenheim St. Michael



RADFAHRVERBOT IM PARK
Wer bezahlt’s?

Zum Thema Radfahrverbot im Park
Häufig wird betont – und zwar zu
Recht –, dass Donaueschingen es der
Familie Fürstenberg verdankt, dass es
auf kulturellem und sportlichem
Gebiet viel mehr zu bieten hat als
andere vergleichbare Kleinstädte.
Und in der Tat ist nun eine neue
Attraktion hinzugekommen: der wohl
verbotsschilderreichste Park der Welt
– reif für das Guinnessbuch der
Rekorde. Wie werden die Touristen
ihn bewundern!
Interessant wäre nun allerdings, wer
dieses Gesamtkunstwerk letzten
Endes finanziert hat: waren es die
Fürstenberger selbst? Oder war es
nicht etwa die Stadt, was sich daraus
vermuten lässt, dass Gemeindevollzugsbeamte
in Zukunft auf die Einhaltung
der Verbote – aber nein,
Entschuldigung: auf die Achtung vor
dem Kunstwerk achten und bei
Missachtung Strafen einkassieren
sollen. Dann hätte also ich mit meinen
Steuern den Ausschluss von
Radfahrern aus dem Park mitfinanziert!
Aber es könnte ja noch besser
kommen: Wer genau hinschaut, wird
sehen, dass an den Schilderstangen
oberhalb der Schilder noch Platz ist –
könnte man da das Kunstwerk nicht
auch noch mit Verbotsschilder für
Fußgänger ergänzen?


Eckart Zundel,
Im Dotterbind 5,
Donaueschingen



Gefahren für Schüler

Schüler der Realschule, des Fürstenberg-Gymnasiums, Werktätige
und Schüler der Karl-Wacker-Schule
werden an der Nutzung von sicheren
Radwegen gehindert!
Ab sofort alle Durchfahrtswege (außer
Prinz-Fritzi-Allee), aber auch
solche, die den Schlosspark nur
tangieren, für Radler gesperrt! Schüler
aus Bräunlingen, Hüfingen und
Allmendshofen können nicht mehr
auf direktem und sicherem Weg zum
Schulzentrum und vor allem zur
Karl-Wacker-Schule gelangen. Sie
müssen jetzt die Straße (teils auch
Fahrradweg) über Prinz-Fritzi-Allee
und Stadionstraße nutzen, um ins
Schulzentrum zu gelangen.
Dabei müssen sie die viel befahrene
Fürstenbergstraße queren, die trotz
Kennzeichnung eine erhebliche
Gefahrenstelle darstellt. Noch
schlimmer hat es die Schüler und
Lehrer der Karl-Wacker-Schule getroffen.
Ihnen wird zugemutet, die
verkehrsreiche Fürstenbergstraße
stadteinwärts oder stadtauswärts zu
nutzen. Wer auf diesen Gedanken
kommt, der macht sich mitverantwortlich
für folgende Verkehrsunfälle
– oder sollen diese Menschen
dem Verkehr geopfert werden? Warum
sind wenig frequentierte Wege,
die den „sensiblen Schlosspark“ nur
tangieren, auch dicht gemacht? So
der Weg nördlich der Brigach entlang
Richtung Stadionstraße oder der
Weg zwischen Park und Altenheim
– Kraftwerk Laufenburg?
Was bewegt das Fürstenhaus, die
vielen Schüler, die Werktätigen, von
ihrem direkten, sicheren Weg zur
Schule, zur Arbeitsstelle, abzubringen?
Ist es nicht lobenswert, wenn
sich diese Menschen täglich in
Bewegung setzen, sich körperlich
betätigen und im besonderen Maße
die Umwelt entlasten? Fahrräder
stinken nicht und sind leise! Sind
sie es nicht wert, ihnen gute und
sichere Bedingungen, gute und
sichere Wege zur Verfügung zu
stellen?
Es ist lobenswert und ehrenhaft,
insbesondere älteren Menschen
dieses Naherholungsgebiet zugänglich
zu machen. Dies sollten sie
auch in einer entspannten Umgebung
wahrnehmen können. Diesem
Anliegen wird sicherlich durch die
Kennzeichnung des Radweges auf
der Prinz-Fritzi-Allee Rechnung
getragen. Doch wo bleibt die Sensibilität
gegenüber unseren Kindern,
die täglich mit dem Rad zur Schule
fahren, insbesondere den Schülern
der Karl-Wacker-Schule, die besonders
auf nicht öffentliche, sichere
Fahrwege angewiesen sind.
Ehrenwertes Fürstenhaus – all diese
Fragen sind zu beantworten. Welche
Möglichkeiten hat die Stadt,
welches Engagement zeigt sie, sich
mit diesem Missstand auseinander zusetzen
– oder hängt die Stadt am
Tropf des Fürstenhauses?

