Schüler holen Bundespreis
Preisträger in Berlin nach dem erfolgreichen Projekt an den Donaueschinger Musiktagen:
Désirée Wittkowski (links) und
Karen Schwer (Waldshut). |
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Zufall und Kreativität bestimmten im vergangenen Herbst ein außergewöhnliches Musikprojekt, bei dem Schüler des Fürstenberg-Gymnasiums in Kooperation mit dem Hochrhein-Gymnasium Waldshut und dem professionellen "Ensemble Aventure" die "Sculptures Musicales" von John Cage im Rahmen der Donaueschinger Musiktage aufführten. Nun gewann das Projekt unter der Leitung der Musiklehrer Désirée Wittkowski (Donaueschingen) und Matthias Handschick (Waldshut) sowie des Dirigenten Christof M. Löser beim bundesweiten Wettbewerb "Kinder zum Olymp" in der Kategorie Musik einen der begehrten Preise, die mit 1000 Euro verbunden sind. Vergangenen Donnerstag wurde Ihnen die Urkunde in Anwesenheit von Bundespräsident Horst Köhler, dem Schirmherrn des Wettbewerbs, in der Berliner Philharmonie überreicht.
Der Wettbewerb "Kinder zum Olymp" wurde dieses Jahr zum 2. Mal ausgetragen. Voraussetzung für die Teilnahme war die Zusammenarbeit der Schule mit einem außerschulischen Partner. Unter den 600 aus allen Bundesländern eingereichten Projekten erhielten in jeder Kategorie (Bildende Kunst, Theater, Tanz, Literatur, Film, Musiktheater, Musik) 4 Bewerber einen Preis. Die Jury hob beim Projekt aus Donaueschingen/Waldshut hervor, dass in der Kooperation zwischen den Donaueschinger Musiktagen und den beiden Gymnasien "spannende musikalische Miniaturen" entstanden seien und "Schülern der Zugang zur sonst oft unzugänglich wirkenden modernen Musik eröffnet (wurde), ohne über instrumentale Vorkenntnisse verfügen zu müssen."
John Cage gibt in seinen "Sculptures Musicals" lediglich eine Art Gebrauchsanweisung. Die Schüler haben eine komplexe Partitur entworfen, die sekundengenau Klänge und Pausen vorgibt. Den Zuhörern bot sich ein 60 minütiges Hörerlebnis voller Überraschungen. Dabei erklangen neben herkömmlichen Instrumenten und der Stimme auch Bohrmaschinen und Rasenmäher, Autohupen, Geschirr, Luftballons und Zeitungspapier. Wer sich fragt, ob dies Musik ist, wurde in Berlin aller Zweifel behoben: Dort stand auf den Sitzplatz-Reservierungen und Namenskarten: "John Cage. Sculptures Musicales. Musik." !
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