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Frei lässt Muskeln für TG spielen

Donaueschingen. Frischer Wind weht im Rathaus, an den Kaufmännischen und Hauswirtschaftlichen (KHS) sowie den Gewerblichen Schulen (GS) - und frischer Wind kommt demzufolge auch in die Debatte um die Einrichtung eines Technischen Gymnasiums (TG) in Donaueschingen.

Oberbürgermeister Thorsten Frei hat die sieben Donaueschinger Schulen längst besucht. Gestern machte er sich ein Bild von den Kaufmännischen und Hauswirtschaftlichen Schulen mit angegliedertem Wirtschaftsgymnasium unter der Leitung von Frank Kühn sowie den Gewerblichen Schulen unter der Leitung von Gerhard Gaiser. Zwar steht die Kommune für diese Einrichtungen nicht in finanzieller Verantwortung, jedoch haben die beiden Häuser eine Außenwirkung und helfen mit, die Donaustadt weiterhin als Schulstandort zu profilieren. 

Den beiden erst im laufenden Schuljahr nach Donaueschingen gekommenen Schulleitern attestierte Frei viele Visionen und Durchsetzungskraft. Sie wiederum werden dem OB sicherlich ein offenes Ohr bescheinigen - schließlich horchte er sich genau um, was es mit dem Wunsch nach der Einrichtung des TG auf sich hat. 

Das dreizügige Wirtschaftsgymnasium (WG) platzt aus allen Nähten. Absagen um Absagen muss die Einrichtung erteilen, die Warteliste ist lang. Bildet das WG eine ideale Ergänzung zu den Kaufmännischen und Hauswirtschaftlichen Schulen, haben die beruflichen Schulen auf der anderen Straßenseite ein solches Pendant nicht. Aber auch an einem beruflichen Gymnasium bestünde, so Gaiser, sicherlich Bedarf. Die Tatsache, dass auch das Fürstenberg-Gymnasium sich nicht über einen Mangel an Schülern beklagen kann, werteten "die drei Neuen" in Donaueschingen ebenfalls als Indiz dafür, dass Bedarf an einem Technischen Gymnasium besteht - und sei dieser einmal nicht mehr gegeben, habe Gaiser auch kein Problem damit, die Einrichtung wieder zu schließen, bekundete Gaiser. 

Aber wäre ein einzügiges TG auch räumlich realisierbar? "Die infrastrukturellen Gegebenheiten sind da", so Thorsten Frei. "Räumlich wäre das im jetzigen Bestand machbar", glaubt Gaiser. Frei möchte sich für das Anliegen bei Kreis und Land stark machen: "Das TG ist ein Wunsch, aber einer, der mir realisierbar scheint." 

Dokumentation aus dem Schwarzwälder Boten / Lokalredaktion Donaueschingen  
 Datum:  21-1-2005

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