Satter Zuwachs beim Mittagstisch
Abo-Essen an der Wackerschule kommt bei Schülern prima an
Mittagstische gehören mit zur Bildungsoffensive im Gefolge der Pisa-Schlappe in Deutschland. Sie bilden die Brücke zur Ganztagsschule, mit der immer häufiger auf gesellschaftliche Erfordernisse reagiert werden. In Donaueschingen setzt die Mittagstisch-Offerte der Karl-Wacker-Schule ihren Erfolgskurs fort, eine Ess-Allianz der Schulen bildet sich. Das Abo-Essen wurde auf die Eichendorffschule und das Gymnsium ausgeweitet, die Realschule hat auch Interesse.
VON DOROTHEA SCHWARZ
| Donaueschingen - Seit diesem Schuljahr verfügt die Eichendorffschule über ein Ganztagsangebot, am "Fürstenberg" wurde das achtjährige Gymnasium eingeführt. Täglich liefert jetzt die Abo-Küche zwischen 30 und 40 Essen an die Eichendorffschule. Durch die vermehrte Mittagsschule am Gymnasium finden auch immer mehr Pennäler den Weg zur Küche der Karl-Wacker-Schule, die Realschule zeigt großes Interesse.
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"Vorwiegend essen hier Kinder und Jugendliche der Karl-Wacker-Schule und Schüler des Gymnasiums zu Mittag, für die ich täglich rund 90 Essen zubereite", erklärt Küchenchef Norbert Boos. Weitere zehn Essen werden an den Sonderschulkindergarten in Aufen geliefert. Der Mittagstisch mit einem dreigängigen Menü für 3,40 Euro hat sich durchgesetzt, der schleppende Anlauf ist der Erkenntnis der Schüler gewichen, einen abwechslungsreichen, gesunden und gedeckten Mittagstisch dem Fast-Food-Essen oder Süßigkeiten aus dem Supermarkt nebenan vorzuziehen. "Die Küche ist jetzt durchgehend ausgelastet und hat sich bewährt, inzwischen ist das Ganze zu einer eingespielten Sache geworden", resümiert Schulleiter Gerhard Weeber.
Auch die Realschule will nun in den nächsten Tagen vorbeischnuppern und Realschulrektorin Andrea Müller-Janson wird dann als Vorkosterin einer neuen potentiellen Kundschaft agieren.
Anfängliche Bedenken seitens der Gastronomie zum Start der Küche 1997, hier könnte eine Schule als "Gaststätte" auftreten und Schwarzgastronomie betreiben, sind letztlich alle aus dem Weg geräumt. Und schließlich hat die Schulversorger-Küche auch noch einen guten Nebeneffekt: Die Gastronomie dient gleichzeitig auch als Praktikums- und Ausbildungsstätte für Schüler der Karl-Wacker-Schule, die später in Assistenz-Berufe der Gastronomie wechseln wollen. Ein kompetenter Lehrmeister unterrichtet die Küchenhelfer und schließlich gibt's noch den ein oder anderen küchentechnischen Tipp von Küchenmeister Norbert Boos.
Der bringt in Kürze sein 200 Seiten starkes Erstlingswerk "So macht Kochen Spaß. Köstliche Rezepte für den verwöhnten Gaumen" heraus, so dass nicht nur beim Mittagstisch, sondern auch bei Muttern à la Boos gespeist werden kann.
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