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Wolterdinger Schülerin kehrt aus Australien zurück 

 »Stress fast ein Fremdwort«

Einmal Outback und zurück

Von Rainer Bombardi

Cassandra Börsig mit Bumerang und Holzskulptur der Aborigines. 

Die Sterne auf Australiens
Nationalflagge stellen im übrigen ein Sternbild der südlichen Hemisphäre dar. 

 

 

        Foto: Bombardi

Einmal Australien und zurück: Für die Wolterdingerin Cassandra Börsig ging vor einem Jahr ein Traum in Erfüllung. Noch gut erinnert sie sich an das mulmige Gefühl, als der Flieger abhob und Abschied von der Heimat für zwölf Monate endgültig war.

Heute kann sie sagen, dass ihre Erwartungen übertroffen wurden und das in Deutschland ohnehin positive Bild des fünften Kontinents wesentlich schöner ist.

Die 17 Jahre alte Woltedingerin lebte bei einer Gastfamilie in der Nähe von Sydney und besuchte, wie jeder andere Teenager eine Schule.- Auf Anhieb gefielen ihr die Freundlichkeit und Gelassenheit der Menschen. »Stress wie wir ihn kennen ist in Australien ein Fremdwort«, schwärmt Cassandra. Das Schuljahr ist aufgeteilt in vier Unterrichtsblöcke, jeweils von Ferien unterbrochen. Schuluniformen sind obligatorisch. Beeindruckt hat sie auch die respektvolle, aber freundschaftliche Beziehung zwischen Schülern und Lehrern. Freunde zu finden war nicht schwer, so die 17Jährige. Am Wochenende ging sie oft nach Sydney und war von einer Aufführung im weltberühmten Opernhaus begeistert. Ganz im Gegensatz zum Flair der Weltstadt eröffnete sich abseits der städtischen Zivilisation ein ganz anderes Bild. Imposante Schönheiten waren das Great Barrier Reef, Ayers Rock, aber auch der Ferienaufenthalt auf einer Cattle Range (Rinderfarm) begeisterte die Wolterdingerin.

Das zweite Mal führte Cassandras Ferienreise in das Outback. »Auffallend sind die kräftigen Farben, welche die Natur bietet«, spielt die Fürstenberg-Gymnasiastin auf den roten Sand, das türkisblaue Meer oder das Grün des Buschlands an. »Australier legen großen Wert auf Umweltschutz und wegen der Buschbrandgefahr sind größere Feuerstellen und Rauchen praktisch tabu.« Cassandra lernte Aborigines als außerordentlich zuvorkommend kennen. Kängurus entsprechen auf Grund ihrer Häufigkeit eher dem in Europa lebenden Wild. Dementsprechend oft werden sie von Autos angefahren. Ein Vierteljahrhabe es gedauert, ehe sie Englisch dachte und fühlte. In den nächsten beiden Jahren möchte sie am FG ihr Abitur machen und hätte nichts dagegen, danach für ein weiteres Jahr nach
Australien zurückzukehren.
Selbstvertrauen, Hilfsbereitschaft und Geschicklichkeit sind auf alle Fälle gestiegen,
erzählt die junge Frau lachend.

Dokumentation aus dem Schwarzwälder Boten / Lokalredaktion Donaueschingen  
 Datum:  15-7-2006

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