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Penne bald "Ganztagsschule" 

Nach Eichendorffschule ab 2007 auch das Fürstenberg-Gymnasium mit Ganztagesangebot 


226 Jahre alt ist das Fürstenberg-Gymnasium in Donaueschingen. Doch von "alter Penne" kann keine Rede sein. Das achtjährige Gymnasium wurde hier ein Jahr früher eingeführt als anderswo und als Pilotprojekt wird das Fach "Wirtschaft" unterrichtet, das erst 2007 Regelfach werden soll. Beim Oberschulamt genießt das Gymnasium den Ruf einer fortschrittlichen Einrichtung. Und jetzt macht sich die Schule fit für Ganztagesangebote: ein Anbau für 1,5 Millionen Euro ist geplant. 
Donaueschingen 

VON GÜNTER VOLLMER 

Nicht nur die Sonne, sondern auch neue Wege der Schulpädagogik sind im Fürstenberg-Gymnasium willkommen. Rosemarie Stürmlinger, Oberschulamtspräsidentin (rechts), und Gisela Dieterle, Referentin im Oberschulamt, sind mit den Entwicklungen am Fürstenberg-Gymnasium unter Direktor Rudolf Strasser sehr zufrieden. 

Bild: G. Vollmer 

Donaueschingen - Auch wenn es in der Vergangenheit vereinzelt Kritik an der Art der Wissensvermittlung gegeben hat, das Fürstenberg-Gymnasium würde gute Zensuren von oben erhalten. Noten gab es freilich nicht bei ihrem ersten offiziellen Schulbesuch - nach der Verabschiedung von Direktor Manfred Glunk und dem Besuch zum Schuljubiläum vergangenes Jahr. Rosemarie Stürmlinger, Präsidentin des Oberschulamts in Freiburg, war gestern aber sehr zufrieden und sogar überrascht von so manchen Entwicklungen.

Imponiert hat ihr, mit welchem Engagement Eltern sich für ihre Kinder an der Schule einbringen. "Im Gespräch mit zwei Elternvertreterinnen erlebte ich eine aktive Elternschaft, die an einer Zusammenarbeit mit der Schule interessiert ist und nicht nur problemorientierten Kontakt hat", meinte Stürmlinger. Imponiert hat ihr, dass zwei Mütter im Sommer in enger Kooperation mit Fachlehrern sogar Englischunterricht gaben, als für längere Zeit Unterrichtsausfall mangels Personalersatz drohte. So etwas dürfe natürlich nur die Ausnahme bleiben, aber hier sei ein schönes Stück Gesamtverantwortung zu erkennen, meinte Stürmlinger. Diese gute Beziehung zwischen Schule und Eltern sei nicht alltäglich und sehr kostbar.

Auch im Schulalltag herrsche offenbar eine gute Atmosphäre. Diesen Eindruck gewann Stürmlinger, die zusammen mit der Gisela Dieterle, der Referentin für das Fürstenberg-Gymnasium am Oberschulamt, nach Donaueschingen gekommen war, im Gespräch mit Schülern der Schülermitverwaltung und Verbindungslehrern. So genannte Patenschaften unter Klassen der Mittel- und Unterstufe sei beispielsweise eine gute Sache. Ebenso positiv bewertete Stürmlinger die Reaktion der Schule auf die geänderten Bildungspläne, nach denen Schüler Unterrichtmitgestalter und nicht nur Stoffempfänger sein sollen, sowie die Bereitschaft Neues zu probieren, was die Einführung des Pilotfachs "Wirtschaft" in Stufe zwölf unterstreiche.

Das größte Projekt wird aber voraussichtlich 2007 realisiert. Bundesmittel sind bereits beantragt für ein Ganztagesangebot an der Schule. Mit den Fördermitteln aus Berlin (90 Prozent der Bausumme) soll auf den Schulhof, direkt an die Baarsporthalle ein 1,5 Millionen Euro teures Gebäude gebaut werden. 

Auf den 450 Quadratmetern Nutzfläche sind eine Mensa, ein Fitnessraum und eine Kletterwand geplant. Nachdem es durch die Einführung des "G8" (Abitur in acht Jahren) künftig mehr Unterricht am Nachmittag geben wird, entsteht durch diese neue Einrichtung ein Aufenthalts- und Betreuungsangebot. Geplant sind in der unterrichtsfreien Zeit auch Kooperationen mit Vereinen und der Jugendkunst- und -musikschule. Dass Bedarf besteht, zeigt allein die Tatsache, dass bereits heute 80 der 1100 Gymnasiasten die Mensa der Karl-Wacker-Schule nutzen.

Donaueschingens neuer OB Thorsten Frei, der gestern mit Rosemarie Stürmlinger sprach, will die gute Schularbeit der Stadt fortsetzen und diese Pläne unterstützen. Der Rückhalt der Stadt wird auch gebraucht. Nicht nur zehn Prozent am neuen Gebäude, sondern auch für die Folgekosten (Betreuungspersonal) muss die Stadt als Schulträgerin aufkommen. 


Dokumentation aus dem Südkurier  > 23-11-2004<      Lokalausgabe Donaueschingen

Hinweis:
An dieser Stelle veröffentlichen wir Presseberichte die sich mit unserer Schule befassen. Für die jeweiligen Inhalte sind wir nicht verantwortlich, auch geben diese nicht unbedingt unsere Meinung wieder.
Die Veröffentlichung des Artikels geschieht mit freundlicher Genehmigung des Südkurier.

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