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Biotechnik "live" im rollenden Labor 

Fürstenberg-Gymnasiasten erstellen genetischen Fingerabdruck - Diskussion mit Gentechnik-Kritikern 

Wie Biotechnologie schmackhaft gemacht wird: Der Bio-Leistungskurs des Fürstenberg-Gymnasiums ermittelte den Tätet eines fiktiven Mordfalls mit Hilfe eines genetischen Fingerabdrucks.



Bild: Binder

Donaueschingen (ab) Gentechnik polarisiert. Fast nirgendwo prallen Befürworter so stark mit Gegnern dieser wissenschaftlichen Disziplin zusammen. Was für die einen ein lobenswerter Fortschritt ist, wird von anderen aus ethischen Gesichtspunkten skeptisch gesehen. Gestern konnte sich der Oberstufen Biologie-Kurs des Fürstenberg-Gymnasiums von Lehrer Reinhard Gemander persönlich ein Bild von der Biotechnologie machen. Im Rahmen einer Fortbildung hat die Lehrerakademie das rollende Labor "BioLab Baden-Württemberg on Tour" eingeladen (wir berichteten).

Gestern morgen fand in der Lehrerakademie ein Vortrag über die Beruflichen Chancen, die Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten sowie die späteren Betätigungsfelder dieser neuen Branche statt. Es waren aber nicht nur Schüler, sondern auch Gegner dieser Branche anwesend. Einige Stimmen warnten davor, den Schülern ein einseitiges Bild der Gentechnik zu vermitteln. Andere warfen der "grünen Gentechnik" vor, sie zerstöre Existenzen. Ulrike Greenway, Referentin für Naturwissenschaften an der Lehrerakademie, widersprach dem und wies darauf hin, dass die Bauern bereits seit langer Zeit durch die konventionelle Landwirtschaft die Artenvielfalt einschränken. Weiter greife die Gentechnik nur punktuell in die Landwirtschaft ein. "Wissenschaft schafft Wissen und nur mit Wissen und Verantwortung können wir dieser neuen Technologie begegnen", so Greenway.

Am Nachmittag dann der praktische Teil im "Bio Lab": Unter Aufsicht der Projektleiter Burkhard Kleemeier und Tobias Pacher wurde den Schülern alle Techniken und Vorgänge zum Erstellen eines genetischen Fingerabdruckes demonstriert. Die Schüler nahmen die Gelegenheit zur Mitarbeit an diesem überaus interessanten Vorgang war und machten sich voller Eifer daran, einen fiktiven Kriminalfall zu lösen. Biologielehrer Gemander war von "Bio Lab" begeistert: " In der Schule könnten wir uns eine so hervorragende Ausrüstung nicht leisten. Durch das Bio Lab können die Schüler aber trotzdem die Theorie des Unterrichts in die Praxis umsetzen."


Dokumentation aus dem Südkurier  > 5-10-2003<      Lokalausgabe Donaueschingen

Hinweis:
An dieser Stelle veröffentlichen wir Presseberichte die sich mit unserer Schule befassen. Für die jeweiligen Inhalte sind wir nicht verantwortlich, auch geben diese nicht unbedingt unsere Meinung wieder.
Die Veröffentlichung des Artikels geschieht mit freundlicher Genehmigung des Südkurier.

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