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FG führt neues Technik-Fach ein

Donaueschingen (no). Das Fürstenberg-Gymnasium wird 2006 das Fach Naturwissenschaft und Technik (NWT) für die Klassenstufen acht bis zehn einführen. NWT unterscheidet sich von bisherigen Lernangeboten dadurch, dass auf eine verstärkte Kooperation mit Wirtschaftsunternehmen gesetzt wird. Weil die Pädagogen dafür nicht ausgebildet sind, sei man auf die Unterstützung der Wirtschaft angewiesen, sagte Schulleiter Rudolf Strasser. Auf diese Weise werde Schülern Einblick in Produktionsabläufe gewährt, was in dieser Form an Schulen nicht vermittelt werden kann. (21-4-2005)

Fürstenberg-Gymnasium steuert dem Ingenieurmangel gegen

Donaueschingen. Das Fürstenberg-Gymnasium will, wie gestern kurz gemeldet, die naturwissenschaftlich-technische Ausbildung an der Schule fördern. Zu diesem Zweck soll 2006 zunächst befristet auf drei Jahre das Hauptfach Naturwissenschaft und Technik (NWT) für die Klassenstufen acht bis zehn eingeführt werden. Der Hauptausschuss der Stadt Donaueschingen, die Schulträger ist, hat am Dienstag seine Zustimmung signalisiert.

Die Stadtverwaltung und die Gemeinderatsfraktionen stehen dem Vorhaben aufgeschlossen gegenüber. Man komme damit einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe nach, so der Tenor. Seit langem beklagen die Industrie und die gewerbliche Wirtschaft, dass es zunehmend schwieriger werde, Techniker- und Ingenieurstellen zu besetzen, weil immer weniger Studierende sich für diese als schwierig geltenden Studiengänge entschieden. Schon heute wird der Fehlbedarf bei den Ingenieuren von der Wirtschaft mit mehreren zehntausend beziffert.

IMS Gear zieht mit

Auch am Fürstenberg-Gymnasium ist der Trend zur Abkehr von den Naturwissenschaften und insbesondere der Physik zu beobachten. Um die schulische Ausbildung stärker auf die Notwendigkeiten der Praxis auszurichten, soll das Projekt "Scout" (Science Outlined) gestartet werden. Ziel ist die Entwicklung und Erprobung ganzheitlicher Lernsequenzen und die Öffnung außerschulischer Lernorte für Schüler. Dazu sollen Universitäten, Forschungsinstitute, Berufliche Schulen und Unternehmen eingebunden werden. Bislang werden von der Schule die Universität Konstanz, das Fraunhofer-Institut in Stuttgart, IMS Gear in Donaueschingen und die Winkler Ausbildungsgesellschaft mbH in Villingen-Schwenningen genannt. Die Federführung liegt beim Verein der Freunde des Fürstenberg-Gymnasiums.

Die angestrebte Kooperation mit Forschungseinrichtungen und Industriebetrieben ist schon deswegen unerlässlich, weil die an den Schulen lehrenden Pädagogen nicht die erforderliche Ausbildung haben. Bis geeignete Lehrkräfte zur Verfügung stünden, würden noch Jahre vergehen, sagte Rudolf Strasser, Rektor des FG. Das Verbundfach NWT soll wöchentlich vier Stunden unterrichtet werden. Das Angebot richte sich an Schüler nicht nur aus dem naturwissenschaftlichen, sondern auch aus dem sprachlichen Bereich. Das neue Fach entspreche der dritten Fremdsprache, erläuterte Strasser.

Dokumentation aus dem Schwarzwälder Boten / Lokalredaktion Donaueschingen  
 Datum:  21-4-2005

Hinweis:
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