Glühende Gurke sichert Preis
Drei Physik-Teams des Fürstenberg-Gymnasiums siegen bei "Jugend forscht"

Die Physiker des Fürstenberg-Gymnasiums sicherten sich Preise bei "Jugend forscht"
(von links): Michael Springindschmitten, Gerwin Weyer, Max Wilhelm, Sebastian
Schmon, Andreas Hofacker, Stephan Häfner, Johannes Reiner, Mario Mosbacher, Andreas Elben und Dimitri Daubert
Donaueschingen - Warum ist es auf dem Berg kälter als im Tal? Wenn passionierte Bergsteiger und Skifahrer aus dieser Frage eine "Wissenschaft" machen, dann sind Forscher-Meriten oft nicht weit. Die Fürstenberg-Gymnasiasten Andreas Elben, Johannes Reiner und Sebastian Schmon befassten sich preiswürdig mit dem Problem. Das Trio stellte eines von drei Teams des Gymnasiums, die jeweils einen Preis beim Wettbewerb "Jugend forscht" errangen. Drei Teams, drei Preise - besser hätte die Wettbewerbspremiere der Donaueschinger Schule gar nicht ausfallen können.
Die FG-Schüler nahmen an den Regionalwettbewerben "Jugend Forscht" (ab 16) und "Schüler Experimentieren" (unter 16) im Fach Physik teil. Im Rahmen der Physik-AG der Schule hatten sie sich seit Beginn des Schuljahres unter Hilfestellung des Physiklehrers Mario Mosbacher mit ihren Themen beschäftigt, diese in selbst geplanten und durchgeführten Experimenten untersucht und schließlich auch selbständig einen Bericht sowie eine Präsentation für den Wettbewerb in Freiburg erarbeitet. Dort mussten
alle Teilnehmer in der Messehalle an einem eigenen Stand ihre Experimente und Ergebnisse live vorführen.
"Wie fließt der Strom durch die Gurke - spezifische Leitfähigkeit biologischer Materialien" - hinter diesem Thema von Dimitri Daubert, Michael Springindschmitten und Gerwin Weyer steckt die Frage, wie gut verschiedene biologische Materialien wie Gemüse, Obst oder Fleisch elektrischen Strom leiten. Angeregt zu dieser Untersuchung wurden die Schüler durch einen eindrucksvollen Demonstrationsversuch im Physikunterricht, bei dem eine an die Steckdose angeschlossene Essiggurke zum Glühen gebracht wurde. Die Forscher konnten nachweisen, dass die Leitfähigkeit einer solchen Gurke höher ist als die anderer Gemüse- oder Obstsorten, da die Gurke in Salzwasser eingelegt ist. Diese Erkenntnis wurde mit dem 2. Regionalpreis sowie einem Sonderpreis belohnt.
Als passionierte Bergsteiger und Skifahrer interessierten sich Andreas Elben, Johannes Reiner und Sebastian Schmon dafür, warum es auf einem Berg kälter als im Tal ist. In verschiedenen Experimenten konnten sie den Einfluss der Hangneigung, die unterschiedliche Wärmekapazität von Erde und Steinen sowie die geringere Absorption von Sonnenlicht auf den weiß bis grau gefärbten Berggipfeln als physikalische Ursache identifizieren. Auch sie bekamen den 2. Regionalpreis sowie einen Sonderpreis zuerkannt.
In den Schulpausen fand die dritte Forschergruppe ihr Thema. Sie untersuchte mit physikalischen Mitteln, welcher Typ Papierflieger warum am besten fliegt. Dazu bauten sie zunächst acht verschieden Fliegertypen, von denen sie dann Kenngrößen wie den Auftrieb oder die Flugweite nach Abschuss von einem selbstgebauten Katapult maßen. Anhand ihrer Daten konnten die Jungforscher anschließend eindeutig den Zusammenhang zwischen Flugweite und Kenngrößen des jeweiligen Flugzeugtyps nachweisen. Die Jury hatten Max Wilhelm, Andreas Hofacker und Stephan Häfner mit ihrer Arbeit voll überzeugt, und so wurde dieser Arbeit der 1. Regionalpreis sowie ebenfalls ein Sonderpreis zuerkannt.
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