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Ein Chorkonzert der Größe XXL 


Sechs Chöre, mehr als 200 Akteure, zweieinhalb Stunden - 
MGV-Ereignis beeindruckte 


Ein Mammutprogramm in vielerlei Hinsicht bot das 13. Chorkonzert im Advent des Männergesangvereins 1876 Allmendshofen gestern Nachmittag in der voll besetzten Stadtkirche St. Johann: Rund 200 Akteure standen auf der Bühne, davon 150 Sängerinnen und Sänger von insgesamt sechs Chören, die ein zweieinhalbstündiges Konzert darboten, das in diesem Ausmaß sicherlich von "Motor" und Gesamtleiter Hubert Stinner eine Koordination und künstlerische Leistung der Superlative abverlangte. 


VON DOROTHEA SCHWARZ 


Das alljährlich am vierten Advent stattfindende Chorkonzert avanciert inzwischen zu einem kulturellen Höhepunkt im Donaueschinger Veranstaltungskalender und birgt eine weihnachtliche Tradition, die auch heuer obgleich der dicken Schneedecke nicht an Beliebtheit einbüßte, so dass das Gotteshaus wieder voll besetzt war. Unter den Gästen befanden sich auch Oberbürgermeister Thorsten Frei mit seiner Frau Katharina, sowie der Rektor des Fürstenberg-Gymnasiums Rudolf Strasser, Rudi Reichmann als Bezirkspräsident des badischen Sängerbundes sowie der Vorsitzende der Stadtharmonie Villingen, Rainer Uhlenbrock.

Erstmals bei dem Adventskonzert wirkte das vor drei Monaten von Referendarin Silke Höhn gegründete und geleitete Orchester des Fürstenberg-Gymnasiums mit und gab bei der achtteiligen Adventskantate "Machet die Tore weit" mit dem MGV Allmendshofen und den Solisten Andrea Gühna (Sopran), Britta Sosinski (Alt) und Daniel Preis (Tenor) ein gelungenes Zeugnis des in der kurzen Zeit entwickelten Niveaus des 20-köpfigen Streichorchesters mit Flöten. Ebenfalls eine Premiere feierte die Kooperation des Chorkonzerts mit der Stadtharmonie Villingen unter der Leitung von Jan Willems, die durch Klarinettist Mario Mosbacher entstand, der am Fürstenberg-Gymnasium unterrichtet. 

Die Stadtharmonie wirkte dabei auch begleitend bei dem Frauenchor des MGV Allmendshofen und dem Gesamtchor mit und unterstrich damit den phantastischen Gesamtklang mit instrumentaler Fülle. Bei dem Chorkonzert im Advent brachten insgesamt sechs Chöre klassische Weihnachtsmelodien, Volksweisen und feierliche Kompositionen von Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms oder Felix Mendelssohn Bartholdy dar: Der MGV Allmendshofen, das Vokalensemble Schwarzwald-Baar und dessen Auswahlchor, die Allmendshofer Chorjugend, der Schulchor des Fürstenberg-Gymnasiums und der Frauenchor des MGV Allmendshofen.

Die 65 Sänger des MGV setzten neben der sehr stimmigen und harmonischen Adventskantate auf klassische Weihnachtslieder wie "Kommet ihr Hirten", oder "Im Stall zu Bethlehem" und stellten erneut ihr hervorragendes Zusammenwirken und die gelungene Akzentuierung der einzelnen Stimmen unter Beweis. Der Frauenchor, der vor vier Jahren als Projektchor für das Adventskonzert gegründet wurde, überzeugte besonders mit der gefühlvollen Interpretation des bekannten Weihnachtsliedes "Still, still, still". 

Vokaler Höhepunkt

Einer der Höhepunkte des gestrigen Konzerts war jedoch unbestritten die Darbietung des Vokalensembles Schwarzwald-Baar und dessen Auswahlchor. Dynamische Abstufungen und absolut reine Zusammenklänge bildeten bei der beeindruckenden Akustik der Stadtkirche eine Gesangskulisse, wie sie nur selten zu hören ist - besonders der glockenhelle Sopran stach bei den anspruchsvollen Stücken wie "Richte mich, Gott" oder "Denn er seinen Engeln" von Felix Mendelssohn Bartholdy hervor. Gemeinsam mit der Allmendshofer Chorjugend und dem Schulchor des Fürstenberg-Gymnasiums bot das Vokalensembles englische und spanische Stücke dar, die von Solistin Leonie Weißhaar an der Querflöte ein sehr fruchtbares und gekonntes Wechselspiel eingingen. Jörg Sczepanski begleitete die Chöre am Klavier und eröffnete das Konzert mit einer Toccata von Bach. Ein fulminantes Schlussfinale setze Gesamtleiter Hubert Stinner mit dem Aufgebot aller Sängerinnen und Sänger mit Begleitung der Stadtharmonie Villingen bei "Gloria in excelsis deo" oder "Tochter Zion". Als bei "Stille Nacht" schließlich die Lichter im Kirchenraum erlöschten und die Frauen- und Männerstimmen zum Tutti mit Gänsehautfaktor ansetzen, gab es nach dem 150-minütigen Mammutkonzert schließlich gebührenden Beifall und Stehende Ovationen.


Dokumentation aus dem Südkurier  > 20-12-2004<      Lokalausgabe Donaueschingen

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Die Veröffentlichung des Artikels geschieht mit freundlicher Genehmigung des Südkurier.

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