Zurück zur Presse-Übersicht


Begeisterndes Chor-Trio

Erstmals traten die kooperierenden Chöre des Fürstenberg-Gymnasiums und des Chorverbands Donaueschingen-Baar unter der Leitung von Hubert Stinner in der ehemaligen Konviktkirche auf.

VON RAINER SCHäFER



Ein großartiges Erlebnis für die Freunde sakraler Chormusik war am Sonntag das "Geistliche Chorkonzert zur Fastenzeit". Die St. Heinrich Kapelle neben der Karl-Wacker-Schule war restlos besetzt, als Gymnasialdirektor Rudolf Strasser die Veranstaltung eröffnete. Es war das erste Mal, dass die kooperierenden Chöre des Fürstenberg-Gymnasiums und des Chorverbands Donaueschingen-Baar unter der Leitung von Hubert Stinner in dem Konvikt auftraten.

Als Geschenk der Sängerinnen und Sänger überreichte Strasser dem Hausherrn und Schulleiter der Karl-Wacker-Schule, Gerhard Weeber, eine CD mit eigenen Aufnahmen und ein Liederbuch. Den Auftakt bildete die Gospelmesse "Body and Soul" des österreichischen Chorpädagogen, Komponisten und Arrangeurs Lorenz Maierhofer.



Beim Vokalensemble Schwarzwald-Baar und beim Jugendchor der Allmendshofer Chorjugend überwogen die Farben Schwarz und Weiß, die jungen Akteure der Klasse 5b des Fürstenberg-Gymnasiums hatten eine weit gehend lockere Kleiderordnung. Aber auch die Gospelmesse, die sie aufführten, ist keine einfarbige Angelegenheit, sondern ein melodisches Musikgemisch Besinnlichem und Fetzigem aus Gesangbuch, Barock, Gospel mit einem Schuss Popmusik. Gospel-Groove mit stark rhythmischen Akzenten sorgte für Aktualität und Frische. Der Chor wurde begleitet von der Instrumentalgruppe des Vokalensembles. An den Soloinstrumenten waren Judith Gühna (Violine), Ann Kathrin Müller und Frank Rieger (Klavier) zu hören. Als Gesangsolisten gefielen Nicole Liebl (Sopran) und Britta Sosinski. (Mezzosopran). Sprecher war Martin Laufer.



Bei rund 70 Akteuren ging es im Altarraum ziemlich eng zu, dafür besticht das äußerlich eher unscheinbare Kirchengebäude durch eine erstaunliche Akustik. Der Studienreferendar und Bräunlinger Kantor Frank Rieger stellte mit zwei Solostücken das neu renovierte Luftdruckharmonium vor. Zunächst spielte er Orgelmusik der französischen Romantik von Lefèbure-Wély, später einen Tanz des englischen Renaissance-Komponisten und Lautenisten Robert Jones "Gavotte de Rocheville". Das Instrument aus der Zeit der Jahrhundertwende um 1900 klingt dumpfer als eine Orgel und erinnert in ihrem Klang an ein Akkordeon. Der Auswahlchor des Vokalensembles Schwarzwald-Baar eröffnete den zweiten Teil des Konzerts mit der fünfstimmigen Motette "Jesu, meine Freude" von Johann Sebastian Bach. Dann folgten Motetten für achtstimmigen gemischten Chor von Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Der Chor arbeitete die feinen Nuancen der Stimmführung schön heraus. Die Spannung, die die Akteure gerade auch in den Pianissimopassagen des Psalms 91 ("Denn er hat seinen Engeln") aufbauten, war atemberaubend. Auch beim abschließenden "Psallite" von Bach bestach der Chor durch eine klangliche Ausgewogenheit, der man die intensive Probenarbeit mit dem Chorleiter Hubert Stinner abspüren konnte.

Das Publikum war von dem Hörgenuss restlos begeistert und belohnte die Musiker mit lang anhaltendem Applaus.


Dokumentation aus dem Südkurier  > 26-3-2007 <      Lokalausgabe Donaueschingen

Hinweis:
An dieser Stelle veröffentlichen wir Presseberichte die sich mit unserer Schule befassen. Für die jeweiligen Inhalte sind wir nicht verantwortlich, auch geben diese nicht unbedingt unsere Meinung wieder.
Die Veröffentlichung des Artikels geschieht mit freundlicher Genehmigung des Südkurier.

Zurück zur Presse-Übersicht

© PROJEKT INTERNET am FG