Schüler fragen
- der Minister steht Antwort
Donaueschingen. Einen Unterricht ganz besonderer Art durften die Schüler der Jahrgangsstufe 12 erleben: Ernst Pfister, Wirtschaftsminister des
Landes, gab den künftigen Abiturienten die Ehre.

Pfister stand am Freitagmorgen für eine Doppelstunde mit Rede und
Antwort
Die Politik- und Geschichtslehrer Martin Schmiedeberg und Bernd Heinowski würdigten, dass Pfister in seinem gefüllten Terminkalender einen Besuch möglich machen konnte.
"Wir sind teurer als die anderen", so Pfister, "aber wir sind besser". Die technische Führerschaft gelte es zu erhalten so der Einstieg in Sachen
Wirtschaftslehre. Neue Technologien, neue Produkte, Innovationsfreudigkeit - in der Tradition der deutschen Wirtschaft lange schon verankert -
sollen unabwendbare Nachteile wettmachen.
Das "Saatgut Technologie" gelte es stets zu pflegen und zu verbessern, betont der Minister und will sich gegen jegliches Sparen an Forschung
und Technologie einsetzen.
"Die Kfz-Steuer ist die dümmste Steuer"
Pfister blieb keiner der vielen Fragen eine Antwort schuldig und kommt gerade beim Thema Steuern und Bürokratie so richtig in Fahrt: "Die
Kfz-Steuer ist die dümmste Steuer die es gibt, unökologisch und ineffektiv und straft Wenigfahrer", klagt der Fachmann und fordert zugleich
Reformen im Steuersystem.
Viele Fragen bezogen sich auf die berufliche Zukunft nach dem Abitur. Sind die geplanten Studiengebühren vertretbar? Warum sollen bestimmte
Universitäten als Eliteuniversitäten besonders gefördert werden?
Pfister bezog hierzu ebenfalls eine klare Position und will die nach seiner Ansicht notwendige Studiengebühren aber erst nach beendetem
Studium in Raten bezahlen lassen und betont die Bedeutung des Wettbewerbs nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch im Bildungsbereich als
Motor des Fortschritts. Hier warnte er auch die Schüler. "Ihr müsst Euch daran gewöhnen, dass in Zukunft nicht Ihr die Uni auswählt, sondern die
Universität Euch".
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