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Am FG fehlen Räume und Betreuer 

Achtjähriges Gymnasium wirft Probleme auf - Mittagskonzept plant mit Eltern - Investitionsanträge müssen schnell "raus" 

Donaueschingen 
VON JENS WURSTHORN 

Das Fürstenberg-Gymnasium befindet sich auf dem Weg zur Ganztagsschule. Gestern diskutierten Lehrer, Schulleitung, Eltern und Vertreter der Stadtverwaltung, wie die Betreuung der Kinder aussehen soll.

 

Bild: Wursthorn

Donaueschingen - Vordergründig sind es 55 Minuten in der Mittagszeit, im Kern geht es um die Zukunft des Gymnasiums als Ganztagsschule. Welche kreativen Beschäftigungsformen, welche Betreuungsangebote sind möglich für die Schüler des Fürstenberg-Gymnasiums in Donaueschingen? Die Zeit drängt. Darüber waren sich Teilnehmer und Zuhörer der Podiumsdiskussion einig, die der SPD-Ortsverein gestern Abend im Musiksaal des Gymnasiums organisiert hatte. 

G8, das Gymnasium in acht Jahren, heißt der Antrieb für Schulleitung, Eltern und Kommune, nach Lösungen zu suchen. G8, am "FG" dieses Schuljahr eingeführt, bedeutet mehr Unterricht, insbesondere am Nachmittag. 150 Fünftklässler sind augenblicklich davon betroffen, ab dem nächsten Schuljahr etwa die doppelte Schülerzahl. Nur etwa 25 Schüler nehmen den Mittagstisch in der Karl-Wacker-Schule wahr. Das sei noch ein Drittel der Zahlen vom Schuljahrsanfang, sagte Schulleiter Rudolf Strasser. Hier alle Schüler für die "betreute Mahlzeit" zu gewinnen, müsse Vorbedingung sein, um gegenüber der Stadt einen Betreuungs-Mehrbedarf geltend zu machen, ergänzte die Elternbeiratsvorsitzende Christine Hölzenbein. 

Für die Betreuung denkt Norbert Zeller, der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, auch an den Einsatz der Eltern, Vereinen und Institutionen. 
Mit "zu teuer" kappte indes Schulleiter Strasser den Ansatz, Lehrer in die Betreuungstätigkeit einzubinden. 

Allerdings stehen die Eltern der Einbindung, etwa als Aufsicht, nicht ohne Skepsis gegenüber. Die Frage des Versicherungsschutzes war da nur ein Aspekt, den Christine Hölzenbein ansprach. Eckhart Zundel, Lehrer und Gewerkschaftsvertreter, beklagte, dass die Diskussion zu spät angelaufen sei: Nachdem die Politik vollendete Tatsachen geschaffen hat. Die Zustände über Mittag seien teilweise untragbar. 150 Kinder lebten ihren Bewegungsdrang in der Schule aus. "Irgendwann passiert da was", warnte der Pädagoge.

Klar sei, dass die Anforderungen aus "G8" nicht ohne Mehrkosten umsetzbar sind. Für Strasser steht dabei die Raumfrage noch vor der Betreuung. Bereits seit 18 Monaten führe er über die G8-Problematik Gespräche mit der Stadt. Am Ende soll ein pädagogisches Konzept und ein zeitlicher Unterrichtszuschnitt stehen, der eine Langzeitperspektive bietet. Dazu gehört die Bündelung von Nachmittagsunterricht. 

Der SPD-Parlamentarier Zeller warnte, mit der Aufstellung des Konzepts, wie G8 in Donaueschingen umgesetzt wird, und den daran geknüpften Investitionswünschen nicht zu lange zu warten. 152 Millionen Euro jährlich stehen Baden-Württemberg bis 2007 aus Bundesmitteln zur Verfügung. Entscheidend sei die Reihenfolge der Antragstellung, die Mittel 2004 seien schon ausgeschöpft. "Greifen Sie zu", gab Zeller den Zuhörern mit auf den Weg. Eine Empfehlung ganz unabhängig von der Frage, ob das Fürstenberg-Gymnasium auch de jure das darstellt, was es eigentlich längst ist: eine Ganztagsschule. 


Dokumentation aus dem Südkurier  > 16-3-2004<      Lokalausgabe Donaueschingen

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An dieser Stelle veröffentlichen wir Presseberichte die sich mit unserer Schule befassen. Für die jeweiligen Inhalte sind wir nicht verantwortlich, auch geben diese nicht unbedingt unsere Meinung wieder.
Die Veröffentlichung des Artikels geschieht mit freundlicher Genehmigung des Südkurier.

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