Donaueschingen
Ecuador wird zur großen Lebenserfahrung
Charlotte Schröder kehrt nach einem Jahr Aufenthalt zurück
Von Rainer Bombardi
Die Pfohrener Abiturientin Charlotte Schröder erinnert sich gerne
an ihr Jahr in Ecuador, bei dem sie einiges an Lebenserfahrung
hinzugewonnen hat.
Als zuvorkommendes Volk lernte sie die Indigenas kennen von denen sie eine selbstgefertigte Decke
mitbrachte.
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Ein unvergessliches Jahr und eine unbezahlbare Lebenserfahrung schwärmt
Charlotte Schröder von ihrem Jahr als Austauschschülerin in Ecuador.
Als sie damals von Freunden von der Austauschorganisation hörte, stand ihr Entschluss zu einer solchen Reise auf Anhieb fest. »Es ist dort viel leichter Anschluss zu finden als bei uns und die Menschen sind insgesamt glücklicher«,
machte Schröder als markanteste Unterschiede zu Deutschland aus.
Besonders als sie wieder zurückkam fiel ihr auf Anhieb das unsägliche »Gejammere«
auf, in welchem die Republik steckt. »In Ecuador sind die Menschen mit weniger zufriedener als bei uns.« Schröder bezeichnet ihre Freundlichkeit als ansteckend. Ecuadorianer leben ohne großen Pargraphendschungel und bürokratische Vorschriften glücklich und verstehen es zu feiern.
»Zeiteinteilung ist ihnen fremd und sie besitzen ein Stück Lebensqualität, von dem
wir Mitteleuropäer gut etwas gebrauchen könnten«, berichtet Schröder.
Die Abiturientin bezeichnet das Schulsystem in Ecuador als streng. Es gibt fast ausschließlich Privatschulen, wobei sie eine katholischen Mädchenschule besuchte. Jede Schule hat eine eigene Schuluniform. Da alle das gleiche Outfit tragen, gewöhnte sie sich schnell daran. »Frontalunterricht dominiert das Schulwesen«, bezeichnet Schröder das System als wenig effektiv.
Den Naturwissenschaften und religiösen Elementen wir große Bedeutung beigemessen.
Ecuador bezaubert durch seine Topographie mit Küste, Hochgebirge und Urwald auf
engstem Raum. Die Menschen leben hauptsächlich vom Klein- und Mittelgewerbe.
Auch ohne gemeinsame Sprache gelang es ihr mit der einheimischen Bevölkerung, den Indigenas, ins Gespräch zu kommen. Die Verständigung lief auf Englisch, wangsläufig lernte Schröder ein wenig spanisch. Sogar ein paar Brocken
der Eingeborenensprache Qechua wurden ihr beigebracht.
Schröder hat die Reise derart gut gefallen, dass sie nach dem Abitur einen Trip noch einmal ins Visier nimmt. Es sei ein erhabenes Gefühl am Chimborazo zu stehen, dem Vulkan dessen höchster Punkt am weitesten entfernt vom Erdmittelpunkt sein soll, so Schröder.
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