Arbeitspensum Kauders überrascht FG-Schüler
Die Schüler der Klassenstufen zehn und elf des Fürstenberg-Gymnasiums diskutierten mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Siegfried Kauder. Ein solches Gespräch für die Klassen 10b und 10d war im Rahmen einer Klassenfahrt nach Berlin im Oktober 2005 vorgesehen. Kauder war damals verhindert und besuchte jetzt das FG.
Die Gymnasiasten hatten sich im Gemeinschaftskundeunterricht bei Frauke Jürgensen gut auf den Besuch vorbereitet. Angesprochen wurden der Arbeitsalltag eines Bundestagsabgeordneten. Die Schüler waren überrascht, wie hoch der Arbeitsaufwand eines Politikers ist. Während der Sitzungswochen müsse er Berge von Papier abarbeiten, so Kauder, dazu kämen Sitzungen in der Landesvertretung, den Ausschüssen, der Fraktion und des Bundestages. Auch abends sei kaum Freizeit verfügbar, da er häufig zu offiziellen Veranstaltungen eingeladen werde. Hinzu komme der Zeitaufwand zur Vorbereitung diverser Reden und Arbeitsbesuche im Ausland. Kauder schilderte ferner die Arbeit im Petitionsausschuss, der jährlich 20 000 Bürgereingaben bearbeitet. Das bedeute für jedes der 20 Ausschussmitglieder ein Aktenstudium von 20 bis 30 Akten pro Woche.
Besonders viele Fragen wurden zum Thema Bildung gestellt: Wie soll Sprachförderung im Kindergarten erreicht werden? Welchen Einfluss hat die Föderalismusreform auf dem Bildungssektor? Wie sollen Ganztagsschulen finanziert werden? Finden Sie Studiengebühren gerecht? Bei einigen Fragen verwies Kauder darauf, dass Bildung nicht sein Fachgebiet sei, und auf manchen Ebenen seien die Länder zuständig. Zum Thema "Studiengebühren", das die FG'ler natürlich besonders interessierte, sagte Kauder, da die Universitäten mit Steuergelder finanziert würden, finanzierten de facto auch Arbeiterfamilien den Akademikern das Studium. Da sei ein Eigenbeitrag nur fair. Die Elitenförderung an der Universität und in Schulen ist Kauder wichtig, da Bildung in Deutschland die wichtigste Ressource sei. Nur so könne man im internationalen Wettbewerb bestehen.
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Dokumentation
aus dem Schwarzwälder Boten / Lokalredaktion
Donaueschingen
Datum:
Hinweis: 30.03.2006
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