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Schüler auf Schillers Spuren 

Zwei Schulklassen des Fürstenberg-Gymnasiums besuchen den Schillerstein 


Rote Rosen 
von Schülern für Friedrich Schiller. 

 

 

 

 

Bild: Christ 

Donaueschingen - Anlässlich des 200. Todestages von Friedrich Schiller haben gestern zwei Oberstufenklassen des Fürstenberg-Gymnasiums das Donaueschinger Schillerdenkmal am Buchberg besucht. Leider gehörte diese Schiller-Andacht nicht zu den 570 Veranstaltungen in Deutschland, die im diesjährigen Schillerjahr durchgeführt werden. Doch laut des ehemaligen Direktors Pfaff der Lehrerakademie, der auch die Idee dazu hatte, ist dieser "Lehrgang etwas ganz besonderes". 

Er selbst lebte einst in dem kleinen Ort Bauerbach in Südthüringen, wo Schiller eins seiner genialsten Werke, nämlich "Kabale und Liebe", verfasste. Gabriele Rottenecker traf deshalb den spontanen Entschluss mit ihrem Deutschkurs und mit dem von Johannes Schneider am Donaueschinger Schillerdenkmal eine schauspielerische Andacht durchzuführen. 

Nach einer kleinen Wanderung zitierten die Schüler Friedrich Schiller, trugen Zitate über ihn vor oder spielten kurze Auszüge aus "Kabale und Liebe" vor, das gerade im Deutschunterricht durchgenommen wird. Ein schwarzer Zylinder diente dabei als Symbol eines Akteurs. 

Als Geste des ehrenvollen Respekts legten einige Schüler am Ende der Andacht drei rote Rosen an seinem Denkmalsstein nieder. "Schillers Worte sollen auch die Herzen berühren. Die roten Rosen sollen das Symbol dafür sein", meint Gabriele Rottenecker. Einige wichtige Zitate Schillers gab die Deutschlehrerin den Schülern damit auf ihren weiteren Lebensweg. Auch heute noch sind seine Worte aktuell und richten sich oft speziell an die Jugend. Sie beziehen sich ebenso auf die Politik: "Geben Sie Gedankenfreiheit", forderte Schiller einst, was als demokratischer Wert in der heutigen Welt nicht ganz selbstverständlich ist.

Genau vor 100 Jahren wurde Friedrich Schiller von ganz Donaueschingen gewürdigt. Das Fürstenhaus, die Stadtverwaltung, die komplette Schülerschaft und die vielen Bürger Donaueschingens formierten sich zu einem Festzug, der zum Buchberg führte. Die Kapelle setzte musikalische Glanzpunkte und eine Laienspielgruppe führte das Drama "Wallensteins Lager" auf, was sehr zur Umgebung des Buchbergs passte. An genau diesem Ort wurde 1905 der Schillerstein eingeweiht, ein mächtiger Sandstein-Findling aus dem Donaueschinger Forstrevier Oberholz, an dem sich ein Bronze-Medaillon mit Friedrich Schillers markanten Gesichtszügen befindet. Die damalige Schillerfeier, die sich die Stadt auch einiges hatte kosten lassen, war ein Fest aller Donaueschinger. Insgesamt bezahlte die Stadt 1266 Mark, was heute wahrscheinlich gar nicht mehr möglich wäre. 

Doch auch die heutigen Jugendlichen haben den großartigen Dichter nicht vergessen, was man an dem gestrigen Ausflug der beiden Deutschkurse sehen kann. "Um Zugang zu finden muss man sich auf den Weg machen", so Präsident Bühler des Lion-Clubs, der zusammen mit seiner Frau den fleißigen Schülern eine Brezel spendete. Er wies während der lebendigen Gedenkfeier daraufhin, dass in 44 Jahren bereits Schillers 250. Geburtstag gefeiert werden kann. In 44 Jahren ein Erinnerungsfest an der gleichen Stelle würde er sich sehr wünschen. 

Claudia Christ


Dokumentation aus dem Südkurier  > 10.05.2005 <      Lokalausgabe Donaueschingen

Hinweis:
An dieser Stelle veröffentlichen wir Presseberichte die sich mit unserer Schule befassen. Für die jeweiligen Inhalte sind wir nicht verantwortlich, auch geben diese nicht unbedingt unsere Meinung wieder.
Die Veröffentlichung des Artikels geschieht mit freundlicher Genehmigung des Südkurier.

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