Von Hubertshofen in die USA
Die 17-jährige Helene Langer erlebte zehn Monate ein ganz anderes Schul- und Sozialsystem
Den Traum träumen viele Jugendliche, die 17-jährige Helene Langer aus Hubertshofen
hat ihn sich verwirklicht: Zehn Monate lebte sie in den Vereinigten Staaten.
Mobile im Staate Alabama hieß ihre Adresse.
| Helene Langer aus Hubertshofen hat zehn Monate in Amerika die Schule
besucht. Über die Unterschiede wissen die 17-Jährige und ihr amerikanischer
Freund Landon viel zu berichten.
BILD: M A T U 5 C H K E |

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Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten machte sie das elfte
Schuljahr an einer Highschool. Eine Organisation in Deutschland hatte zuvor eine
Gastfamilie ausgesucht und den Flug.
gebucht. Vor Reiseantritt gab es mehrere Treffen zur Vorbereitung in
Deutschland und anfänglich auch in Amerika.
In Mobile wohnte Helene Langer bei einer alleinstehenden Frau mit
fünf Hunden und einer Austauschschülerin aus Norwegen, mit der Helene gleich Freundschaft
schloss. Ihr Zimmer war komplett mit Fernseher, Laptop, Scanner, Drucker
und eigenem Internetanschluss ausgestattet. Der Hauptgrund für Helene
Langer, über einen längeren Zeitraum in Amerika zu bleiben, war zum
einen die Vertiefung der englischen Sprache und zum anderen ein Stück des
Landes kennenzulernen. Unter der Woche startete der Tag um sechs Uhr
morgens. Nach dem Frühstück ging es in die Schule. Nach vier Schulstunden,
von denen eine allerdings 100 Minuten dauert, war die Schule beendet.
Viele Schüler an der Highschool waren Deutsche und so wurde auch Deutsch unterrichtet. Wegen der
hohen Kriminalität in Amerika ist an jeder Schule eine Schulpolizei vertreten.
Auch Schuluniformen sind Pflicht. Im zweiten Halbjahr spielte Helene in
ein Fußball-Team mit. Am Wochenende ging es zum Bowling, ins Kino, zum Strand oder es wurden
Privatpartys veranstaltet: Denn in öffentlichen Lokalen werden Ausweiskontrollen
gemacht. Und unter 18 Jahren hat man keinen Zutritt.
Den Führerschein, den man in Amerika bereits mit 16 Jahren machen kann, hat Helene gleich „erledigt" und
mitgebracht. In der Kleinstadt Mobile wird alles mit dem Auto erledigt. Es
gibt keine Fahrräder, keine Fußwege, kein Zug und keine Busverbindung.
Nur der Schulbus fährt.
Sehr auffallend waren für die deutsche Austauschschülerin die
freundlichen Menschen und der große soziale Unterschied. Die Leute sind entweder
arm oder reich, eine Mittelschicht gibt es fast nicht.
Viel gesehen hat Helene in den zehn Monaten. Sie unternahm auch eine
mehrtägige Kreuzfahrt zu den Bahamas, war in Florida, in Mississippi,
New Orleans, Louisiana und bei ihren Verwandten in Oregon. Viele
Freundschaften wurden geschlossen. Zur Zeit
macht Landon, ein Freund aus den USA, Urlaub bei Familie Langer in
Hubertshofen. Trotz des Schuljahres in den USA wiederholt Helene Langer
noch einmal das Schuljahr und wechselt im Herbst auf das Sozialpädagogische Gymnasium in Königsfeld, an
dem sie ihr Abitur machen will. (mat)
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