Willi Friedmann Fritschi
Karl-Bromberger Straße 10,
Hüfingen


Sicherer Schulweg zu viel verlangt?


Zum teilweisen Radfahrberbot Park und zum Interview bei dem Erbprinz Christian zum Konfliktthema Stellung nahm.

Der Park als „Natur-Idyll“: prima, das
wollen auch wir von der Bürger-
Initiative, und wir würde dabei auch
gerne mit Rat und Tat mithelfen!
„Radlerrummel“: das ist auch nicht
nach unserem Geschmack, und wir
sind auch gerne bereit, uns bei einer
Regelung durch Aufklärung und
Aufsicht zu beteiligen. Aber einen
Verbindungsweg, damit die Schüler
und Schülerinnen aus den südlichen
Stadtteilen gefahrlos die Schulen im
Norden der Stadt erreichen können,
das muss möglich sein. Und wenn
man den breiten Weg vom Bahnhof
und Prinz-Fritzi-Allee über die
Schlossbrücke für Radfahrer freigeben
würde bis zum Fußgängerübergang
bei der Karl-Wacker-Schule,
dann wäre auch für die anderen
Parkbesucher immer noch Platz
genug, dass sie „träumend durch den
Park wandeln können“.
Angesichts einiger Leserbriefe wird
einem allerdings auch klar, dass das
Problem tiefer liegt: hier begegnet
einem manchmal eine Kinderfeindlichkeit,
die einen erschreckt. 
Weg mit diesen lärmenden,
lebendigen Wesen, die hier überall
mit ihren Fahrrädern herumrasen!
Leute, wart ihr nicht auch mal jung?!
Ein sicherer Schulweg für Kinder – ist
das zu viel verlangt? Ich werde jetzt
einige der Leserbriefe an die Familienministerin von der Leyen schicken und dazu schreiben: „Spar dir deine Milliarden für Kindergartenplätze –
Deutschland will keine Kinder,
Deutschland will seine Ruhe haben!“


Eckart Zundel
Im Dotterbind 5,
Donaueschingen


Genug Platz für alle

Jetzt sollen also die Spaziergänger die
Rechtfertigung für das Fürstenhaus
liefern, die Radfahrer aus dem Park
(fast) auszusperren. Oder ist das ein
weiterer Baustein auf dem Weg der
Umwandlung eines öffentlich zugänglichen Parks in einen privaten
Garten?
In meinem Bekanntenkreis gibt es
niemand, der im Park rücksichtsloses
Verhalten von Fahrradfahrern beobachtet hat, über das sich angeblich zahlreiche Spaziergänger beim Fürstenhaus beschweren. Ich habe aber zwei Töchter, die täglich den Park auf dem Weg zum Fürstenberg-Gymnasium
durchqueren. Sie sollen künftig
bis hinter das Stadion fahren. Das
werden sie mit großer Wahrscheinlichkeit nicht tun, ebenso wenig wie Hunderte anderer Radfahrer, die täglich den Park queren. Stattdessen fahren sie in der Josefstraße und an
der Stadtkirche vorbei, wo das 
Unfallrisiko um ein Vielfaches höher ist.
Wie soll ich künftig meinen siebenjährigen
Sohn in die Erich-Kästner-
Turnhalle bringen? Soll ich durch die
Josefstraße fahren und ihn allein
durch den Park schicken – er darf ja
dort noch fahren?
Überall bemühen sich Städte um
eine bessere Fahrradinfrastruktur,
um den Autoverkehr einzudämmen.
Und hier soll nun eine der wichtigsten
und am stärksten befahrenen
Radverbindungen zu Schulen und
Freizeitzentrum zugesperrt werden!

Ich bin dankbar für den Fürstenbergischen
Park und weiß seinen
Beitrag zur Wohnqualität zu würdigen.
Und ich bin überzeugt davon,
dass er bei gegenseitiger Rücksichtnahme
für Radfahrer und Spaziergänger
genug Platz und Wege bietet.

Annie Bronner
Talstraße 27, Donaueschingen



Leserbriefe geben die Meinung der Einsender
wieder. Die Redaktion behält sich
das Recht zum Kürzen von Leserbriefen vor.

Dokumentation aus dem Südkurier  > März / April 2007 <      Lokalausgabe Donaueschingen

Hinweis:
An dieser Stelle veröffentlichen wir Presseberichte die sich mit unserer Schule befassen. Für die jeweiligen Inhalte sind wir nicht verantwortlich, auch geben diese nicht unbedingt unsere Meinung wieder.

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