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Fürstenberg-Gymnasium: 
Die erste Chefin?


Rudolf Strasser geht kommenden Herbst in den Ruhestand

Donaueschingen (dan) Am Fürstenberg-Gymnasium zeichnet sich eine in mehrfacher Hinsicht interessante Entscheidung um die Chef-Nachfolge an. Wenn der amtierende Schulleiter Rudolf Strasser im Herbst in den Ruhestand geht, könnte erstmals eine Frau auf seinen Stuhl nachrücken. Eine hochkarätige Bewerberin ist da, und angesichts der männerlastigen Führungsriege dieser Schule dürfte bei gleichwertiger Qualifikation eine Frau die besten Karten haben. Und ein "Exot" klopft an die Tür: Bertold Böhm, der vor Jahren nach Chile auswanderte und dort unterrichtet, hat ebenfalls Ambitionen auf den FG-Posten angemeldet.

Noch nie gab es in der "FG"-Geschichte eine weibliche Direktorin. Nicht wenige würden diese Novität gerne sehen. Denn das Donaueschinger Gymnasium ist ausgesprochen männer-dominiert; weder in der Schulleitung noch in der Riege der Studiendirektoren sind Frauen vertreten.

Da weckt es einige Aufmerksamkeit, dass jetzt eine Frau um die Strasser-Nachfolge kandidiert, die mit ihrem Laufbahn- und Persönlichkeitsprofil der männlichen Konkurrenz durchaus gewachsen sein dürfte und somit als sehr aussichtsreich bezeichnet werden kann. Sie ist stellvertretende Leiterin eines Gymnasiums, hat Erfahrung mit den Belangen des Schulmanagements und gilt auch als pädagogisch kompetent.

Vier Namen im Rennen

Nach offiziell nicht bestätigten Informationen des SÜDKURIER sind vier Namen im Rennen für die Chefposition in Donaueschingen, zwei davon aus dem eigenen Haus. Sicherlich der Exot im Kreis der Bewerber ist Berthold Böhm. Der 57-jährige war Oberstudienrat am Fürstenberg-Gymnasium und SPD-Stadtrat; er wechselte vor fünf Jahren in den Auslands-Schuldienst und ist heute stellvertretender Leiter und Oberstufenleiter der Deutschen Schule in der chilenischen Stadt Valparaiso.

Schon in nächster Zeit wird das Bewerberverfahren beginnen. In Unterrichtsbesuchen werden die zugelassenen Kandidaten ihre Qualifikation unter Beweis stellen müssen. Dann treffen Schule und Schulträger eine Kandidaten-Vorauswahl, die letztlich vom Oberschulamt und vom Kultusministerium abzusegnen ist.

Einige Lehrer gehen

Der kommende Schuljahreswechsel wird dem Fürstenberg-Gymnasium nicht nur einen neuen Chef bringen, sondern auch den Abschied von sechs weiteren, teils sehr profilierten, Kollegen. Außer Rudolf Strasser (Leistungsfach Geschichte) scheiden Hans-Joachim Hugle (Mathematik), Eberhard Schmid (Mathematik, Physik) und Volker Geneuss (Deutsch, Englisch) altershalber aus.

Die Namen von drei weiteren Ausscheider-Kandidaten sind auch in Kreisen des Schulkollegiums bisher noch nicht offiziell bekannt.

Männerschule

Das Kollegium des Fürstenberg-Gymnasiums besteht aus 80 Lehrern. Die Frauen sind mit 28 Deputaten in der deutlichen Minderheit. Die Schulleitung ist ein reines Männer-Team, der einflussreiche Kreis der Studiendirektoren ebenso. (dan)


Dokumentation aus dem Südkurier  > 01.12.2006 <      Lokalausgabe Donaueschingen

Hinweis:
An dieser Stelle veröffentlichen wir Presseberichte die sich mit unserer Schule befassen. Für die jeweiligen Inhalte sind wir nicht verantwortlich, auch geben diese nicht unbedingt unsere Meinung wieder.
Die Veröffentlichung des Artikels geschieht mit freundlicher Genehmigung des Südkurier.

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