England auch ohne London schön
Trotz Terror-Alarm schöne Schülerfahrt von 51 Achtklässlern des Gymnasiums
Die Studienfahrt nach Canterbury war trotz des ausbleibenden Londonbesuchs ein voller Erfolg. 51 Achtklässler sowie drei Begleitlehrer des Fürstenberg-Gymnasiums erlebten eine abwechslungsreiche Woche bei unerwartet schönem Wetter.
VON CLAUDIA CHRIST

Für 51 Schüler und drei
Lehrer des Fürstenberg-Gymnasiums war England
auch ohne London eine Reise wert.
Die Terroranschläge vom 7. Juli in London verursachten sowohl bei den betroffenen Eltern als auch bei den Lehrern des Fürstenberg-Gymnasiums große Bedenken, ob man die Fahrt nach England aus Sicherheitsgründen nicht absagen sollte. Deshalb rief man eine Beratungsrunde ein, in welcher Eltern und Lehrer über ihre Sorgen diskutierten (wir berichteten). Nachdem sich die Eltern einstimmig für die Englandfahrt entschieden hatten, stand dem einmaligen Erlebnis nichts mehr im Weg. Aus Sicherheitsgründen beschloss die Diskussionsrunde aber, dass ein Ausflug in die Hauptstadt London nicht in Frage kommt.
Den Beginn der einwöchigen Fahrt auf die europäische Insel machte die nächtliche Busfahrt über Calais, wo die Reisegruppe eine Fährenüberfahrt nach Dover erwartete. In England angekommen, ging es dann weiter in den Ziel - und Aufenthaltsort Canterbury. In dieser südwestlich gelegenen Stadt in der Grafschaft Kent waren die 51 Jugendlichen mit ihren drei Begleitlehrern Matthias Uhing, Jutta Pfitzenmaier und Ulrike Weiß in Gastfamilien untergebracht. So hatten die Schüler die Möglichkeiten einen Blick in das Alltagsleben englischer Familien zu werfen und ihre Englischkenntnisse zu verbessern. "Das Leben in den Familien klappte sehr gut und die Schüler fühlten sich wohl", sagte Matthias Uhing zufrieden.
Seltenerweise hatten die Donaueschinger großes Glück bei dem Wetter, es hatte nämlich fast täglich traumhafte 25 bis 30 Grad. Dies gab den vielen verschiedenen Aktivitäten einen besonderen Touch, wobei sogar mehrere Strandausflüge möglich waren. Die dortige "Heimatstadt" Canterbury wurde gleich zwei Mal besichtigt, denn sie ist eine wirklich schöne Stadt, wo sich alle wohl fühlten. "Die Englandfahrt war voll cool, besonders Canterbury!", meinte Jessica Pötsch glücklich.
Des Weiteren unternahmen die Reisenden Busfahrten nach Dover, Margate und dem wunderschönen Wasserschloss Leeds Castle. Die reiche Geschichte und die individuellen Angebote, wie ein Irrgarten beispielsweise, boten den Schülern sehr viel Unterhaltung. Die Begleitlehrer hatten außerdem für einige Abende ein Programm aufgestellt, wie etwa ein Sportabend oder eine Abendwanderung. Was den Schülern und Lehrern besonders gut gefiel, war ein Besuch eines traditionellen Pubs, natürlich in Abendkleidung.
Da die Hauptattraktion der Studienfahrt nach London leider ausblieb, musste ein Ersatzausflug ausgesucht werden, der sich schnell fand: Ein Marinemuseum mit U-Booten, Zerstörern und Segelschiffen aus dem 19. Jahrhundert. Die Organisatoren hielten es für einen guten und sehr interessanten Ersatz, der viele Aktivitäten bot. Bei manchen Schülern kam das unglücklicherweise nicht so an: "Ich fand es echt schade, dass wir nicht nach London fahren konnten. London war für mich der Grund an der Englandfahrt teilzunehmen.", äußerte sich Pierre Mochar enttäuscht.
Ein großes Lob gilt dem netten und kompetenten Busfahrer Karl-Heinz, der die Schulgruppe durch die Gegend Kent führte und fast eine weitere Betreuungsperson verkörperte. Er war schon etliche Male in dieser Gegend und kannte diese wie seine eigene Westentasche, was er bei seinen Geheimtipps bewies.
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