Das grauenvolle Piepsen
Abi-Klausur in der Sporthalle - für manche eine nervtötende Erfahrung
Donaueschingen
VON Cö
Haben gestern Deutsch-Abitur geschrieben (von links):
Marina Eberle, Svenja Höfle und Mareike Böhme.
Bild: Christ |
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Gestern begann am Fürstenberg-Gymnasium das schriftliche Abitur mit der Deutschprüfung - erstmals in einem zentralen Raum, der Kästner-Halle (wir berichteten). Der Schule bescherte die Neuerung weniger Unterrichtsausfall, aber wie gefiel es den Schülern gemeinsam mit vielen "Leidensgenossen" zu schreiben?
"Ich hatte mir das schlimmer vorgestellt", meint Natalie Lehre, die es eigentlich in Ordnung findet die nächsten Tage in der Halle zu schreiben. Christian Kiefer lacht und sagt: "Es war zwar etwas kalt, aber ich fand es cool in der Halle zu schreiben." Es seien zu viele Leute an einem Ort gewesen und man hörte jede Kleinigkeit, beklagt sich Marina Eberle.
Die Erich-Kästner-Halle scheint recht hellhörig zu sein. Während der fünfstündigen Klausur ertönte auf einmal ein Piepsen, das für längere Zeit nicht abzustellen war. "Dieses Piepsen hat mich fast wahnsinnig gemacht", so Dominic Neuberger und Corinna Merkle, die nicht die einzigen waren, die dieser Ton genervt hat.
Die Meinungen über die Wahlthemen bei der Deutschprüfung gingen natürlich auch auseinander. Zur Auswahl standen ein spezieller Vergleich zwischen "Effi Briest" und "Kabale und Liebe", aus der Lyrik ein Gedicht aus der Zeit des "Heimatverlustes und Exil" oder eine freie Erörterung. Die einen waren ganz zufrieden mit den Themen wie Svenja Höfle, die die freie Erörterung gewählt hat: "Ich fand die Themen ganz okay. Der Druck ist etwas größer, aber sonst ist es genauso wie bei den anderen Klausuren auch.". Andere waren nicht ganz so begeistert. Martin Kohlschmitt hat die Themenstellung nicht zugesagt und ihm "liegen Interpretationen einfach nicht", gibt er zu. Letztes Halbjahr durften die Abiturienten schon einmal eine fünfstündige Probeklausur schreiben, damit sie sehen, was auf sie zukommt. "Das war aber etwas ganz anderes wie die jetzige Abiklausur!", findet Iris Gojowczyk.
Das ist jetzt der zweite Abiturjahrgang der im neu reformierten Abitur geprüft wird. Auch jetzt gibt es noch viel negative Kritik seitens der Schüler, die schließlich eine Prüfung mehr als früher schreiben müssen. Bei dem alten Kurssystem konnte spezieller gewählt werden, was heute nicht mehr möglich ist. "Ich hätte definitiv mehr Notenpunkte im alten Abi, weil ich hätte besser wählen können", kritisiert Christian Kiefer.
Heute müssen die 84 Prüflinge Kurvendiskussionen durchführen, Gleichungen lösen und schließlich logisch denken, denn die Mathematik ist heute an der Reihe.
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