Zeitzeuge Pemper im Gymnasium
Donaueschingen - Zu einer außergewöhnlichen und zeitgeschichtlich hochinteressanten Begegnung kommt es am Donnerstag, 12. Oktober, am Fürstenberg-Gymnasium. Was die Schüler sonst aus Büchern und im Unterricht erfahren, wird hier lebendig: das unermessliche Leid der Juden im Dritten Reich. Mietek Pemper ist Zeitzeuge des Geschehens und er kommt an die Schule.
Was Mietek Pemper zu erzählen hat, ist in vieler Hinsicht einzigartig. Mehr als 500 Tage lang musste Pemper als Stenograph für Amon Göth, den berüchtigten Lagerkommandanten des Konzentrationslagers Krakau-Plazow, arbeiten.
In diesem "Epizentrum des Bösen" gelangte er jedoch an geheime Informationen, die es Oskar Schindler ermöglichten, seine berühmte Liste zu schreiben und über 1000 Menschen vor der Ermordung in den nationalsozialistischen Vernichtungslagern zu retten. Nach dem Krieg nahm Pemper als Zeuge an den Kriegsverbrecherprozessen, unter anderem auch gegen Amon Göth teil.
1958 siedelte er nach Deutschland über und lebt heute in Augsburg. Seine Erinnerungen hat er in dem Buch "Der rettende Weg: Schindlers Liste - Die wahre Geschichte" niedergeschrieben. Auf Einladung der Konrad-Adenauer- Stiftung Freiburg kommt Mietek Pemper nach Donaueschingen zu dieser schulinteren Veranstaltung und wird den Schülern Rede und Antwort stehen
|
Dokumentation aus dem Südkurier
> 6-10-2006< Lokalausgabe
Donaueschingen
|
Hinweis:
An dieser Stelle veröffentlichen wir Presseberichte die sich
mit unserer Schule befassen. Für die jeweiligen Inhalte sind
wir nicht verantwortlich, auch geben diese nicht unbedingt
unsere Meinung wieder.
Die Veröffentlichung des Artikels geschieht mit freundlicher
Genehmigung des Südkurier.
|
|