Zurück zur Presse-Übersicht


Start in neue Schulepoche

Gestern Spatenstich am Fürstenberg-Gymnasium für Ganztagsschulgebäude

Der Spatenstich gestern Abend war ein "epochaler". Es war der erste für Thorsten Frei als OB in Donaueschingen und gleichzeitig der Baustart für eine neue Schulepoche: die Ganztagesbetreuung am Fürstenberg-Gymnasium ab 2007. 1,5 Millionen Euro werden in den Bau an die Baarsporthalle investiert.

VON GÜNTER VOLLMER
"Baustart" am Fürstenberg-Gymnasium: Für 1,5 Millionen Euro baut die Stadt Donaueschingen ein neues Gebäude für den geplanten Ganztagsbetreuungsbetrieb an die Baarsporthalle an. OB Thorsten Frei und Schuldirektor Rudolf Strasser sowie von der Schulkonferenz Hannelore Engesser-Schröder (links) und Benedikt Baur (rechts) packten mit an.

 


Bild: G. Vollmer

Erst ein Auto kaufen und dann den Führerschein machen würde man wohl keinem empfehlen. Im Fall des neuen Anbaus war aber umgekehrtes Vorgehen ratsam, denn nur die Schnellsten durften tief in den Förderprogrammtopf des Bundes greifen. In diesem Fall hieß es also bauen, bevor ein schlüssiges Nutzungskonzept stand: 1,2 Millionen Euro schießt der Bund für den Anbau zu. Insgesamt werden 1,5 Millionen Euro investiert. "Damit machen wir das Gymnasium fit für die Zukunft", sagte OB Frei. Und die Zukunft heißt Ganztagesschule. Die soll ab Schuljahresstart 2007 am Fürstenberg-Gymnasium mit dem Einstieg in die freiwillige Ganztagesbetreuung beginnen. Damit werde sich, so Direktor Strasser, die Schule wandeln von der "Lernanstalt" zum Lern- und Lebensraum für Schüler. Vor allem nach Einführung des "G8" (achtjähriges Gymnasium), durch das die Schüler mehr Unterricht hätten und sich somit länger am Tag an der Schule aufhielten, sei dieser Schritt willkommen.

Für ein schlüssiges Ganztageskonzept müsste nun auch das Land mitziehen. Aber es gibt weder mehr Lehrerstundenzuweisungen noch Geld zur Einstellung von Sozialpädagogen zur Betreuung von Schülern in der unterrichtsfreien Zeit. Doch zwischen Zuschussantrag und gestrigem Spatenstich hat sich an der Schule einiges getan. So wird beispielsweise die vielfach gewünschte Hausaufgabenbetreuung bereits angeboten: Ältere Schüler betreuen hier jüngere für drei Euro die Stunde und kassieren selbst neun Euro in dieser Zeit. Inoffiziell wurde sogar schon eine Lehrerin benannt, die beim neuen Projekt Regie führen soll. Schulleiter Strasser zeigte sich gestern überzeugt, dass die Ganztagesbetreuung auch ohne Landeshilfe, aber mit Engagement von Eltern, Vereinen, Stadt, Lehrern und auch Schülern als Mentoren funktionieren werde. "Ein Drittel der 150 fürs neue Schuljahr angemeldeten Schüler haben Interesse, nachmittags an der Schule zu bleiben. Läuft das Ganze erst einmal, wird das Interesse sicher noch weiter steigen", meinte Strasser gestern. OB Frei zeigte sich ebenso optimistisch. Und auch nach Bauende sieht er die Stadt weiter in der Pflicht. "Wir müssen im Bereich Bildung Akzente setzen. Das ist nicht kostenlos."

Das neue Gebäude mit Mensa, Fitness- und Aufenthaltsräumen ist aber nur ein baulicher Teil des "neuen Gymnasiums". Die Schule soll dann nach dem Unterricht für alle mehr Sport, mehr Kunst, mehr Musik und auch Raum zum Entspannen bieten. 


Dokumentation aus dem Südkurier  > 26.04.2006 <      Lokalausgabe Donaueschingen

Hinweis:
An dieser Stelle veröffentlichen wir Presseberichte die sich mit unserer Schule befassen. Für die jeweiligen Inhalte sind wir nicht verantwortlich, auch geben diese nicht unbedingt unsere Meinung wieder.
Die Veröffentlichung des Artikels geschieht mit freundlicher Genehmigung des Südkurier.

Zurück zur Presse-Übersicht

© PROJEKT INTERNET am FG