zurück .
Schwäbische Zeitung

Ausgabe "Gränzbote" - Tuttlingen


Schlosspark-Radweg

Schüler protestieren gegen Fürsten-Erlass

Demo am frühen Morgen: Rund 150 Schüler protestierten gegen das Radfahrer-Verbot.des Fürstenhauses.


DONAUESCHINGEN (aml/bea) 

Etwa 190 Schüler, vor allem des Fürstenberg-Gymnasiums, sowie einige Lehrer haben am Donnerstagmorgen die Fürstenfamilie aus dem Schlaf geklingelt: 
Sie demonstrierten am frühen Morgen gegen das vom Adelshaus angedrohte Teil-Radfahrverbot im Schlosspark. Es verbaue eine wichtigen und sicheren Schulweg.

Um 7.30 Uhr setzte sich der lautstarke Zug am Parkkino in Donaueschingen über die Josefstraße bis hin zum Fürstenberg-Gymnasium in Bewegung.
"Das Verbot muss weg!" So lautete das Plakat, das ein Schüler am Anfang der Demo-Gruppe trug.
Vom Morgennebel und kühlen Temperaturen ließen sich die Schüler und auch einige Lehrer nicht abbringen.
Unter den Demonstranten wurde auch der stellvertretende Schulleiter Martin gesehen, aus der Donaueschinger SPD-Fraktion ließ sich Peter Rögele sehen, der Lehrer an der Eichendorffschule ist.

Über die neue Regelung des Radverkehrs im - Fürstlich Fürstenbergischen Park hatten wir berichtet.

Sicherlich kamen gestern morgen einige Leute oder auch Schüler zu spät zur Arbeit. Streiks und Demonstrationen kennt man normalerweise in Donaueschingen nicht.

Aber der Schülerauflauf hatte einen guten Grund, denn die Donaueschinger Schüler sehen ihrem neuen Schulweg, der jetzt auf Umwegen zur Schule führen soll, nicht mit Gelassenheit entgegen. Der Demonstrationszug verlief zwar lautstark, jedoch friedlich, und die begleitenden Polizisten hatten kaum etwas zutun.

Am Vorabend der Demonstration wurde im "Grünen Baum" in Allmendshofen eine Bürgerinitiative gegen das Radfahrverbot gegründet.
Motto: "Ein Park für alle". Eckart Zundel, Willi Friedmann-Fritschi und Monikä Opferkuch wurden als Sprecherteam gewählt.

Unter den 50 Teilnehmern der Gründungsversammlung waren Maike Hovingh und Claudia Schmidt-Cotta, die einen Brief an den Erbprinzen geschrieben hatten. Sie möchten wieder auf dem üblichen Weg zur Schule fahren und nicht eine weite Umwegstrecke in Kauf nehmen müssen.
Unterstützung bekommen die Schüler auch von grünen Gemeinderatsmitgliedern.
Angeführt wurde in der Sitzung, dass das Landesnaturschutzgesetz eine Sperrung der Parkwege eigentlich nur mit behördlicher Zustimmung durch
Ortspolizei oder Naturschutzbehörde zulässt.
Unterstützung bekommen die Schüler auch von grünen Gemeinderatsmitgliedern.

Angeführt wurde in der Sitzung, dass das Landesnaturschutzgesetz eine Sperrung der Parkwege eigentlich nur mit behördlicher Zustimmung durch Ortspolizei oder Naturschutzbehörde zulässt.

In einem Papier mit zehn Forderungen wird darauf hingewiesen, dass die Stadt sich jährlich mit 80 000 Euro an der Unterhaltung des Parks beteiligt. Daraus könnte ein Anspruch auf angemessene Nutzung hergeleitet werden. Es wurde betont, dass die Bürgerinitiative eine einvernehmliche Lösung zwischen Stadt, Fürstenhaus und Bürgern anstrebt.

Dokumentation 
 Datum:  17.3.2007

Hinweis:
An dieser Stelle veröffentlichen wir Presseberichte die sich mit unserer Schule befassen.
 Für die jeweiligen Inhalte sind wir nicht verantwortlich, auch geben diese nicht unbedingt unsere Meinung wieder.

zurück zur Presse-Hauptseite auf dieser Seite nach oben

© PROJEKT INTERNET am FG