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Alles
hatte so vielversprechend begonnen. Unter der
gemeinsamen Leitung von Susanne und Hubert Stinner und
begleitet von einem Orchester sang sich die
Allmendshofer Chorjugend - verstärkt durch drei
FG-Klassen - mit der schwungvoll vorgetragenen
"Cowboy-Kantate" von Rudi Kühn in die Herzen
der Zuhörer und sorgte vor bereits vollen Besucherrängen
für die erste Hochstimmung. Und hatte nicht
Oberstudiendirektor Rudolf Strasser als Hausherr die
Garantie für regenfreies Sommerwetter übernommen -
allerdings nur für den Augenblick seiner Begrüßung?
Nach einer längeren Umbaupause richtete sich manch banger Blick zu den aufziehenden Regenwolken, als kurz vor 21.30 Uhr die rund 250 Sängerinnen und Sänger im Scheine von Fackeln auf der überdimensionalen Bühne Aufstellung nahmen, und Chorleiter Hubert Stinner den Taktstock zum machtvollen "O Fortuna" aus Carl Orffs Meisterwerk
"Carmina Burana" hob. Ausgerechnet zu Beginn des Chores
"Ecce gratum", in dem die Herrschaft des Sommers und die Wärme der Sonne beschrieben wird, fielen einige Regentropfen vom Himmel und erzwangen mit Rücksicht auf die teuren Musikinstrumente den Umzug in die Aula des Gymnasiums.
Und dort tat sich Erstaunliches. Wie selbstverständlich verteilten sich die rund 500 Zuhörer, wo immer sich Platz bot, Podeste und Instrumente wurden herbeigeschafft, der Chor nahm Aufstellung, und nach knapp zehn Minuten ging es nahtlos weiter. Freilich geriet das Konzert auf zwei Ebenen - wie es MGV-Chef Martin Schorpp ausdrückte - nun zum Happening, schmolzen Publikum und Aufführende durch die räumliche Nähe zusammen. |
Herr
der Situation
Unter
der souveränen Stabführung von Hubert Stinner
meisterte der Gesamtchor, in dem Sängerinnen und Sänger
des MGV Allmendshofen, des Frauenchores Allmendshofen,
des Vokalensembles Schwarzwald-Baar, des
Gymnasium-Schulchores und der Allmendshofer Chorjugend
sowie einige Gastsänger zu einer beeindruckenden
Einheit fanden, die neue Situation bravourös.
Überzeugende Leistungen boten auch die beiden Solisten. Die 22-jährige Lisa Stöhr aus Bonndorf, die in Trossingen im vierten Semester Schulmusik studiert und Anfang des Jahres am FG ein Praktikum absolvierte, artikulierte klar und wirkte auch in hohen Lagen sehr sicher. Der genau doppelt so alte Ellwanger Opernsänger Herbert Nennemann erwies sich seiner Doppelrolle als Tenor und Bariton durchaus gewachsen und glänzte einmal mehr mimisch wie gesanglich in seiner Paraderolle als gebratener Schwan. Eine zweigeteilte
"Carmina Burana" hat allerdings auch er in seiner langen Laufbahn noch nicht erlebt. Chor und Solisten wurden prägnant und gleichzeitig einfühlsam von Doris Huber und Harald Steicher am Klavier sowie einem sechsköpfigen Schlagzeugensemble aus Trossingen mit Steffen Uhrhan an den Pauken begleitet.
Für alle Mitwirkenden gab es am Schluss einen nicht enden wollenden Beifallssturm, insbesondere für den musikalischen Leiter Hubert
Stinner, der mit seiner Begeisterungsfähigkeit und seinem Können einen weiteren Meilenstein in Sachen Kooperation Schule-Verein gesetzt hat. Wie Stinner anschließend lobend erwähnte, wäre das Großprojekt
"Carmina Burana" ohne die Übernahme der gesamten Organisation und Logistik durch die Sänger des MGV Allmendshofen nicht realisierbar gewesen. Draußen im Pausenhof war es übrigens während des gesamten Abends trocken geblieben, und so konnten nach Konzertende vom Dach des Gymnasiums schließlich auch die angekündigten Raketen gezündet werden. Das musikalische Feuerwerk hatte indes schon vorher im Saale stattgefunden.
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