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200 junge Sänger proben für Oper

VON REINER SCHäFER

Ein ehrgeiziges Chorprojekt hat sich der Musikpädagoge am Fürstenberg-Gymnasium und "Multi-Chorleiter", Hubert Stinner, als Auftakt für die Allmendshofener Chortage (20. bis 22. Juli) vorgenommen. Mit der Kinderoper "Die Bettlerhochzeit" von Cesar Bresgen soll das dreitägige Konzertereignis eröffnet werden.


Dieses Team aus Musikpädagogen bereitet mit 200 Kindern die Aufführung der "Bettlerhochzeit" von Cesar Bresgen vor: (von links) Britta Sosinski, Susanne Stinner, Heidi Augstein, Hubert Stinner, Julia Ruch und Frank Rieger. 

Bild Schäfer

Stinner äußerte sich gestern sehr erfreut darüber, dass es ihm gelungen ist, schulübergreifend ein qualifiziertes Team aus Musiklehrern für dieses aufwändige Projekt zu gewinnen. Die Leitung des Opernwerks soll seine Kollegin Julia Ruch übernehmen. Sie ist seit September 2005 am Gymnasium und baut gerade ein Schulorchester auf. Dieses Ensemble und die Mitglieder der ebenfalls von ihr betreuten Geigen-AG werden die Opernaufführung instrumental begleiten.

Diese Aufgabe teilt man sich mit der Instrumentalgruppe des Vokalensembles Schwarzwald-Baar, das von Heidi Augstein geleitet wird. Britta Sosinski wird den Grundschulchor der Eichendorffschule und Susanne Stinner den Kinderchor der Allmendshofener Chorjugend auf die große Aufgabe vorbereiten. Mit von der Partie ist noch Frank Rieger, Studienreferendar am FG und Kantor in Bräunlingen. Er wird den Kinderchor der katholischen Kirche Bräunlingen in das Projekt einbinden. Zu guter Letzt wird Hubert Stinner die beiden Gymnasiumsklassen 5c und 5d für das Opernprojekt einsetzen.

Der Schöpfer des Werks, Cesar Bresgen, lebte von 1913 bis 1988, war ein Schüler Paul Hindemiths und Kompositionslehrer am Mozarteum in Salzburg. Seine Oper schildert die Hochzeit zwischen dem Bettelmann Hansel und seiner Braut Gret. Das arme Paar heiratet im Wald und empfängt viele Tiere als Hochzeitsgäste. Die Oper besteht aus einem Volkslied und Musik Orffscher Prägung. Die Aufführungsdauer auf der Open-Air-Bühne wird etwa 30 Minuten betragen. Vielfältige Spielmöglichkeiten bei minimalem Bühnenaufwand machen diese Volks- und Kinderlieder verarbeitende Oper zu einer idealen Vorlage für jüngere Schulgruppen und Chöre, vor allem für die Altersgruppe der Acht- bis Zehnjährigen.

Einfache Kulissen und Kostüme können selbst gebastelt und gebaut werden. Hier werden vor allem Kinder der Karl-Wacker- und der Eichendorffschule tätig werden. Sie werden Tierkostüme basteln und bei der Aufführung die tierischen Hochzeitsgäste spielen. Hinzu kommen Bühnenkulissen, die eine Szene auf einer Waldlichtung darstellen.

"Die Bettlerhochzeit" wurde bereits 1992 unter der Leitung von Hubert Stinner in der Donauehalle aufgeführt. Der Musikpädagoge entschied sich jetzt für eine Wiederholung, weil dieses Werk ideal für größere Gruppen geeignet sei und weil er auf seine vor 15 Jahren gemachte Erfahrungen zurückgreifen könnte.

Einige Gruppen haben die Proben bereits aufgenommen. Wer die Hauptrollen übernehmen soll, steht noch nicht fest. Stinner testet derzeit noch vier Kandidaten für die Besetzung der Hansel- und Gret-Rolle. Zwei von ihnen werden am Ende zurücktreten müssen. Wie der Chorleiter verriet, werden am 20. Mai bei der Matinee der Allmendshofener Chorjugend Teile der Kinderoper bereits vorgestellt. Diese Veranstaltung wird voraussichtlich im St. Heinrich-Stift stattfinden.


Dokumentation aus dem Südkurier  > 5-5-2007 <      Lokalausgabe Donaueschingen

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Die Veröffentlichung des Artikels geschieht mit freundlicher Genehmigung des Südkurier.

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