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Schülerin beweist Größe: 
Outing als Diät-Opfer


Gespannte Aufmerksamkeit herrschte bei den Schülern des Fürstenberg-Gymnasiums, als Professor Eike Walter in der Aula des Donaueschinger Gymnasiums zum Thema Ess-Störungen sprach.



Es wurden drei zentrale Themen der aktuellen Ess-Störungen bei Jugendlichen erörtert: Übergewicht, Bulemie und Magersucht. Als Hauptursache der Fettleibigkeit bei Jugendlichen sah Walter die heutige Falschernährung als wichtigsten Faktor.

So nehme man Kartoffeln - ein an sich ja gesundes Gemüse - in heutiger Zeit doch vornehmlich in Form von Pommes Frites zu sich und erledige schon als 16-jähriger Jugendlicher fast jeden Weg mit einem Roller oder später Auto. Diese zunehmende Bequemlichkeit gepaart mit Falschernährung führe innerhalb von kürzester Zeit zu Übergewicht.

Nun sei jedoch gewarnt, dicke Mitschüler gleich als faule, Pommes-futternde Autofahrer zu kategorisieren. Es spielten auch die erbliche Veranlagung, sowie die von Kind auf genossene Ernährung nicht zu unterschätzende Rollen in der körperlichen Entwicklung eines Jugendlichen. Insbesondere bei Mädchen bestehe aufgrund des viel regeren Stoffwechsels, vor allem auch in der Pubertät ein viel höheres Risoko zur Zunahme an Körpergewicht. Umso so schlimmere Wirkung zeigten somit die derzeit auf sämtlichen Fernsehkanälen propagierten Schöhnheitsideale, welche fernab jegliche natürlichen Schlankheit stehen und welcher immer mehr Mädchen und junge Frauen durch aggressive Diäten nahezukommen versuchen.

In der auf den Vortrag gefolgten Diskussionsrunde kam es zu einer ergreifenden Szene, in der sich eine Schülerin, welche jahrelang an Magersucht litt, als ein solches "Diät-Opfer" outete. Daraufhin erteilte Walter Tipps an die Schüler, wie mit solchen Fällen in akuten Stadien umzugehen sei und appelierte eingehend an sein Auditorium, übergewichtige Mitschüler nicht auszuschließen und Verständnis zu zeigen, sowie ein eigenes Selbstbewusstsein zu entwickeln, um sich unabhängig von vorgegebenen Schönheitsidealen der Medien entwickeln zu können.

Philipp Opitz

Dokumentation aus dem Schwarzwälder Boten / Lokalredaktion Donaueschingen  
 Datum:  13-2-06

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