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17. Modellkonzert in der St.-Johann-Kirche 
 Schulen und Vereine treten gemeinsam auf


Bad Dürrheim
 

 

 

 

 

 

Bild: Strohmeier

Ein kontrastreiches Programm gab es bei dem 17. Modellkonzert in der katholischen Kirche St. Johann am Samstagnachmittag. Der Schulchor und das Orchester des Fürstenberg-Gymnasium sangen zusammen mit dem Kirchenchor Bräunlingen die Komposition Missa brevis in C, wenig später schallte die Ethno-Messe durch die Kirche.

Bad Dürrheim (ied) Christliche Lieder standen im Mittelpunkt des 17. Modellkonzertes am Samstagnachmittag in der katholischen Kirche St. Johann. Im Projekt Modellkonzert, das jetzt schon seit 20 Jahren besteht, musizieren Vereine und Schulen gemeinsam. Ziel ist die gegenseitige Aufwertung der Gesangvereine und der verschiedenen Schulen, erklärte Christine Werther-Villing, die Kooperationsbeauftrage des Kultusministeriums, dem Publikum.

Vor 20 Jahren begann in Baden-Württemberg die Konzertreihe Begegnung der Schulmusik. Gegründet wurde die Reihe, um die Leistungen der 3000 Chöre und Instrumentalgruppen der Schulen in das Kulturleben der Gemeinden, der Städte und des Landes einzubringen. Gleichzeitig soll eine gute Partnerschaft der Ensembles der Kirchen, der Schulmusik und der Vereine herbeigeführt werden.

Die Schulmusik gehört nach Angaben der Veranstalter inzwischen zu den großen Konzertveranstaltern und sei für das Musikleben des Landes, für die Bewahrung des kulturellen Erbes und für die Motivation junger Menschen für neue Formen der Musik unverzichtbar. Landesweit gibt es 455 Dauerkooperationen zwischen Schule und Verein, in denen Kindern und Jugendlichen neue musikalische Horizonte eröffnet werden.

Dass das diesjährige Modellkonzert in Bad Dürrheim stattfand, ist dem Bad Dürrheimer Rudi Reichmann, Präsident des Schwarzwaldgau Sängerbundes, zu verdanken. So zeigten sich Gastgeber Pfarrer Paul Heizmann und Bad Dürrheims Bürgermeister Walter Klumpp glücklich, die Veranstaltung in der neu renovierten Kirche zu haben. Klumpp nannte die Veranstaltung einen Tag der Begegnung für Jung und Alt. Er wies darauf hin, dass die Laienmusik in Baden-Württemberg die zweitgrößte Volksbewegung nach dem Sport sei. "Musik vereint die Menschen" und sei "das soziale Bindemittel".

Mit dabei waren Organist Frank Rieger, der Grundschulchor Pfohren, die Chöre und das Instrumentalensemble des Fürstenberg-Gymnasiums, der Kirchenchor Bräunlingen, der Hauptschulchor der Eichendorffschule und die Chöre aus Allmendshofen. Außerdem kamen noch ein Auswahlchor und die Instrumentalgruppe des Vokalensembles. Im Abschluss trat der Chor des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Fellbach auf, dort wird 2006 das 18. Modellkonzert stattfinden.

Hubert Stinner war für die Gestaltung des Konzerter mit dem Schwerpunkt Kirchenmusik zuständig. So gab es klassische Stücke zu hören, aber auch modernes wie die Ethno-Messe von Lorenz Maierhofer. Zu Beginn sang der Grundschulchor Pfohren zusammen mit dem Kinderchor der Allmendshofen, begleitet von der Instrumentalgruppe des Fürstenberg-Gymnasiums Donaueschingen die Kirchberger Kinderchormesse. "Froh ist die Botschaft und unser Singen", schallte es durch die Kirche. Der Auftritt war mit den vielen jungen Sängern im Altarraum auch ein eindrucksvoller Anblick.

Im Kontrast zu den klassischen Stücken - wie das Missa brevis in C - stand die Ethno-Messe, zu der sich der Schulchor des Fürstenberg-Gymnasiums, der Eichendorffschule, der Jugendchor Allmendshofen sowie das Vokalensemble und die Rhythmusgruppe des Vokalsensembles Schwarzwald-Baar zusammengefunden hatten. Indianische Anleihen mit dumpfen Trommeln, afrikanische und Gospel Einflüsse sowie Texte von Martin Luther King bildeten den Kern dieses Stück, das bei den Zuhörern in der fast vollbesetzten Kirche gut ankam.


Dokumentation aus dem Südkurier  >28.11.2005<      Lokalausgabe Donaueschingen

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Die Veröffentlichung des Artikels geschieht mit freundlicher Genehmigung des Südkurier.

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