Doch Klassenfahrt nach England
Eltern entschieden aber, dass Besuch in London ausbleibt
VON CLAUDIA CHRIST
| Donaueschingen - Trotz der Terroranschläge in London werden 51 Achtklässler des Fürstenberg-Gymnasiums am Sonntag nach England fahren. Im einer Beratungsrunde entschieden sich gestern die Eltern der Schüler einstimmig dafür. Jedoch wird nun die Stadtbesichtigung Londons vom Programm gestrichen, was ein großes Anliegen der Eltern und Lehrer war. Ein Zeichen setzt in bedrohlichen Zeiten auch eine englische Schülergruppe, die demnächst nach Donaueschingen reist.
In der Aula berieten gestern Eltern und Lehrer über ihre Sicherheitssorgen wegen der Klassenfahrt nach England.
Bild: Christ |
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Seit Mittwoch stand die gesamte Klassenfahrt nach England wegen der Terroranschläge auf der Kippe. Schuldirektor Rudolph Strasser, die Organisatoren, die Begleitlehrer und die Eltern der teilnehmenden Schüler diskutierten gestern über die Absage der Studienfahrt nach Canterbury. Über die Gefährdungslage hatten Schulleitung und Eltern Informationen vom Auswärtigen Amt, vom Kultusministerium, vom Oberschulamt sowie von der Kriminalpolizei eingeholt. Es gebe keinerlei Hinweise, die von der Reise abraten würden, so das Auswärtige Amt.
In der Runde wurde auch eine Verschiebung der Fahrt angesprochen. Jedoch ändere sich an der potenziellen Bedrohung auch in den kommenden Monaten nichts und ein Ausweichtermin sei nur schwer zu finden, sagte der Direktor.
Bei der Abstimmung übte die Schule keinen Druck aus. Die Entscheidung war den Eltern der Kinder selbst überlassen. Die Schulleitung wünschte sich allerdings ein einstimmiges Ergebnis, was letztendlich auch der Fall war. Da die Klassen nächstes Jahr getrennt werden, bestehe nun auch die letzte Gelegenheit eine gemeinsame Reise zu unternehmen.
Nach der Entscheidung für die Fahrt ist die Freude riesig bei den Schülern, die nun eine Woche auf die Insel fahren dürfen. Am Sonntagabend fährt ein Bus die 51 Schüler und ihre drei Begleitlehrer Matthias Uhing, Jutta Pfitzenmaier und Ulrike Weiß nach Calais, wo dann die Überfahrt mit einer Fähre folgt. Untergebracht werden die Jugendlichen zu zweit oder zu viert in Gastfamilien in Canterbury.
Der Ersatzausflug für London steht zwar noch nicht fest, doch Besichtigungen in Dover, Leeds Castle oder Chilham finden statt. Vielleicht haben die deutschen Gäste auch die Möglichkeit, einen Eindruck von Stonehenge zu erlangen.
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