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Otto-Hahn-Gymnasium mit Realschulzug Furtwangen 


Erster Schultag für Rektorin

VON ANDREAS BLOCK


Nach einem halben Jahr ist die Stelle der Schulleitung am Otto-Hahn-Gymnasium mit Realschulzug wieder besetzt. Die Donaueschinger Lehrerin Ursula Kiefer tritt die anspruchsvolle Stelle in Furtwangen an - und bekommt von ihren Schülern zum ersten Tag prompt eine Schultüte überreicht.

Eine Schultüte zum Amtsantritt überreichten die Schülersprecher Daniela Neininger und Felix Schaumann ihrer neuen Schulleiterin Ursula Kiefer. 

Einen Blumenstrauß von Bürgermeister Richard Krieg gab es noch dazu und der begeisterte Applaus der zahlreichen Gäste rundete den warmherzigen Empfang für die Neue ab. 

Furtwangen - "Otto-Hahn-Gymnasium mit Realschulzug", kommt ihr flüssig über die Lippen. "Sie sehen, ich habe geübt", sagt Ursula Kiefer, die neue Rektorin am OHG - so die praktische Kurzform des Schulnamens.

Ein halbes Jahr war der Posten verwaist und wurde in Vertretung gemeinsam vom stellvertretenden Gymnasialleiter Heribert Streit und dem Realschulleiter Gerhard Mengesdorf geführt. "In dieser Interimsphase sind wir alle zusammengerückt", kann Mengesdorf der Doppelbelastung zumindest etwas Positives abgewinnen.

Dennoch steht für alle Festredner bei der gestrigen Amtseinführung in der Schule fest: Es wurde höchste Zeit. Dass mit Ursula Kiefer obendrein eine perfekte Kandidatin gefunden wurde, macht Regierungsschuldirektorin Gisela Dieterle deutlich. Sie zitiert aus einem Dienstzeugnis Kiefers: Von "Schwung und Engagement" ist da die Rede und dass die Lehrerin mit Leib und Seele Erzieherin sei.

Dass die Geisteswissenschaftlerin ausgerechnet im Jahr der Geisteswissenschaften nach Furtwangen wechselt, "das passt einfach alles", findet auch Bürgermeister Richard Krieg. Er mahnt aber zugleich: "Wir übergeben Ihnen keine Schule, sondern wir übergeben Ihnen junge Menschen."

Kiefer freut sich auf den "ersten Schritt auf einem neuen Weg". Sie habe bereits erste Termine in Furtwangen wahrgenommen und dabei Leute kennen und schätzen gelernt. Und ganz wichtig: "Ich habe keine Angst vor dem Furtwanger Winter." Die neue Aufgabe sei aufregend, gibt Ursula Kiefer zu, die sich durchaus der in sie gesetzten Erwartungen bewusst ist.

Ziel der Erziehung solle eine "sich selbst bestimmende Individualität" sein, sagt sie. Für sich und ihre Kollegen fordert sie in ihrer vielschichtigen Ansprache Respekt und Unterstützung von Seiten der Eltern und Schüler. Lehrer würden von selbst ernannten Experten gerne auf die Anklagebank gesetzt. Elternbeiratsvorsitzender Alec Johnston fordert im Gegenzug, dass die Schulleiterin die Eltern als Kunden und sehr wohl als Experten sehen solle und nicht etwa als reine Bäcker von Kuchen.

Zum Umgang mit Menschen, gibt Kiefer jedenfalls eine klare Linie vor: "Respekt verdienen Menschen nicht, weil wir sie lieben, verehren oder brauche, sondern weil sie Menschen sind", sagt sie.

Die Schülersprecher Daniela Neininger und Felix Schaumann hoffen auch, bei Kiefer immer eine offene Tür vorzufinden. Und bescheiden verspricht die neue Rektorin: "Ich will versuchen, eine gute Schulleiterin zu werden."

Bilder: Block


Dokumentation aus dem Südkurier  > 1-2-2007 <      Lokalausgabe Furtwangen

Hinweis:
An dieser Stelle veröffentlichen wir Presseberichte die sich mit unserer Schule befassen. Für die jeweiligen Inhalte sind wir nicht verantwortlich, auch geben diese nicht unbedingt unsere Meinung wieder.
Die Veröffentlichung des Artikels geschieht mit freundlicher Genehmigung des Südkurier.

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