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Terroranschläge schocken Gymnasiasten

Donaueschingen/Bräunlingen.

 Die Auswirkungen des Bomben-Terrors auf die U-Bahn-Stationen und Stadtbusse im Londoner Stadtgebiet mit mindestens 33 Toten und 90 Verletzten schlugen gestern in den Donaueschinger Reisebüros bislang nicht durch.



Dies signalisierte Ellen Epheser vom Reisebüro Müller in der Karlstraße. Erst am Vormittag hatte sie noch Prospekte über die Stadt an der Themse über den Tisch gereicht. Die Stornierungswelle bei Städtereisen blieb auch bei Melanie Mundweiler vom Reisebüro Todt aus, und glühende Telefondrähte besorgter Angehöriger von Reisenden wurden von dort auch nicht gemeldet.

Schule informiert um 13.30 Uhr in Aula

Dennoch sorgte die Nachricht von den Terroranschlägen für bange Minuten in der Region. So wich für den Bräunlinger Engelbert Kropfreiter die Sorge um seinen Sohn Eckehard, der dort als Geigenbauer seit rund sieben Jahren lebt, erst nach einem aufklärenden Anruf, denn der 44-Jährige fährt jeden Morgen mit der Tube zu seiner Arbeitsstätte nach Stratford. Er blieb unverletzt. Es sei jedoch ein Verkehrschaos ausgebrochen, da alle U-Bahnen gesperrt wurden und Fahrgäste auf Busse verwiesen wurden.

Wegen der Bomben-Detonationen droht jetzt der für die kommende Woche geplanten Englandfahrt des Fürstenberg-Gymnasiums die Verschiebung respektive das Aus. Am Sonntagabend sollten sich die Gymnasiasten plangemäß zur Studienfahrt aufmachen, London ist eines der Reiseziele. Aufregung nun bei Schulleiter Rudolf Strasser und den eingebundenen Lehrkräften - gestern wurde spontan signalisiert, die Fahrt zu verschieben, wenn nicht ganz abzusagen. Für heute ist um 13.30 Uhr eine Aussprache mit den Eltern in der Aula angesetzt.

Strasser will sich auch mit dem Auswärtigen Amt hinsichtlich einer offiziellen Reisewarnung in Verbindung setzen und traf sich mit den Begleitlehrern zur ersten Krisensitzung. In der Reihe der Pädagogen wurde man deutlich: Unter diesen Umständen könne man eine Englandfahrt unter keinen Umständen verantworten, so der Tenor. Wegen der in Großbritannien vor einigen Jahren aufgetretenen Maul- und Klauenseuche hatte das Fürstenberg-Gymnasium schon einmal eine Studienfahrt abgesagt.

Dokumentation aus dem Schwarzwälder Boten / Lokalredaktion Donaueschingen  
 Datum:  08.07.2005

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