Schulkunsttag zeigt enorme kreative Vielfalt
Viele Besucher beim Schulkunsttag in der Donauhalle - Alle Donaueschinger Schulen beteiligt
Schulkunst kritisch: Die Rolle der Frau als Marionette. Unten: OB Thorsten Frei als Sänger der Jugendmusikschulband? Nicht ganz! Der Rathauschef fand aber viele lobende Worte bei der Eröffnung des Schulkunsttages für die Schülerarbeiten und Darbietungen.
Bilder: Rainer Schäfer
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Jungen Künstlern an den Donaueschinger Schulen gehörten am Wochenende die "Bühnen" der Donauhallen. Zum zweiten Mal fanden unter der Regie des Kulturamts die Donaueschinger Schulkunsttage statt. Oberbürgermeister Thorsten Frei freute sich in seiner Eröffnungsrede besonders darüber, dass sich sämtliche Schulen daran beteiligten. Der OB stellte klar, dass es kein Wettstreit unter Künstlern sein sollte: "Kunst wird nicht gegeneinander, sondern zusammen gestellt", erklärte Frei, der für die Kunst an Schulen eine Lanze brach: "Schule darf nicht nur Faktenwissen vermitteln, sondern muss auch die emotionale Intelligenz fördern", so das Credo des Stadtoberhaupts.
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Begrüßungsworte
des Oberbürgermeisters
Thorsten Frei
während des Auftritts
der FG-Combo unter der Leitung von
Désirée Wittkowski |
13 Schulen gaben am Samstag und Sonntag einen Einblick in die Arbeit der künstlerischen Lehrfächer und der freiwilligen Arbeitsgemeinschaften. Zu bestaunen gab es sämtliche künstlerische Ausdrucksformen und Techniken. Auf der Bühne in Halle A gab Musik und Tanz, Theater und Kleinkunst. Im Bereich der bildenden Künste gab es Skulpturen und Büsten aus verschiedensten Materialien, Textiles und Handwerkliches, Fotos, Filme und Comic-Serien und natürlich jede Menge Bilder mit unterschiedlichsten Farb-, Mal- und Mischtechniken. Die Ausstellung der Exponate fand in Halle B statt. Hier gab es auch einen Stand der Gewerblichen Schulen, die den Beruf des Konditors und der Konditorei-Fachverkäuferin vorstellten. Aus Marzipan wurden hübsche Figuren hergestellt und gleich noch als Geschenke verpackt. Etliche Arbeiten beschäftigten sich mit sozialpolitischen Themen. Da gab es beispielsweise eine weibliche Puppe mit blonden Haaren, aufgehängt an Schnüren wie eine Marionette, von allen Seiten konfrontiert mit Fotos von Models, während ein TV-Monitor abschreckende Bilder von Schönheitsoperationen zeigte. Es waren Schülerinnen des Fürstenberg-Gymnasiums, die sich auf diese originelle Art mit der Rolle der Frau und dem Thema Schönheit auseinander setzten.
In manchen Arbeiten drückten sich auch die Zukunftssorgen der Jugendlichen aus. Da gab es die Angst vor dem Zerbrechen der Familie, die Sorge um den Erhalt der Umwelt und die dringliche Warnung vor Drogenmissbrauch. Eine originelle Idee war das Thema "Ein Schuh verwandelt sich in ein Insekt". Schüler der Klasse 4c der Eichendorffschule zeigten mit Pappmachée überzogene Schuhe, die bunt bemalt und mit Augen, Beine und Fühler ausgestattet wurden.
Auf der Bühne der Halle A gab es am Samstag von elf bis 18 Uhr ein Non-Stopp-Programm mit Beiträgen von Orchestern, Ballett-Tänzerinnen, Musik- und Zirkusensembles, Theatergruppen und Bands.
Rainer Schäfer
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