| Ärger
für drei Gymnasiasten
Sie sollen Falschgeld in
Umlauf gebracht haben
Es sollte ursprünglich nur ein
Spaß sein, doch nun haben drei Achtklässler des Fürstenberg-Gymnasiums eine Menge Ärger am
Hals. Ihnen wird vorgeworfen, Falschgeld in Umlauf gebracht zu haben. Die
Kriminalpolizei hat die Ermittlungen
aufgenommen.
Es begann ganz harmlos: Ein Schüler scannte vor den Osterferien einen
20 Euroschein in seinen Computer PC ein, und druckte 20 Exemplare auf
ganz normales Papier per Drucker aus. |
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Flugs wurden die Scheine – wohlgemerkt nur auf einer Seite bedruckt, die
Rückseite blieb weiß – in der Aula auf dem Schulhof und selbst im Klassenzimmer
auf dem Boden ausgelegt, um die anderen Mitschüler und sogar Lehrer hinters Licht zu führen. Sehr
zur Freude der Verantwortlichen Pennäler. Die Sache wäre längst
vergessen, wenn sich nicht einer der drei Schüler einen weiter
schwerwiegenderen „Scherz“ erlaubt
hätte: Nach den Osterferien meldete sich die Kripo im Gymnasium, denn
die Verkäufer der Pausenbrötchen an der Penne hatten bei der Abrechnung
einen dieser falschen 20-er in der Kasse bemerkt, auf den laut Abrechnung
richtiges Geld herausgegeben
wurde. Zudem soll auch ein in der Nähe liegender Supermarkt ebenfalls
einen einseitig bedruckten Schein in der Kasse gefunden haben. Schnell
kam der Verdacht auf besagte Achtklässler, die sogar ihren Klassenlehrer
mit den bedruckten Scheinen in die Irre führten. Als dann am Freitag die Kripo
einen Termin auf den Freitagnachmittag
in der Schule anberaumte, sahen sich die drei Hauptverantwortlichen
Schüler sofort in der Pflicht, sich bei Direktor Rudolf Strasser zu melden:
Der erste Achtklässler, der für die Ausdrucke verantwortlich war, einer,
der noch einen solchen Schein im Geldbeutel hatte, und ein Dritter, der
mit einem gedruckten 20 Euroschein bei besagten Brötchenverkäufern
zahlte. Wie viele von den zehn 20 Euroscheinen in Umlauf kamen gilt es
nun noch zu klären.
Obwohl sich die Schüler sofort dem Direktor stellten, als man sie suchte, kann die kurz davor informierte Polizei die Sache nicht einfach zu den Akten legen, denn in Deutschland wird das Delikt des Geldfälschens als Verbrechen sehr hoch eingestuft. Das in den Verkehr bringen von Falschgeld ist strafrechtlich ein Vergehen. Die Kripo muss deshalb nach klar definierten Kriterien vorgehen, dazu gehören unter anderem auch Hausdurchsuchungen in der Schule und bei den Jungs daheim. Die Staatsanwaltschaft Konstanz ist inzwischen eingeschaltet. Diese wird letztlich entscheiden, ob sich ein Richter mit dem Fall befassen muss.
(gvo)
Staatsanwalt legt Strafen fest
Donaueschingen (gvo) Eine empfindliche Geldstrafe oder einige Stunden gemeinnützige Arbeit: Darauf müssen sich die drei Schüler des Fürstenberg-Gymnasiums einstellen, die sich im April einen Scherz mit üblen Folgen erlaubt hatten. Die Kripo in Villingen hat ihre Ergebnisse dem Staatsanwalt in Konstanz zur Anzeige vorgelegt. Dieser müsse nun über das Strafmaß entscheiden, so der Kriposprecher Wolfgang Schyle im Presse-Gespräch. Die Geschichte hatte recht harmlos begonnen, als die drei Schüler einer Mittelstufenklasse einen 20-Euro-Schein zur Bearbeitung am Computer eingescannt und vervielfältigt hatten. Die 20 einseitig bedruckten Exemplare wurden dann auf dem Boden der Aula verteilt, um Mitschüler und Lehrer hinters Licht zu führen. Problematisch wurde der "Spaß", weil einer der Jungs mit dem Falschgeld beim Schulbäcker bezahlte.
SK
25.05.2007
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