Nach
fast einem Jahr verlassen vier Gastschüler das Fürstenberg-
Gymnasium.
Alle vier besuchten seit Anfang des Schuljahres eine elfte
Klasse. Mit Fernando Robles Aldama verließ der erste Schüler
des Donaueschinger Gymnasiums am Freitag seine lieb
gewonnenen Klassenkameraden,
Freunde und seine Gastfamilie.
Der junge Mann aus Malaga nannte seit September letzten Jahres Unadingen sein
Zuhause und kam bereits mit
guten Deutschkenntnissen an das Gymnasium. Trotz Einflüssen
des Dialekts wurde auch »seine« deutsche Sprache immer flüssiger.
Nach der ersten Eingewöhnungsphase
integrierte er sich schnell in die Fastnachtsgruppe Unadingens und lernte
durch seine beiden Gastbrüder
bald den deutschen Fußball im SV Unadingen kennen.
»Ich hoffe, dass der Kontakt zu allen gehalten werden kann«,
kommentierte Fernando seine Beziehung zu Schule und Freunden. Große Unterschiede
zwischen Spanien und Deutschland beständen aber nicht, beides seien »reiche Länder
«, nur die Charaktere der Menschen seien anders.
Nach einem Wechsel der Gastfamilie kam auch die Lettin
Ilze Leikume von Oberndorf an die Donaueschinger
Schule. Der Höhepunkt ihres
Aufenthaltes war für sie der Besuch des Freundes in ihrem
neuen Wohnort Mundelfingen.
Die Integration verlief vornehmlich durch die Ausflüge
mit der Gastschwester und einigen Mitschülern. »Ganz
anders ist es hier nicht, wir
sind ein Europa«, stellte die Lettin trotz des um einiges lockereren
Verhältnisses zwischen Lehrern und Schülern schnell fest. |
Mit wenig Deutschkenntnissen
kam auch Tanya Botha Elli im September nach Hausen
vor Wald in eine Gastfamilie.
Die 17-Jährige, die aus der Hauptstadt Paraguays stammt,
fand schnell neue Freunde, unter anderem durch eine Fahrradfahrt
in die Nordvogesen
mit einigen Mitschülerinnen, zu Beginn des neuen Schuljahres.
Die Tochter ihrer Gasteltern ist selbst als Austauschschülerin
ein Jahr in Panama.
»Die Vergleiche mit ihr waren anfangs ein Problem für
mich«, mittlerweile hat sie aber einen eigenen Freundeskreis
gefunden.
Die vierte im Bunde ist Sophie
Samodelov aus Amerika.
Sie kommt selbst gebürtig aus
Deutschland, wuchs jedoch ihr ganzes Leben in Cleveland,
Ohio, auf.
Ihre Mutter ist Deutsche, sodass das Sprachverständnis von Anfang an gegeben und der Akzent schon
schnell nicht mehr zu hören war.
Deutschland bereicherte vor allem die Sprachkenntnisse
und die Selbstständigkeit der jungen Menschen, auch die Familie
als Lebensmittelpunkt war für so manchen eine neue Erfahrung.
»„Natürlich ist es
schwer von hier weg zu gehen, trotzdem freut man sich auch
ein wenig auf zu Hause«, waren
sich alle einig.
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