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Entwarnung an Schulen: 
Die PCs bleiben stehen


Stadt rückt ab von Spargelüsten beim Multimedia-Budget

Die Stadt wollte den Schulen an die Sparbüchse. Ausgerechnet dort sollte Geld zurückgerufen werden, wo sich laut Expertenmeinung eine zukunftstaugliche Ausbildung von Schülern mitentscheidet: beim Computerunterricht. Doch die Schulleiter leisteten Überzeugungsarbeit. Gestern Abend legte der Hauptausschuss des Gemeinderats das Vorhaben zu den Akten.

Donaueschingen
VON KLAUS DANGEL

Die Gemeinden müssen für die Ausstattung der Schulen sorgen, das Land ersetzt einen Teil der Kosten in Form von Sachkostenbeiträgen. Seit 2002 zeigt sich das Land weitsichtig und überweist zusätzlich Multimediazuschläge. Damit wird die als unabdingbar erkannte Ausstattung der Schulen mit moderner Computertechnologie gefördert. Donaueschingen reagierte "Pisa-vorbildlich" und gab diese Extragelder bisher direkt an die Schulen weiter. Aber die gaben das Geld nicht gleich aus, sondern sparten es an. Die Folge: Im Zuge der großen Sparanstrengungen im Stadthaushalt kamen Gelüste auf. Kann man den Schulen eventuell die Multimediagelder streichen (da ja Reserven gebildet wurden) und sie anderweitig verwenden?

Immerhin 70000 Euro wären somit im kommenden Jahr frei geworden, um andere Stadtaufgaben zu finanzieren. Aber die Schulchefs, die in jüngsten Jahren schon manche Budget-Kürzung mittrugen, wurden diesmal zum Bollwerk. Sie gingen in Klausur mit der Verwaltungsspitze und machten plausibel, dass dieser "flinke Sparerfolg" auf lange Sicht ein schlechter Handel wäre, und zwar für Schulausbildung und Stadtfinanzen gleichermaßen. Die Gelder seien nicht etwa deshalb angehäuft worden, weil gar kein Investitionsbedarf bestehe, sondern weil es in jeder Schule sehr konkrete Anschaffungs-Strategien mit individuell unterschiedlichen Zeittakten gebe. Würde nun der Geldzufluss versiegen, so käme es sehr rasch zu einer Finanzierungslücke - und die Stadt müsste aus allgemeinen Haushaltsmitteln mühsam nachfinanzieren.

Die Rathausspitze fand's einleuchtend und ließ sich bekehren. Der Hauptausschuss sah es gestern Abend genau so und verwarf den angedachten Griff nach den Schul-PCs. Alle Sprecher zeigten sich erleichtert über diese Entwicklung, Grüne-Rat Blaurock sprach gar von einer erfreulichen "Trendwende"

Mehr noch: Einstimmig formulierte das Gremium die Absicht, dass nach den zurück liegenden Kürzungsjahren nun auch an den allgemeinen Schulbudgets nicht mehr pauschal geknabbert werden soll. "Die Schulen kommen sonst nicht mehr zurecht", mahnte Hauptamtsleiter Ernst Zimmermann.

OB Thorsten Frei zollte der Kooperationsbereitschaft bei den notwendigen Einschnitten der letzten Jahre Anerkennung: "Mit unseren Schulleitern kann man hervorragend zusammenarbeiten." 

Dokumentation aus dem Südkurier  > 09.11.2005 <      Lokalausgabe Donaueschingen

Hinweis:
An dieser Stelle veröffentlichen wir Presseberichte die sich mit unserer Schule befassen. Für die jeweiligen Inhalte sind wir nicht verantwortlich, auch geben diese nicht unbedingt unsere Meinung wieder.
Die Veröffentlichung des Artikels geschieht mit freundlicher Genehmigung des Südkurier.

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