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"Kein böswilliger Akt gegen die Radler“ – sondern Sanierungszwang

Fürstenberg sperrt Parkbrücke

VON WOLFGANG LOSERT

Die seit Wochen glimmende Kontroverse zwischen dem Adelshaus Fürstenberg und den Radler-Aktivisten, die gegen ihre Kanalisierung auf bestimmte Routen des Schlossparks meutern, bekommt neue brenzlige Nahrung: Mit der Sperrung der Schlossbrücke schiebt Fürstenberg nächste Woche einen Riegel ein gegen die notorische Weiter-Benutzung der verbotenen Wege.


Die ab kommender Woche gesperrte Schlossbrücke wird - ganz unvorsätzlich, wie Fürstenberg beteuert - zum wirksamen Instrument, um die Radler im Schlosspark auf den "rechten Weg" zu lenken.

Bild: Rieger

Seit die neue Radwegeordnung in Kraft ist, ignorieren viele Radfahrer das Verbot, auch die gesandeten Spazierwege zu benutzen, einfach. Und dem Beispiel so mancher Lehrer folgend benutzen vor allem radelnde Schüler die - gemessen an der vorgeschriebenen Route kürzere - Route vom und zum Schulzentrum. Am Museumskino, am Bahnhofskreisel oder auch am DJK-Sportplatz fahren sie dann in das Grün-Refugium ein und steuern allesamt das "Nadelöhr" Schlossbrücke an, welches zwischen Kino-Bau und ehemaliger Hofgärtnerei über die Brigach führt. Von dort erreichen die Radler über den Parkweg und am Konvikt vorbei die Sennhofstraße Richtung Schulzentrum.

Fürstin bedauert

Aber genau dieser "verbotene" Weg wird nun auch zu einem versperrten. Ohne dass dies allerdings ein "böswilliger Akt" wäre, um den Radlern damit die trotzige Missachtung der neuen Radwegordnung auszutreiben, betont man im Haus Fürstenberg. Und kann tatsächlich belegen, dass der Anlass für die Brückensperrung nicht etwa konstruiertes taktisches Kalkül war, sondern ein seit Anfang 2006 als unumgänglich bekanntes Vorhaben. Ausdrücklich bedauert habe die zeitliche Parallelität auch die Fürstin in einem Gespräch mit ihm, erklärte gestern Oberbürgermeister Frei dazu und sprach von "akutem Handlungsbedarf" für die Brückensanierung.

Acht bis zehn Monate zu

Bautechnische und damit Sicherheits-Zwänge nämlich sind es, auf die Fürstenberg verweisen kann, wenn Anfang kommender Woche die Schlossbrücke abgezäunt wird und dies "durchaus acht bis zehn Monate lang so bleiben muss", wie gestern präzisiert wurde. Denn bei einer Routineüberprüfung wurden vor fast eineinhalb Jahren buchstäblich tief sitzende Schäden am Stahlskelett in dem Betonkörper festgestellt, so wie es vor Jahren auch bei der Fürst-Joachim-Brücke am Bahnhof der Fall war und langwierige Arbeiten auslöste. Ein Gutachten, Einschätzungen des Denkmalschutzes und erste bautechnische Beurteilungen ergaben akuten Handlungsdruck. Mit einem finanziellen Engagement von geschätzten 150000 Euro muss der Steinkörper operiert werden, um an den bedrohlichen Rostfraß zu gelangen. Ist der wie befürchtet schon weit fortgeschritten, dauere Austausch und Aufbau neuer Betonschwarten bis zum Jahresende, die Brücke wäre dann womöglich erst wieder im Frühjahr 2008 passierbar. Seien die Schäden weniger schlimm, könnte dies im günstigsten Fall auch nur bis in den Herbst andauern.

Dass "anfangs gar nicht die Absicht bestand, die Schlossbrücken-Barriere gegen die Radler zu installieren", belegt Fürstenberg mit ursprünglichen Absichten, lediglich Warnschilder aufzustellen und Fußgängern die Benutzung zu ermöglichen. Doch nach Kenntnis des technischen Aufwandes sei eine Absperrung am hinteren Ende des Parkweges und auf der Kreuzung des Parkkino-Weges mit der Achse zur Prinz-Fritzi-Allee unumgänglich, hieß es gestern. Aber freilich weiß man bei "FF" auch um die erzieherische Wirkung, die von diesem Wehr gegen die Radler-Ströme ausgeht. 


Dokumentation aus dem Südkurier  > 4-5-2007 <      Lokalausgabe Donaueschingen

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An dieser Stelle veröffentlichen wir Presseberichte die sich mit unserer Schule befassen. Für die jeweiligen Inhalte sind wir nicht verantwortlich, auch geben diese nicht unbedingt unsere Meinung wieder.
Die Veröffentlichung des Artikels geschieht mit freundlicher Genehmigung des Südkurier.

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