Eine Bibliothek für die Pennäler
Buchspenden ermöglichen
am Fürstenberg-Gymnasium neue Einrichtung für Schüler
Nun haben auch die Oberstufenschüler eine eigene Bibliothek, was durch das Engagement von Christof Rademacher möglich gemacht wurde.
Bild: Christ
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Am Fürstenberg-Gymnasium werden derzeit Bibliotheken für die Unterstufe und die Oberstufe eingerichtet. Die beiden Lehrer Jutta Pfitzenmaier und Christof Rademacher engagieren sich für dieses Projekt.
Wessen Idee war die Einrichtung einer Schulbibliothek und seit wann wird daran gearbeitet?
Christof Rademacher: "Eine Oberstufenbibliothek war das Anliegen unseres Direktors und ich habe mich mit Hilfe von Schülern für diese Aufgabe bereit erklärt. Bei der Projektwoche im letzten Schuljahr wurde bereits mit dem systematischen Erfassen von etwa 500 Büchern und deren Zuteilung begonnen. Am Ende des Schuljahres sind wir wahrscheinlich fertig."
Jutta Pfitzenmaier: " Die Einrichtung einer Unterstufenbibliothek habe ich selbst ins Leben gerufen. Die Idee reifte schon lange, doch es fehlte an finanziellen Mitteln und interessierten Mithelfern. In diesem Schuljahr habe ich die Gelegenheit am Schopfe gepackt und mit der Unterstützung einiger Schüler angefangen einen Klassenraum in eine Jugendbibliothek zu verwandeln, der eventuell bis Weihnachten fertig ist."
Welchen Zweck sollen die Bibliotheken erfüllen?
Jutta Pfitzenmaier: "Ich möchte die Kinder zum Lesen begeistern und dieses auch fördern, indem ich ihnen Jugendbücher, Sachbücher oder auch Romane aller Art anbiete und sie somit nicht nur auf die Schulthematik beschränkt sind."
Christof Rademacher: "Mein persönliches Ziel ist es eine Art Universitätsbibliothek zu schaffen, die Literatur von A bis Z für die Oberstufenschüler enthalten soll. Sie sollen die Möglichkeit haben, für ihre Referate oder Kursarbeiten sowohl in Büchern als auch am Computer recherchieren zu können. Als Nebeneffekt werden die baldigen Schulabgänger auf die spätere wissenschaftliche Arbeit an einer Uni vorbereitet."
Wie viele Bücher fassen die Bibliotheken schließlich und mit welchen Mitteln beschaffen Sie sich die Bücher?
Christof Rademacher: "Im Moment beinhaltet der Bibliotheksraum rund 600 Bücher, die aus Privatsammlungen von Lehrern stammen. Weitere Bücher erhoffe ich mir aus den laufenden Verhandlungen mit der Universitätsbibliothek Freiburg, die vielleicht Restbestände haben. Bis zur Fertigstellung wird diese Präsenzbibliothek etwa 1000 Bücher zum Ausleihen erfassen."
Jutta Pfitzenmaier: "Bis jetzt habe ich sämtliche Jugendbuchverlage um Spenden angeschrieben, wobei mache sehr großzügig waren. Des Weiteren habe ich Eltern, Lehrer oder auch Schüler um Geldspenden oder auch Buchspenden gebeten. Da die Schule mich nur sehr gering finanziell unterstützen kann, ist die Unterstufenbibliothek auch weiterhin auf Spenden angewiesen. Ich würde mich deshalb sehr freuen, wenn mich noch weitere Spenden, ob Geld oder gut erhaltene Jugendbücher, erreichen würden. Im Moment hat der Raum Platz für circa 800 Bücher; ich strebe aber eine Anzahl zwischen 1000 und 1500 an."
Auf welche Weise werden die jeweiligen Bibliotheken geführt werden und wie wird den Schülern der Zugriff ermöglicht?
Jutta Pfitzenmaier: "Trotz des vielen Nachmittagsunterrichts hoffe ich auf die Mitarbeit der Schüler, vor allem der Achtklässler, denn es steckt weiterhin noch sehr viel Arbeit, wie beispielsweise das Büchereinbinden, dahinter. Aus diesem Projekt soll ein gewöhnlicher Bücherverleih werden, den die Schüler übernehmen sollen. Mit einem Bibliotheksausweis haben die Jugendlichen an noch nicht feststehenden Terminen Zugang."
Christof Rademacher: "Eine Schülergruppe und ich arbeiten an einem System, das einer Unibibliothek gleicht. Jedem Buch wird ein Barcode zugeteilt und diese werden in einem Verzeichnis stehen, so dass man auch von zu Hause aus Zugriff auf die Bibliothek hat. Dafür wird noch eine eigene Homepage benötigt, die in Arbeit ist. Außerdem wird jeder Oberstufenschüler einen Ausweis bekommen, der ihnen den Zugang in den großen Pausen oder in den Mittagspausen ermöglicht."
Die Fragen stellte
Claudia Christ
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