Zurück zur Presse-Übersicht

Schüleraustausch voller Klischees? 

Die Schüler des „Lycee du Haut Barr" aus Saverne nach ihrem Empfang im Rathaus durch Tourismuschef Peter Dippon. Mit auf dem Bild die Lehrer, die hinter dem Austausch stehen. Auf Sauerner Seite sind dies Richard Saumon, Michelle Jacquot, Pierre Bernard und Marceline Top, auf Donaueschinger Seite Eberhard Kern, Volker Danneberg und Ursula Kiefer. 

Vive la France", heißt es in diesen Tagen wieder einmal am 
Fürstenberg-Gymnasium, wo rund 
20 Schüler des Saverner
 „Lycee du Haut Barr", dabei handelt es sich um ein Technisches Gymnasium, zu Gast sind. Der Austausch wird mittlerweile seit zehn Jahren gepflegt und in dieser Zeit haben die gegenseitigen Besuche feste Strukturen entwickelt. Die Donaueschinger „erradeln" regelmäßig Saveme und das Elsass. „La Raid Verre", die Glastour, so nennen die Schüler ihr Programm, begeben sie sich doch mit dem Fahrrad auf Spurensuche
nach der Glasmacherkunst in den 
Nordvogesen. Da werden Kilometer 
„gebolzt", um von einem Museum 
zum anderen zu kommen. Die 
„FG"-Lehrer müssen deshalb prima 
Motivationstrainer sein, gelten 
Oberstufenschüler doch normalerweise als eher faul und stehen körperlichen Anstrengungen äußerst kritisch gegenüber.

Ganz anders die Intention, wenn 
die Saverner Pennäler nach Donaueschingen kommen
Die Technik-Schüler haben großes Interesse daran, die zahlreichen und hoch spezialisierten Firmen der Feinmechanik auf der Baar kennen zu 
lernen. Vor allem Donaueschingens 
größter Arbeitgeber, IMS-Gear, ist 
bei Anfrage immer bereit, die jungen
Franzosen durch die Werke in Donaueschingen und Eisenbach zu 
führen. Aus den Kontakten haben 
sich sogar schon Betriebspraktika 
entwickelt - so schnell wird ein 
Schüleraustausch zur Wirtschaftsbegegnung.

Gleichzeitig scheinen die so unterschiedlichen Abläufe der gegenseitigen Besuche bekannte Klischees der Nachbarländer zu bestätigen: 
Frankreich ist das Land des „savoir 
vivre", wo Kunst und Kultur einen 
hohen Stellenwert haben. Die Deutschen dagegen sind ein Volk der 
Schaffer, die leben, um zu arbeiten. 
Schön, wenn es jungen Menschen 
durch Schulpartnerschaften er-
möglicht wird, vorgefasste Bilder zu 
hinterfragen. (hon)

Dokumentation aus dem Südkurier  > 11-11-2004 <      Lokalausgabe Donaueschingen

Hinweis:
An dieser Stelle veröffentlichen wir Presseberichte die sich mit unserer Schule befassen. Für die jeweiligen Inhalte sind wir nicht verantwortlich, auch geben diese nicht unbedingt unsere Meinung wieder.

Zurück zur Presse-Übersicht

© PROJEKT INTERNET am FG