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Tabuzone Schule für Autos

Gesamtelternbeirat nimmt neuen Anlauf zur Verkehrseindämmung 
Appell an Eltern


Dem allmorgendlichen Verkehrschaos vor Donaueschingens Schulen will der Gesamtelternbeirat in Kooperation mit der Verkehrswacht und der Polizei entgegen treten. Dabei sollen die Schüler selbst mit in den Problemlösungsprozess einbezogen werden, um die Lage weiter zu entschärfen.

VON JENS FRöHLICH


Illegal parkende Autos in der Busbucht wie hier vor der Eichendorffschule gehören zum täglichen Chaos das viele Eltern mit ihrem Schüler-Bring- und-Abholservice anrichten. Der Gesamtelternbeirat unternimmt nun einen neuen Anlauf. Zusammen mit Schülern sollen Plakate und Banner entwickelt und aufgehängt werden.

Donaueschingen - "Das Problem besteht seit Jahren und ist uns längst bekannt", erklärte Ordnungsamtleiter Hubert Zimmermann, und meinte damit die rushhour-ähnlichen Zustände vor einigen Donaueschinger Schulen. Immer wieder kommt der Verkehr vor den Schulen zum Erliegen, wenn Bushaltestellen von parkenden Eltern, die auf ihre Schützlinge warten, blockiert werden. Busse müssen in zweiter Reihe halten und zeitgleich wollen Lehrer wie Schüler mit ihren Autos, Fahrrädern und Mofas den Nachhauseweg antreten. Ein totales Halteverbot vor den Schulen und Bushaltestellen, sowie Geschwindigkeitsbegrenzungen und Straßenwellen vor der Eichendorffschule hätten die Situation zwar entschärft, aber uneinsichtige Eltern die ihre Kinder direkt vor der Schule abholen, seien weiterhin ein großes Verkehrshindernis, so Zimmermann. Ein besonderer Brennpunkt stellt dabei immer wieder die Humboldtstraße mit dem Fürstenberg-Gymnasium und der Erich-Kästner-Schule.

Diesem Problem widmete sich am Montag nun der Gesamtelternbeitrat. Gemeinsam mit der Verkehrswacht und der Polizei wollen die Elternvertreter jetzt die Schüler selbst durch Projekte und Aktionen in die Problemlösung einbeziehen. Gedacht wird zum Beispiel an Plakate und Straßenbanner, die von den Jugendlichen gestaltet werden sollen. Diese könnten dann als Verkehrshinweise an den Zufahrtsstraßen platziert werden. "Wir versprechen uns davon einen besseren Erfolg, wenn die Schüler ihren Eltern über die eigenen Projekte erzählen", erklärt die Vorsitzende des Gesamtelternbeirats Sibylle Koch.

Mit ins Boot holten sich die Elternbeiräte die helfende Hand der Donaueschinger Verkehrswacht. "Wir werden uns sicher in irgendeiner Form, sei es finanzieller oder personeller Art, an dem Projekt beteiligen", kündigte Zimmermann an. Bevor es aber losgehen kann, müssten noch individuelle Lösungen für jede Schule ausgearbeitet werden, die den jeweiligen Umständen der Schulen gerecht werden, beschreibt Koch die aktuelle Planungsphase. Außerdem stünden die Gespräche mit den Schulen noch aus.

Auf Nachfrage  signalisierten jedoch einige Schulleiter schon vorab grünes Licht für eine derartige Zusammenarbeit. "Grundsätzlich sind wir für jegliche Maßnahme offen, die der Sicherheit unserer Schüler zugute kommt", sagt die Schulleiterin der Erich-Kästner-Schule Renate von Witzleben. Die Schule würde sich ohnehin schon für einen geregelten Verkehrsfluss engagieren, indem eine Aufsichtsperson unerlaubt parkende Eltern auf andere Parkmöglichkeiten hinweist.

Das Hauptproblem sieht Witzleben aber eher bei der Nachbarschule, dem Fürstenberg-Gymnasium. Viele Oberstufenschüler würden mit dem eigenen Auto oder Moped in die Schule fahren, und zusätzlich die Straßen verstopfen.

Auch Schulleiter Reinhard Zatschler von der Eichendorffschule verschloss sich nicht vor einer Kooperation mit dem Elternbeirat. "Wir haben vor unserer Schule zwar nicht mehr das ganz große Verkehrsaufkommen, aber es könnte noch besser sein", schildert Zatschler das Dauerthema Verkehr. Eine Möglichkeit sah Zatschler darin, dass die Schüler öfters zur Bushaltestelle laufen könnten, anstatt sich bequem abholen zu lassen. Zudem sei dies der Gesundheit förderlich.

"Jedesmal, wenn die Polizei vor den Schulen kontrollierte, gab es so gut wie keine Behinderungen", erzählte Zimmermann. Diese feine, aber auf Dauer sicherlich nicht realisierbare Lösung beweist, dass durch ein Maß mehr an Disziplin der Autofahrer schon einiges erreicht werden könnte. 

Dokumentation aus dem Südkurier  > 11-5-2006 <      Lokalausgabe Donaueschingen

Hinweis:
An dieser Stelle veröffentlichen wir Presseberichte die sich mit unserer Schule befassen. Für die jeweiligen Inhalte sind wir nicht verantwortlich, auch geben diese nicht unbedingt unsere Meinung wieder.
Die Veröffentlichung des Artikels geschieht mit freundlicher Genehmigung des Südkurier.

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