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Hilfseinsätze
bis zur Erschöpfung
Schülerin des FG und die große Flut
DONAUESCHINGEN (kk).
Mit aller Wucht ist die Flutkatastrophe über Südostasien hereingebrochen. In Thailand
sind mittlerweile auch die nicht in Küstennähe gelegenen Krankenhäuser überfüllt, das Hinterland nimmt
Zehntausende von obdachlos gewordenen Flüchtlingen auf. Die Donaueschingerin Veronica
Schmidt-Cotta hilft bis zur Erschöpfung, provisorisch in einem Camp
untergebrachte Menschen mit dem Notwendigsten zu versorgen.
| Veronica Schmidt-Cotta
Die 17-Jährige Fürstenberg-Gymnasiastin hält sich mit Unterstützung des
Rotarier-Clubs seit Sommer 2004 als Austauschschülerin in
Anghtong, etwa eine Autostunde nördlich von Bangkok, auf.
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„Meine Gegend war nicht vom Tsunami
betroffen", sagt sie. Zunächst habe sie
auch nicht viel von der Katastrophe mitbekommen. Was in den
Fernsehnachrichten zu sehen war, habe sie in diesem Ausmaß erst gar nicht wahrgenommen.
„Doch jetzt stecken wir alle mittendrin", meldet sie sich telefonisch daheim. Vor
einigen Tagen kamen die ersten Geretteten nach Anghtong. 200 fanden im
Tempel Unterkunft, in jedem Haus wurde versucht, so viele Menschen wie möglich
aufzunehmen.
„ Die Ankömmlinge", sagt sie, „stehen völlig unter Schock."
Am zweiten Tag wurde sie vom örtlichen Rotary-Club gemeinsam mit einem
Australier eingeteilt, ein ganzes Camp zu versorgen. „Alles ist ein einziges
Chaos", schreibt sie wenig später in einer E-Mail, „wir haben viele Verletzte." Viele
seien Touristen. „Wir versuchen Essens- und Kleidungsverteilung zu
organisieren, telefonieren dauernd in alle Krankenhäuser,
um die Verletzten
unterzubringen, aber es mangelt an allem." Die örtliche Infrastruktur sei unzureichend,
sanitäre Anlagen seien kaum vorhanden, das Trinkwasser sei knapp. „Überall hängen Listen mit den Namen von
Vermissten." |
„Mein Gott", bricht es aus
ihr her-
vor, nachdem gerade gemeldet wurde,
dass wegen der Seuchengefahr wieder
zwei Schiffsladungen mit unbekannten
Leichen verbrannt wurden, „was soll ich denn der Mutter sagen, die ihr Kind
vermisst?" Und: „Wir versuchen zu helfen, aber wir sind nur zu zweit - für 70
Leute." Manche von den Erwachsenen, sagt sie, rasteten regelrecht aus, viele Kinder
hingegen warteten geradezu gottergeben darauf, „dass endlich jemand
kommt, um sie abzuholen."
Froh ist sie, als die Telefonverbindung
zu den Eltern Ralf-Roland und Olga
Schmidt-Cotta nach Donaueschingen
klappt. Blut habe sie noch am Neujahrstag gespendet. „Mir ist schwindlig",
berichtet sie. An diesem Tag haben sie auch die ersten Verstorbenen zu
beklagen, eine schwangere Frau mit einem
zweijährigen Kind, für die sie vergeblich versucht hatten, einen Platz im Hospital
zu ergattern. „Ich hab' noch nie jemanden tot gesehen", gerät sie beim Erzählen ins Stocken. „Ich wünschte, ich
könnte mehr tun." Vorige Nacht sei sie vor Erschöpfung einfach eingeschlafen.
Aber die Nacht dauerte für sie nur vier
Stunden. Und: „Viele sind so verdammt alleine..." |
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Dokumentation aus der Badischen Zeitung
> 5-1-2005< Lokalausgabe Donaueschingen
Hinweis:
An dieser Stelle veröffentlichen wir Presseberichte die sich mit
unserer Schule befassen. Für die jeweiligen Inhalte sind wir nicht
verantwortlich, auch geben diese nicht unbedingt unsere Meinung
wieder.

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