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Der 19-jährige Michael Springindschmitten geht für ein Jahr nach Bogota
Seine neue Heimat heißt Kolumbien
VON
RITA UHRHAN

Der Mundelfinger Michael Springindschmitten wird ein Jahr hier in Bogota
der Hauptstadt von Kolumbien, seinen Zivildienst ableisten.
B I L D : U H R H A N
Der Mundelfinger Michael Springindschmitten wird nach seinem Abitur für ein
Jahr seinen Zivildienst in Bogota, der Hauptstadt von Kolumbien, ableisten.
Südamerika sei sein „Wunschkontinent“ gewesen, erzählt der junge
Mann. Schon im Januar hat er sich beworben.
Das Angebot für Kolumbien kam Ende März und „hat mir sehr zugesagt“,
sagt er.
In Bogota wird Michael Springindschmitten an zwei Schulen eingesetzt.
An der Schule Cruz Roja Colombia und am Colegio Champagnat wird Michael
Deutsch und Englisch unterrichten.
Englisch fällt ihm nicht schwer, er spricht es perfekt, denn bei
einem Schüleraustausch verbrachte er schon ein Jahr in den USA. Das Freiwillige
Soziale Jahr im Ausland wird unterstützt von der Austauschorganisation
„AFS – Interkulturelle Begegnungen“.
Allein wird der Mundelfinger nicht sein: Drei weitere junge Deutsche werden von der Organisation
für ein Jahr nach Bogota vermittelt. Durch das Zivildienstgesetz sind für
den Mundelfinger Flug und Aufenthalt kostenlos. Allerdings soll er Sponsoren
suchen, die die Organisation „Interkulturelle Begegnungen“ unterstützen.
Ehrenamtlich wird er auch in den Ferien für AFS eingesetzt werden,
noch weiß er nicht den genauen Ablauf. Los geht es am 6. August, der Austausch
endet am 27. Juli 2008. In Lünneberg und Mainz wird Michael sich
bei Vorbereitungskursen auf Kolumbien vorbereitet und im Schnelldurchlauf
wird auch Spanisch gebüffelt. Der
19-Jährige freut sich auf seine neue Aufgabe und auf den neuen Kontinent.
Das Klima ist in Bogota, das 2600 Meter am Fuße der Berghänge der
Cordillera Oriental liegt, recht erträglich.
Es ist zu vergleichen mit unserem Klima im Frühjahr. Wer es wärmer
mag, muss ins sogenannte „heiße Land“ fahren - die Zone, die unter 1000
Metern liegt. Hier kann man sich bei Tropenklima auf Fincas und in Hotels
Sonnenbrand am Pool holen. Einzigartig in der Welt ist das Goldmuseum
in Bogota mit fast 40 000 historischen
Exponate aus Gold. Es bietet einen Überblick über den kulturellen Reichtum
der indianischen Vergangenheit des Landes. Wenn ihm die Zeit bleibt,
will der Mundelfinger so viel, wie möglich vom Land sehen.
Vergessen darf man aber auch nicht, dass Kolumbien zwar für seinen Kaffee
und Edelsteine berühmt ist, aber ebenso für Kokain berüchtigt. Paradiesisch
sind die Bergwelt und die Küsten des Landes, aber Guerilla, Mafia
und Entführungen belasten das Land. Aus diesem Grund hatte seine
Mutter anfänglich viele Bedenken. Inzwischen
sehen die Eltern jedoch nach Angaben von Michael Springindschmitten
ein, dass die vielfältigen Erfahrungen in dem exotischen Land
überwiegen. Michael selbst hat keine
Angst gehabt, überhaupt ist in Bogota das Polizeiaufgebot groß, denn hier ist
der Sitz des Präsidenten. Mit vielen neuen Eindrücken wird er in einem
Jahr in seine Heimat zurückkehren.
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